Bayerische Promis in der PolitikMit Dschingis Khan auf Stimmenfang

Wenn goldene Schallplatten, Filmpreise und TV-Ruhm nicht mehr genug sind, zieht es manche Künstler in die Politik. Auch einige bayerische Prominente lassen sich gerne vor den Parteikarren spannen. Was einen Ex-Vorzeige-Proll, eine Ex-Wiesnchefin und einen Ex-Fernsehkommissar dafür qualifiziert.

Wenn goldene Schallplatten, Filmpreise und TV-Ruhm nicht mehr genug sind, zieht es manche Künstler in die Politik. Auch einige bayerische Prominente lassen sich gerne vor den Parteikarren spannen. Was einen Ex-Vorzeige-Proll, eine Ex-Wiesnchefin und einen Ex-Fernsehkommissar dafür qualifiziert.

Name: Leslie Mandoki

Status: Bayerischer Mongole

Angestrebtes Amt: Landtagsabgeordneter für die CSU

Werdegang: Mitte der siebziger Jahre flüchtete er in einer spektakulären Aktion durch einen Eisenbahntunnel vor der kommunistischen Diktatur in Ungarn über Österreich nach München. Von da an ging es bergauf: Mit seiner Band Dschingis Kahn erlangte der Schlagzeuger Weltruhm. Keine Ü40-Party, kein runder Geburtstag, kein Sylvester und auch kein Fasching kommt seither ohne Liedzeilen wie "Moskau, Moskau, wirf die Gläser an die Wand, Russland ist ein schönes Land, ho ho ho ho ho, hey!" aus.

Was ihn für diesen Posten qualifiziert: Mandoki verfügt über ein ausdrucksstarkes Gesicht, sein Schnauzbart ist quasi seine Dobrindt-Brille. Für Angela Merkel hat er außerdem den Wahlkampfsong "Wir sind wir" geschrieben. Klingt verdächtig nach der hochdeutschen Übersetzung der bayerischen Weisheit "Mia san mia."

Bild: dpa 29. März 2013, 12:262013-03-29 12:26:46 © Süddeutsche.de