Widerstand gegen Beamte oder brutale Polizisten?

Es passiert am 15. November 2010 in einem Mietshaus in Pfaffenhofen am Inn, einem Ortsteil von Schechen. Zwei Zivilbeamte suchen nach einem Mann, der zu einer psychiatrischen Untersuchung vorgeführt werden soll. Doch er ist nicht da. Die Polizisten fragen daraufhin im Haus nach, auch bei Familie B. An der Wohnungstür kommt es zu einer Auseinandersetzung, nach und nach stoßen acht weitere Polizeibeamte dazu. Sandra B. und ihr Ehemann werden überwältigt, so schildert es die Familie. Als ihre Eltern Josef und Aloisia E. dazukommen, ein Foto machen (siehe Bild) und der Tochter helfen wollen, werden auch sie gefesselt. Die Ärzte stellen bei ihnen Bauchtraumata, Verstauchungen, Prellungen und Schürfwunden fest. Es kommt zum Prozess - angeklagt wird allerdings nicht die Polizei, sondern die Familie. In der Anklage heißt es: Sie habe sich unkooperativ gezeigt, die Beamten geschubst und sich heftig zu Wehr gesetzt. Am Ende wird derr Prozess wegen geringer Schuld der Angeklagten überraschend eingestellt.

Bild: dpa 6. Februar 2013, 10:142013-02-06 10:14:31 © Süddeutsche.de/Lisa Sonnabend/tob/holz/afis