Wenn Lehrer fehlen, dann dürfen nun fränkische Schulleiter Leiharbeiter als Vertretung engagieren. Mit diesem Pilotprojekt will das bayerische Kultusministerium die Ausfallstunden senken.
Bei drohendem Unterrichtsausfall können unterfränkische Schulleiter künftig Vertretungskräfte von Zeitarbeitsfirmen engagieren. Mit dem am Montag gestarteten Pilotprojekt möchte das Kultusministerium für ein Jahr testen, ob auf diese Weise Ausfallstunden vermieden werden können. Wie ein Ministeriumssprecher in München sagte, könnten beispielsweise arbeitslose Diplom-Biologen, Historiker, Theologen oder andere Fachkräfte kurzfristig für kranke Lehrer einspringen.
Es herrscht Lehrermangel in deutschen Klassenzimmern (© Foto: ddp)
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Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) lehnt das Projekt zwar nicht ab. Dennoch sei es nur eine Notmaßnahme und könne der dramatischen Lehrerknappheit nicht alleine entgegenwirken, sagte BLLV-Präsident Klaus Wenzel am Montag. "Der Kultusminister ist in einer schwierigen Situation, die er nicht zu verantworten hat." Der heutige Lehrermangel habe sich bereits vor zehn Jahren abgezeichnet.
Wenzel bezweifelt, dass die Aushilfspädagogen tatsächlich für den Schuldienst geeignet sind, und befürchtet Qualitätseinbußen beim Unterricht. Nach seinen Vorstellungen sollten die Kräfte der Arbeitsvermittler zunächst in einem Praktikum auf die Anforderungen des Unterrichtens vorbereitet werden, bevor sie vor die Schüler treten.
An dem Modellversuch können sich Realschulen und Gymnasien sowie ausgewählte berufliche Schulen beteiligen. Sie werden im Schnitt mit rund 5200 Euro unterstützt, zu wenig nach Ansicht Wenzels. Das Modell orientiert sich an einem 2006 in Hessen gestarteten Projekt, in das auch Studenten, Pensionäre und Eltern einbezogen sind. Sollte sich in einem Jahr herausstellen, dass in Unterfranken tatsächlich weniger Unterricht ausgefallen ist, könnte das Projekt auf ganz Bayern ausgedehnt werden, sagte der Ministeriumssprecher.
(dpa)
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Die neueste Antwort
Abgesehen davon, dass Sie tatsächlich netto und brutto verwechselt haben (kann ja mal passieren, nicht wahr...), sollten Sie ehrlicherweise auch die Entwicklungsmöglichkeiten betrachten. Die sind nämlich in der freien Wirtschaft um so vieles besser, dass ein guter (!) FH-Absolvent nach spätestens 10 Jahren den Lehrer nicht nur eingeholt, sondern WEIT überflügelt hat.
Hallo Wildpig,
in den Besoldungstabellen steht bei A13 als Einstiegsgehalt 2880 EUR.
Das sind keine Nettolöhne, sondern brutto.
3000 EUR netto verdient vielleicht ein Rektor mit 20 Dienstjahren auf dem Buckel.
"Das alles sind erhebliche Vorteile, die Lehrer genießen. Meine Aussage bezog sich lediglich auf Kollege wildpig, der behauptete, dass Lehrer 3.000 EUR netto als Anfangsgehalt kassieren und das wollte ich widerlegen"
Da von sog. "Studienräten" die Rede war, habe ich vorausgesetzt, es wäre hier allgemein bekannt-wenn hier schon darüber schwadroniert wird-das deren Einstiegsgehalt bei A 13 liegt.
Mit A 13 besoldet verdient ein, sagen wir Dreissigjähriger ca. 2500-3000 Euro netto-schauen Sie einfach in den Tabellen nach....
Grund- und Hauptschule ist mit A 12 etwas weniger, verglichen mit Abolventen einer Fachhochschule aber immer noch sehr gut.
Die meisten Fachhochschulabgänger verdienen zu Beginn zwischen 1500 und 2000 Euro-deutlich weniger als ein Grundschulleher...-und behaupten Sie jetzt nicht, dass Grundschullehramt anspruchsvoller ist als ein Ingenieurstudium an der FH....
Lieber Herr Schaumberger,
ich will Ihnen nicht zu nahe treten, aber was Sie hier erzählen ist ein grosser Schmarrn.
Glauben Sie mir, 90 Prozent der Niederbayern, Unterfranken, Oberfranken, Oberpfälzer kotzt es an wegen der Arbeit nach München ziehen zu müssen-die meisten fühlen sich
in der "Provinz" pudelwohl, gerade weil es "Provinz" ist.
Viele Münchner haben doch nur diffuse Ahnungen darüber wie es um die hohe Lebensqualität ausserhalb des Speckgürtels Münchens bestellt ist-glauben Sie mir, es ist herrlich!!
Hallo 301273,
ich sage ja nicht, dass es den Lehrern schlecht geht, das lag auch nicht im Sinn meiner Aussage. Im übrigen bin ich auch kein Lehrer und war es auch nie. Ich bin nur mit einer Lehrerin liiert. Es ist für mich auch keine Frage, dass AIPler, Krankenschwestern usw. viel zu wenig verdienen und die Vorteile der niedrigen Beiträge wurden ja auch von mir erwähnt. Das alles sind erhebliche Vorteile, die Lehrer genießen. Meine Aussage bezog sich lediglich auf Kollege wildpig, der behauptete, dass Lehrer 3.000 EUR netto als Anfangsgehalt kassieren und das wollte ich widerlegen.
Ich kann hier nur aus der Sicht eines Partners schreiben, der selber in der "normalen" Arbeitswelt arbeitet, der aber mitbekommt, dass seine Freundin die Exemplare nicht geschenkt bekommt (mit wenigen Ausnahmen), diese am letzten Schultag erfährt, dass sie irgendwo in Bayern versetzt wird und das erst kurz vor Beginn des Schuljahres erfährt, sozial schwachen und überfordertern Eltern ein ständiger Ansprechpartner ist (auch um 22:00Uhr abends) und mindestens 50% der Ferien für die Vorbereitung der neuen Stunden verwendet.
Es gibt sicherlich schlechtere Jobs, es gibt unersetzbare Vorteile wie die Verbeamtung aber es sollte auch jedem klar sein, dass Lehrer sein nicht nur Unterricht bis 13:00 Uhr und dann Feierabend ist und man Lehrer so einfach durch "Laien" ersetzen kann
Paging