In einer Sandgrube in der Nähe von Pellheim im Landkreis Dachau sind drei Jungen verschüttet worden - einer starb nach der Rettung im Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

Nach dem tragischen Tod eines zwölfjährigen Jungen, der in Bayern in einer Sandgrube verschüttet wurde, ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Tötung. Der Junge war am Montagabend beim Spielen in der Sandgrube verschüttet worden und wenig später seinen Verletzungen erlegen, wie die Polizei mitteilte.

Feuerwehr Dachau

Die Feuerwehr bei den Bergungsarbeiten an der Sandgrube (© Foto: Feuerwehr Dachau)

Anzeige

Seine beiden Spielkameraden wurden bei dem Unglück schwer verletzt, waren am Dienstag aber außer Lebensgefahr. Der Zwölfjährige hatte nach Angaben der Polizei mit zwei 13-jährigen Freunden in der Grube bei Pellheim im Landkreis Dachau gespielt, als sich aus zunächst noch ungeklärter Ursache drei bis fünf Kubikmeter Sand von einer Wand lösten und die drei Kinder unter sich begruben.

Einem 13-Jährigen gelang es trotz seiner Verletzungen, sich zu befreien und in einem benachbarten Landwirtschaftsbetrieb Hilfe zu holen. Die drei Kinder wurden anschließend mit Rettungshubschraubern in verschiedene Münchner Kliniken geflogen.

Ermittlungen gegen Unbekannt

Der Zwölfjährige starb noch am Montagabend an seinen schweren Verletzungen. Die beiden anderen Jungen waren am Dienstag außer Lebensgefahr, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord sagte. Einer der beiden hatte eine Lungenquetschung erlitten, der andere Staub und Sand eingeatmet. Nach Angaben der Ermittler befand sich die drei bis fünf Meter tiefe und etwa 50 mal 50 Meter große Sandgrube inmitten eines abgeernteten Getreidefeldes.

Die Ermittlungen der zuständigen Kripo Fürstenfeldbruck richten sich zunächst gegen Unbekannt. Es müsse geklärt werden, wem das Grundstück gehöre, wer die schon länger bestehende Sandgrube ausgehoben habe und ob sie hätte abgesichert werden müssen, sagte ein Polizeisprecher. Die Staatsanwaltschaft München II sei in die Ermittlungen eingebunden.

Leser empfehlen 

(SZ vom 01.01.1970/woja)