Streit zwischen Opfer und Ermittlern: Gab es nach der Attacke auf Mannichl Ermittlungsfehler? Das klärt nun die Generalstaatsanwaltschaft.
In die Debatte um die Ermittlungen im Fall Mannichl hat sich die Generalstaatsanwaltschaft München eingeschaltet. "Ich werde mir die Akten selbst ansehen", sagte Generalstaatsanwalt Christoph Strötz der Süddeutschen Zeitung. In den vergangenen Tagen haben sich der ehemalige Passauer Polizeichef Alois Mannichl und der Passauer Staatsanwalt Helmut Walch einen Streit darüber geliefert, ob die Ermittlungen ordnungsgemäß verliefen.
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Alois Mannichl: Jetzt schaltet sich die Generalstaatsanwaltschaft in die Ermittlungen ein. (© Foto: dpa)
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Mannichl, der vor einem Jahr von einem unbekannten Täter niedergestochen worden war, warf den Fahndern unter anderem in der Bild am Sonntag gravierende Ermittlungsfehler vor. Walch als Ermittlungsleiter wiederum verwahrte sich dagegen und machte auf "nicht unerhebliche Widersprüche" in den Aussagen Mannichls aufmerksam, die gerade zu Beginn die Ermittlungen erschwert hätten. Daraufhin hat Mannichls Anwalt Erhard Frank einen "einigermaßen geharnischten" Brief an die Münchner Ministerien für Inneres und Justiz geschickt, sowie an die Generalstaatsanwaltschaft.
Das Schreiben beinhaltet nach Auskunft aus Justizkreisen eine "sehr lange E-Mail", in der sich Mannichl mit den Vorwürfen auseinandersetzt. "Herr Mannichl sieht keine Widersprüche in seinen Zeugenaussagen", sagt Rechtsanwalt Frank dazu. Sein Mandant habe nichts zu verbergen, aber er ärgere sich, wenn die Ermittler Details falsch darstellten.
Walch hatte unter anderem in einem SZ-Interview in dieser Woche dargelegt, dass Mannichl "in einigen wesentlichen Punkten" unterschiedliche Darstellungen zum Tatablauf und zur Herkunft der Tatwaffe abgegeben habe. Das Messer stammt aus dem Haushalt Mannichls und bekam gleich nach dem Anschlag die Bezeichnung "Lebkuchenmesser".
Mannichl beklagt unter anderem, dass dieser Begriff ohne Erklärung stehenblieb und damit zur Steilvorlage für Rechtsextreme wurde, die ihn als "Lebkuchenmann" verspotteten. Laut Walch liegt das daran, dass Mannichl zu diesem Punkt unterschiedliche Aussagen getroffen hatte. Direkt nach dem Anschlag erklärte Mannichl, er habe ein Messer aus dem Haushalt geholt, um einem Buben einen Lebkuchen kleinzuschneiden. Das Messer sei draußen vor der Haustür liegen geblieben, der Angreifer habe es dann als Tatwaffe verwendet.
In einer großen Vernehmung im Januar ist laut Walch von dem Jungen keine Rede mehr. Diesmal lautet die Begründung Mannichls, er habe das Messer geholt, weil ihn ein angebrochener Lebkuchen geärgert habe und er den ordentlich abschneiden wollte. Diese Vernehmungen seien in den Augen Mannichls falsch wiedergegeben worden, sagt sein Anwalt Frank.
"Ich werde auf Grund der Beschwerde prüfen, ob diese Presseauskünfte mit der Aktenlage übereinstimmen", sagte Generalstaatsanwalt Strötz dazu. Die Prüfung werde wohl bis Ende Januar dauern. Auf Nachfrage erklärte der Generalstaatsanwalt, dass man bei einem dienstaufsichtlichen Vorgang wie diesem immer den Fall und die Bewertungen dazu prüfe.
Derzeit halten die Ermittler die unterschiedlichen Aussagen Mannichls für "ermittlungshemmend, aber durchaus plausibel". Man zweifle nicht am "Kerngehalt" der Aussage Mannichls, hatte Walch im SZ-Interview betont. Nur wer etwas auswendig gelernt habe, könne etwas mehrmals gleich erzählen.
Der Streit ist auch deshalb bemerkenswert, weil Mannichl und Walch beruflich miteinander zu tun haben. Mannichl ist mittlerweile niederbayerischer Kripochef und damit oft in Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Passau. In Polizeikreisen hat man die Sorge, ob der Konflikt noch eine vernünftige Zusammenarbeit zulässt. Generalstaatsanwalt Strötz sagt, er sehe keine Probleme: "Ich denke, beide sind Profis genug, so dass sie sachlich und verantwortungsvoll arbeiten können."
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(SZ vom 19.12.2009)
Probleme beim Berliner Flughafen lange bekannt
Die neueste Antwort
auch mannichl wird sich verantworten müssen, sollte ihm vortäuschung einer straftat nachgwiesen werden.
Der General wird sicher Licht ins Dunkel bringen.
Hahahahahahaha....
vielleicht hängen da zur Weihnachtszeit die Unschuldslebkuchen.
Lebkuchenmesser, vielleicht das Unwort des Jahres.
Was soll das?
Die Bayerische Justiz bringt es ja nicht mal fertig, 2 Regensburger Polizisten hinter Gitter zu bringen, die einen mutmasslichen Küchenmesserstecher mit 13 Schüssen (7 davon Schüssen in den Rücken) töteten. .... In Worten: !! SIEBEN Schüsse in den Rücken !!
Der eigentliche Skandal ist, dass die MassenMainstreamMedien zu diesem Fall absolut schweigen. DER Beweis für ein verschwörerisches Konglomerat aus Politik-Justiz-Medien im KapitalFaschismus.
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