Oberkotzau Künftiger Schulrektor in AfD-Kreisvorsitz gewählt

Bisher war der Pädagoge nur Beisitzer im Verband Hochfranken. Nach den Sommerferien soll er Rektor einer "Schule ohne Rassismus" werden.

Der künftige Leiter der Grund- und Mittelschule im oberfränkischen Oberkotzau, Gerd Kögler, ist zum Vorsitzenden der AfD Hochfranken gewählt worden. Die Berufung zum Rektor der Schule, die sich als "Schule ohne Rassismus" präsentiert, hatte im Februar bundesweit Aufsehen erregt.

Zu der Zeit war der Pädagoge lediglich Beisitzer des AfD-Kreisvorstands. Mitglieder des Elternbeirats in Oberkotzau (Kreis Hof) hatten sich irritiert geäußert. Auch Abgeordnete von SPD und Grünen hatten Bedenken formuliert. Die Regierung von Oberfranken hatte darauf hingewiesen, dass Kögler auf "die Rechte und Pflichten beamteter Lehrkräfte im Zusammenhang mit einer politischen Tätigkeit" hingewiesen worden sei. Auch wurde ein Gespräch angekündigt, in dem "Gelegenheit zur Diskussion" innerhalb der Schulfamilie geboten werden sollte.

Kögler betonte am Donnerstag im SZ-Gespräch, dieses Gespräch sei "konstruktiv" verlaufen, es habe "keine Differenzen gegeben". Kögler soll sein Amt als Rektor in Oberkotzau nach den Sommerferien antreten. Er werde sein politisches Amt auch als Kreisvorsitzender der AfD "strikt trennen" von seiner Tätigkeit als Rektor. Er habe dies auch schon so gehalten, als er noch Mitglied der SPD gewesen sei. Im Übrigen präsentiere sich die Münsterschule in Hof, die Kögler bisher leitet, ebenfalls als "Schule ohne Rassismus". Für rechtspopulistische Äußerungen innerhalb der AfD "stehe ich nicht gerade", sagte Kögler. Er teile dergleichen Äußerungen weder in Form noch Inhalt. Als neuer AfD-Kreisvorsitzender werde er nun versuchen, "verstärkt kommunale Themen zu besetzen".

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