Oberfranken Filmdreh löst Großeinsatz der Polizei aus

Falscher Alarm: Ein unangemeldeter Filmdreh mit einem bewaffneten Mann hat in Oberfranken einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Beamten gingen von einem Ernstfall aus und nahmen sieben Beteiligte fest.

Blinder Alarm: Ein unangemeldeter Filmdreh mit einem bewaffneten Mann hat in Oberfranken einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Beamten gingen von einem Ernstfall aus und nahmen sieben Beteiligte fest, wie das Polizeipräsidium in Bayreuth am Mittwoch mitteilte.

Am Nachmittag hatte ein Zeuge beim Polizeinotruf angerufen und von einem bewaffneten Mann berichtet, der mit einer Sturmhaube aus einem schwarzen Wagen ausgestiegen sei. Sofort rückte eine Reihe von Streifenwagen an. Als ein Mann mit blutverschmiertem Hemd und einer Pistole in den dunklen Wagen einstieg, nahmen die Beamten ihn mit vorgehaltenen Waffen fest. Der Mann beteuerte, es handele sich nicht um einen Ernstfall, sondern um Dreharbeiten. Erst dann hätten sich sechs weitere Personen gezeigt, die sich mit ihrer Kamera in einer Fußgängerunterführung postiert hatten. Vor Schreck ließen sie zwei zusätzliche Pistolen auf den Boden fallen.

Die Gruppe wurde vorübergehend festgenommen und zur genauen Klärung mit zur Wache genommen, wie das Polizeipräsidium berichtete. Gegen die fünf Männer und zwei Frauen im Alter von 22 bis 31 Jahren werde unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Drei Spielzeugpistolen, die wie echte Waffen aussahen, und drei Sturmmasken wurden sichergestellt.