Heß-Gedenkmarsch und eine Gaststätte in der Hand der NPD? Das geht nicht, finden viele Bürger und gehen gegen Rechtsextreme auf die Straße.
Mehr als 2000 Menschen haben am Samstagnachmittag in den beiden oberfränkischen Städten Wunsiedel und Warmensteinach gegen Rechtsextremismus demonstriert. In Warmensteinach protestierten die Demonstranten gegen den geplanten Verkauf eines Hotels an die rechtsextreme NPD. In Wunsiedel feierten die Einwohner einen "Tag der Demokratie".
Warmensteinach demonstriert gegen NPD. (© Foto: ddp)
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Zuvor hatten sich die beiden Kommunen erfolgreich gegen von Neonazis geplante Gedenkkundgebungen für den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß zur Wehr gesetzt. Das Bundesverfassungsgericht hatte die Verbote beider Veranstaltungen bestätigt. Eine spontan geplante NPD-Ersatzversammlung im oberfränkischen Forchheim wurde vom zuständigen Landratsamt am Samstag ebenfalls untersagt.
In Warmensteinach demonstrierten nach Polizeischätzungen rund 2000 Menschen unter dem Motto "Warmensteinach ist bunt, nicht braun" gegen den Hotel-Verkauf. Der Luftkurort war mit bunten Luftballons geschmückt. Die Demonstranten zogen durch den Ort, eine Abschlusskundgebung war im Kurpark geplant. In Wunsiedel zogen etwa 250 Demonstranten durch die Altstadt zum Marktplatz.
Der Sprecher der Bürgerinitiative "Wunsiedel ist bunt", Karl Rost, zeigte sich mit der Beteiligung "sehr zufrieden". In der oberfränkischen Stadt, in der Hitler-Stellvertreter Heß begraben ist, fand letztmals im Jahr 2004 ein Neonazi-Aufmarsch statt. Alle weiteren Versuche wurden seitdem gerichtlich unterbunden. Auch am Wochenende hatten sich die Neonazis erneut in Wunsiedel treffen wollen. Am Sonntag jährt sich Heß' Todestag zum 21. Mal.
Weil die Gedenkveranstaltung dort verboten wurde, planten die Neonazis eine Ersatzveranstaltung in Warmensteinach, anschließend in Forchheim.
(ddp-bay/bica)
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Die neueste Antwort
Daß Sie und viele andere Journalisten die politische Verortung "Rechts" ständig mit
Rechtsextremismus gleichsetzen, im Falle von Linksextremismus aber dagegen nur
von "Links" sprechen und schreiben, ist ein Skandal!
Damit nicht Mißverständnisse aufkommen, gegen Rechtsextremismus zu sein ist
selbstverständlich löblich, auf der anderen Seite aber Linksextremismus als "Links"
zu verharmlosen, aber sehr unlöblich! Nehmen Sie zur Kenntnis, daß Sie keine
Berechtigung haben, Begriffe falsch zu besetzen, ein anderes Beispiel für falsche
begrifflichkeit ist die Ersetzung des Wortes "Einwanderer" durch "Wanderer", wie sie
seit 3 Jahren vorgenommen wurde, weil der Ifo-Institutsleiter Prof. Hans-Werner Sinn
den Begriff "Einwanderung in unser Sozialsystem" prägte. (Er war auch aufgrund von
Drucks seitens der Politik und Medien nicht bereit, dies zurückzunehmen, worauf "man"
glaubte, durch die Umschreibung von Immigranten in Migranten die mögliche Brisanz
zu nehmen.)
den Kopf nicht zu heftig schütteln-Schütteltrauma!!!
der Franken gefällt mir richtig gut :-) Ich hoffe das zieht sich durch die gesamte Republik :-)
Klasse, je mehr Menschen auf die Straßen gehen desto besser :-)
Vielleicht kapieren die rechten Gesinnungsfreunde so irgendwann, dass sie nicht erwünscht sind. Wo Leben ist, ist ja bekanntlich auch Hoffnung.