In aller Ruhe wollten die Gläubigen in Rennertshofen in der Früh den Rosenkranz beten. Doch auf der Empore vergnügte sich ein Liebespaar.
Das Schäferstündchen während eines Rosenkranz-Gebetes wird sowohl dem beteiligten Paar als auch der Kirchengemeinde im oberbayerischen Rennertshofen lange im Gedächtnis bleiben.
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In Rennertshofen vergnügte sich ein Liebespaar auf der Kirchenempore. (© Foto: dpa)
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Ein Polizist und seine Freundin hatten sich am Silvestermorgen ausgerechnet die Empore einer Kirche als Liebesnest ausgesucht. Offensichtlich glaubten sie, dort einige Zeit ungestört verbringen zu können. Die Tür der Kirche war an dem Morgen nicht verschlossen gewesen.
Doch was sie nicht wussten: Vor der Frühmesse trafen sich die Gläubigen zu einem Rosenkranz-Gebet. Diesen entging nicht, was sich da gerade auf der Empore tat.
Nachdem die etwa 25 Teilnehmer der Andacht die eindeutigen Geräusche gehört hatten, stieg eine Frau auf die Orgel-Empore der geschmückten Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Dabei entdeckte sie das Duo, das daraufhin - sichtlich geschockt - so schnell wie möglich die Pfarrkirche verließ.
Zeugen erkannten den Mann. Pfarrer Nikolaus Maier erstatte Anzeige wegen Störung der Religionsausübung. "Es ist bedauerlich, dass jemand so jeden Haltes beraubt ist, dass er so etwas tun kann", kommentierte er den Vorfall laut Medienberichten in einer späteren Predigt. Die Partnerin konnte zunächst nicht identifiziert werden.
Für den 26-jährigen Polizisten hat das jetzt ein unfreundliches Nachspiel. Der Mann sei sofort vom Dienst suspendiert worden, bestätigte ein Polizeisprecher an diesem Montag.
Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei einer Verurteilung drohen dem Pärchen im schlimmsten Fall Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.
Wie lange der Mann vom Dienst suspendiert bleiben wird, sei noch unklar und hänge vom Ausgang des Strafverfahrens ab, sagte ein Polizeisprecher. "Die Suspendierung war erstmal eine Sofortmaßnahme und soll ein deutlicher Fingerzeig sein. Das Vertrauen zu dem Kollegen ist natürlich erheblich beeinträchtigt und sein weiterer Dienst zunächst einmal nicht erwünscht."
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(SZ vom 04.01.2010/dpa/bica/gba)
Gewalt in Syrien
Die neueste Antwort
ist es aber wirklich so, wie ich es beschrieben habe. Das war ein Hinweis auf das Beamtenrecht, keine Wertung des Verhaltens.
Aber solche Handlungen darf man nicht während des Gottesdienstes (auch der Rosenkranz gehört dazu) vollziehen.
Außerdem hat er sich nicht beim Pfarrer entschuldigt, damit hat er
auch keine Vergebung erlangen können. Wenn er sich hinterher im Laufe des Tages entschuldigt hätte, hätte der Pfarrer keine Anzeige erstattet Der Pfarrer sagte in einem Interview, das er keine Anzeige erstattet hätte, wenn er sich noch am selben Tag entschuldigt hätte. Am nächsten Tag hat er dann die Anzeige erstattet.
....hätten die Ruhestörer wahrscheinlich eine handfeste Prügel bezogen und das öffentliche Gezeter in unseren Apeasementmedien hätte noch Steigerungen erfahren.
Wenn es in einer Synagoge passiert wäre, hätte sich möglicherweise Frau Merkel offiziell entschuldigt.
Eins steht doch ohne Zweifel fest, in allen sakralen Räumen ist Anstand geboten und sind die Gefühle der jeweiligen Religionsanhänger zu respektieren, wie es in unserer Verfassung festgeschrieben ist. Leider ist dieses Gefühl von Anstand heutzutage bei manchen Zeitgenossen mangels Erziehung und Bildung abhanden gekommen und ein Kübel von Häme und Spott von intoleranten Kirchenkritikern ergießt sich über einen unschuldigen Landpfarrer mit seinen "Schäfchen". Hier werden Ursache und Wirkung verwechselt.
Ich möchte den multikulturellen Aufschrei erleben, wenn das Ganze in einer Moschee im Ruhrpott stattgefunden hätte.
Mit oder ohne Minarett.
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Auf der Empore ?
Empörend !
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