Keiner der Kandidaten konnte bei der Wahl zum Oberbürgermeister eine Mehrheit erreichen. Jetzt muss in Weiden die Stichwahl entscheiden.
Vor der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt im oberpfälzischen Weiden hoffen beide Kandidaten auf zusätzliche Stimmen durch eine bessere Wahlbeteiligung.
Wer als neuer Oberbürgermeister in das Rathaus von Weiden einzieht, muss eine Stichwahl entscheiden (© Foto: dpa)
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Am Sonntag konnte keiner der fünf Kandidaten im ersten Wahlgang die nötige absolute Mehrheit erreichen. Am 29. Juli werden deshalb der CSU-Kandidat Lothar Höher und der Weidener SPD-Ortsvorsitzende Kurt Seggewiß gegeneinander antreten.
Beim ersten Urnengang war am Sonntag der Favorit Lothar Höher (CSU) auf 41,7 Prozent gekommen. Der SPD-Bewerber Kurt Seggewiß schnitt mit 37,6 Prozent überraschend gut ab, die drei anderen Kandidaten hatten keine Chance.
Die Beteiligung lag allerdings nur bei 54,4 Prozent. Die vorgezogene Wahl war nötig geworden, weil der doppelt vorbestrafte bisherige OB Hans Schröpf (CSU) vor wenigen Monaten zurückgetreten war.
Beobachter hatten damit gerechnet, dass sich CSU-Mann Höher deutlicher von seinen Konkurrenten absetzen kann und in den Bereich der 50-Prozent-Marke kommt. Es gilt als Überraschung, dass der SPD- Bewerber relativ knapp hinter den 53 Jahren alten Christsozialen gelandet ist.
Angesichts des ersten Ergebnisses sieht der 49 Jahre alte Seggewiß für sich deutlichen Rückenwind für die Entscheidung am 29. Juli. Das Ergebnis des ersten Wahlgangs sei eine Folge der Schröpf-Skandale gewesen und für ihn "überwältigend", sagte der Weidener SPD- Vorsitzende.
Die Bürger hätten nach den zahlreichen Negativ-Schlagzeilen zeigen wollen, dass auch in Weiden die Uhren normal gehen. "Wir brauchen einen Neuanfang", meinte Seggewiß.
Auch Höher räumte ein, dass die Ära Schröpf beim ersten Wahlgang eine Rolle gespielt und er mit einem besseren Ergebnis gerechnet habe. "Das war eine Quittung für die CSU", sagte der 53-Jährige. Er habe sich zwei bis drei Prozent mehr Stimmen erhofft.
Höher geht aber davon aus, dass die Bürger zwischen Partei und Kandidaten unterscheiden und er deshalb im zweiten Wahlgang vorne liegen wird: "Ich glaube nicht, dass das eine persönliche Watschn für mich war.'' Der 69-jährige Schröpf war zwei Mal wegen im Amt begangener Straftaten verurteilt worden.
Dennoch wollte er nach 31 Dienstjahren regulär bis 2008 im Amt bleiben. Erst nach massivem Druck auch von Parteifreunden reichte Schröpf sein Entlassungsgesuch ein, das mit gesundheitlichen Problemen begründet wurde. Bei einem Rücktritt aus politischen Gründen hätte Schröpf eine niedrigere Rente erhalten.
(dpa)
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Aye aye Käptn: ich wollt ja auch sagen "meine heimliche Hauptstadt der Oberpfalz" :-)
...aber den Rest nehm ich nicht zurück...
Schon mal was von Regensburg gehört?
Das wichtigste ist, dass kein Krimineller mehr die Hauptstadt der schönen Oberpfalz regiert!