Der harte Kurs der CSU beim Nichtraucherschutz findet nicht nur Unterstützer. Vor allem die Wiesn-Wirte sehen sich vor unlösbare Probleme gestellt.
Das geplante absolute Rauchverbot in Bayerns Gaststätten und Festzelten stößt auf heftige Kritik einiger Gastronomen. Vor allem die Münchner Wiesn-Wirte kritisieren die strikte Regelung, die keine Ausnahmen vorsieht - auch nicht für das Münchner Oktoberfest. Die Opposition im Landtag und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband begrüßten dagegen den Beschluss der CSU-Landtagsfraktion vom Mittwoch.
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Bayern vorn - der Spruch gilt auch für das Rauchverbot. Die von der CSU beschlossene Regelung ist die konsequenteste in Deutschland. In Gaststätten und öffentlichen Gebäuden soll es keinerlei Ausnahmen geben. (© Foto: ddp)
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"Ich bin im Prinzip eine Verfechterin der Liberalitas Bavariae, auch im Bierzelt", sagte Gabriele Weishäupl, Chefin des Münchner Tourismusamtes. "Ich fand es eher erfreulich, dass die Wirte nicht dieser Problematik ausgesetzt werden." In einem Zelt mit 6000 oder 10.000 Menschen sei ein Rauchverbot eine Frage der Durchsetzbarkeit und könne zum Sicherheitsproblem werden, wenn etwa Gäste zum Rauchen vor die Tür gingen, anschließend aber nicht mehr ins Zelt kämen.
Der Streit zwischen Rauchern und Nichtrauchern im alkoholisierten Zustand könne ebenfalls zu Problemen führen. Verantwortlich für die Einhaltung des Verbots sei jeweils der Wirt. "Ich würde es natürlich nicht so bierernst nehmen mit dieser Kontrolle und es nicht preußisch verbissen durchziehen", verspricht Weishäupl.
"Ein Schnellschuss gegen die Tradition und gegen die Vernunft und reiner Populismus", ist die Entscheidung für Toni Roiderer, den Sprecher der Wiesnwirte. "Ich brauch' kein Gesetz, das ich nicht durchsetzen kann!" Die Wirte hätten natürlich nichts gegen einen Schutz der Nichtraucher. In Gaststätten sei das Rauchverbot "kein Thema". "Aber lasst doch die Wiesn außen vor!" Die Zelte seien 15 Meter hoch, und man habe die Belüftung erst kürzlich verbessert.
Der bessere Weg sei es, erst einmal Erfahrungen mit rauchfreien Räumen zu sammeln, und dann in ein paar Jahren erneut über ein Rauchverbot auch auf der Wiesn nachzudenken. Wie man als Wirt für die Einhaltung des Rauchverbots sorgen solle, ist Roiderer ebenfalls ein Rätsel. "Was ist, wenn sich in jeder Zeltecke ein Grüppchen einen Spaß macht und raucht? Dann muss ich die Folgen tragen."
Die Anzahl seiner Ordner sei ohnehin bereits von 20 auf 80 gestiegen. "Und dann brauche ich 120. Das muss ja auch alles bezahlt werden." "Gesetz ist Gesetz, da können wir nichts machen", findet Peter Pongratz, Wirt des "Winzerer Fähndl" und des "Paulaner am Nockherberg". Er ist damit der Gastgeber beim Starkbier-Anstich. "Das wird auf jeden Fall eine höhere Zahl an Sicherheitskräften und einen enormen Kostenanstieg bedeuten, was sich auch auf die Preise auswirken könnte."
"Große Koalition zum Schutz der Nichtraucher"
Die Frage der Überwachung des Rauchverbots bewegt auch den Bayerischen Landkreistag. Man habe überhaupt nichts gegen einen konsequenten Schutz der Nichtraucher, sagte eine Sprecherin, es bleibe jedoch die Frage der Kontrollen. Da der Gesetzentwurf die Zuständigkeit bei den Kreisverwaltungsreferaten vorsieht, müsse nun geprüft werden, ob das nicht zu viel Aufwand für die Landratsämter bedeute. Letztlich setze man jedoch darauf, dass die soziale Kontrolle der Nichtraucher ein Einschreiten überflüssig mache.
Kritik an der Entscheidung kam von der FDP. Die Liberalen seien immer für einen Nichtraucherschutz in öffentlichen Räumen gewesen, sagte Generalsekretär Martin Zeil. "Wirte und Gäste jedoch staatlich zu bevormunden ist total überzogen." Demnächst werde es um ungesundes Essen und Alkohol gehen, sagte Zeil. Lob bekam die CSU-Fraktion dagegen von der Opposition im Landtag. SPD-Gesundheitsexpertin Katrin Sonnenholzner begrüßte die "göttliche Eingebung in der Mehrheitsfraktion".
Sie sei nun auf die von der SPD vertretene Position eingeschwenkt. Damit werde eine "große Koalition zum Schutz der Nichtraucher möglich". Auch die Grünen verwiesen auf einen Gesetzentwurf, den sie bereits im Januar vorgelegt hätten und forderten eine schnelle Umsetzung. Die CSU dürfe keinesfalls vor der Kritik der Wirte einknicken, sagte Barbara Rütting.
Siegfried Gallus, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes zeigte sich erfreut über den Beschluss. Er selbst war lange schon - trotz massiver Kritik aus dem eigenen Verband - für ein absolutes Rauchverbot eingetreten.
(SZ vom 26.10.2007)
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Ich ahnte es, dass Sie die Frage nicht beantworten. Was ich nicht wußte, dass Sie sie nicht verstehen. Wenn man überfordert ist sollte man sich auch nicht an solchen Foren beteiligen. Es ist unser aller Lebenszeit, die mit solchen Kommentaren ohne Inhalt und Sinn vergeudet wird. Einen Tip noch für Sie, den Steuerfan. Geben Sie doch Ihr gesamtes Einkommen gleich ab und lassen Sie sich einen Berechtigungsschein für die Suppenküche aushändigen. Rauchen u. Trinken tun Sie ja nicht. Ein paar Klamotten gibt es sicher auch umsonst. Also alles Gute in und zu Ihrem ,, Leben''.
Unser Dialog wird sicher u. auch berechtigt andere langweilen. Mich wundert es nur, was alles für merkwürdige Argumente herhalten müssen um das Gestz zu rechtfertigen.
Sie wundert es offensichtlich nicht, dass in Brüssel Massen von sonst nichtssagenden Scheinpolitikern sitzen, denen an Mangel von Themen nun das Rauchverbot eingefallen ist.
Basis: Teile und Herrsche. Diese Leute beten sie auch noch an und brauchen offensichtlich jemand, der ihnen sagt wo es lang geht. Zu weit wichtigeren Problemen können sie sich doch mal äußern, weil sie doch die Angestellten als Beispiel anführen.
Warum gibt es denn Millionen Arbeitslose und wie kann man dieses übel für immer beseitigen, möglichst Weltweit. Denken Sie mal nach.
Darum geht es doch gar nicht. Es geht um das Verbot im Allgemeinen. Haben sie schon mal im Krankenhaus im Bett jemanden mit einer Zigarette gesehen? So ein Quatsch, dies als Argument zu bringen. Straßenbahn, U - oder S - Bahn u.ä. wird schon lange nicht geraucht. Dem Gaststättenbesitzer muss es wohl überlassen sein, was man bei ihm darf,
ansonsten ist es ein Eingriff in eine Unternehmen. Sie sollte mal Tucholsky lesen, was der zu deutschen Verboten geschrieben hat.
Wenn Raucher drohen, wegen eines Rauchverbots keine Gaststätten mehr zu besuchen, zeigen sie einmal mehr, dass sie Sklaven ihrer Sucht sind.
Vielen Dank allen Politikern, die sich ehrlich für den Nichtraucherschutz engagieren!
@jens57:
""Echte Nichtraucher" haben nie geraucht. "
Was man von Ihnen als regelmäßigem, und anscheinend überzeugte Passivraucher wohl nicht behaupten kann. Ihre Definition ist jedenfalls vollkommen absurd.
@Boembel:
"Durch die Verschärfung des Rauchverbots in Bayern, wird das Sterber der Dorfgaststätten nur noch beschleunigt."
Bla, bla, bla ...
Gibt es etwa erst Gaststätten seit in Amerika der Tabak entdeckt wurde? Geht die Mehrheit der Menschen etwa generell zum Rauchen in eine Gaststätte? Wenn wirklich 95 % der Gäste ihrer Schwiegereltern Raucher sind, dann scheint dort ein Fehler im Konzept vorzuliegen. Das Sterben der Dorfgaststätten hat - wie sie selbst schreiben - auch schon vor dem Rauchverbot eingesetzt. Warum wohl werden verrauchte Orte von Nichtrauchern (und zwar solchen die sich und ihre Kinder auch nicht passiv rauchen lassen wollen) gemieden? Den Rauchern - übrigens eine Minderheit in unserer Gesellschaft - wäre es natürlich lieber zum Schutze der Gesundheit der Nichtraucher ein Zutrittsverbot für Familien mit Kindern zu erlassen. Für diejenigen die es noch nicht gemerkt haben: Viele Familien mit Kindern und andere Nichtraucher meiden Gaststätten in Ermangelung eines Rauchverbots ohnehin. Zu viele Raucher pusten auf asoziale Weise Minderjährigen ihren Dreck ins Gesicht. Diese Asozialen wollen Minderjährige, Allergiker und Asthmatiker ausgrenzen. Rauchern ist es durchaus zuzumuten für eine Zigarette ein paar Schritte vor die Tür zu gehen. Selbst in einem Bierzelt auf der Wiesn ist das praktikabel. Jeder der schon mal dort war und etwas objektives Urteilsvermögen besitzt weiß das. Nichtraucher können nicht zwischendurch vor die Tür gehen, um vom Tabakrauch verschont zu werden. Wenn man die Kommentare vieler Raucher und deren Sympathisanten liest, könnte man glatt glauben, das Rauchen an sich sei verboten worden. Als seien Raucher plötzlich politisch verfolgte, die sich gezwungen fühlen, im qualmophilen Ausland Asyl zu beantragen - lachhafte Reaktionen von Süchtigen, die einen Entzug fürchten, eben. Natürlich sind nicht alle Raucher so verantwortungslos. Viele sehen im Nichtraucherschutzgesetz sogar die Chance, selbst leichter aufhören zu können.
Wenn Raucher drohen, wegen eines Rauchverbots keine Gaststätten mehr zu besuchen, zeigen sie einmal mehr, dass sie Sklaven
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