Für das bayerische Volksbegehren gegen das Rauchen in Kneipen wird es knapp. Die Nichtraucher-Schützer wollen in letzter Minute noch Unterstützer mobilisieren.
Für das bayerische Nichtraucherschutz-Volksbegehren wird es knapp. Noch fehlen nach Angaben der Initiatioren mehr als 90.000 Unterschriften. Rund 850.000 Menschen hätten sich bisher bei ihren Gemeinden für das Volksbegehren registrieren lassen.
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Bis zum 2. Dezember können die Bayern ein Volksbegehren unterstützen, das ein Rauchverbot für alle Kneipen fordert. (© Foto: dpa)
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"Wir brauchen noch über 90.000 Unterschriften", erklärte Organisator Sebastian Frankenberger am Dienstag in Passau. Die Bürger können bis Mittwoch für eine völlig rauchfreie Gastronomie unterzeichnen.
Sollten sich bis dahin zehn Prozent aller Wahlberechtigten an dem Volksbegehren beteiligen, käme es voraussichtlich im kommenden Jahr zum Volksentscheid an den Urnen, sofern der Landtag nicht zuvor die Initiative aufgreift und ein strengeres Gesetz erlässt.
Die Münchner zeigen wenig Interesse
Die aktuellen Zahlen beruhen auf den Rückmeldungen von etwa 1500 Kommunen im Freistaat, die die Zahl der registrierten Bürger bis Montagabend mitgeteilt haben. Demnach hatten sich zwei Tage vor Ende der Eintragungsfrist knapp neun Prozent der Wahlberechtigten beteiligt.
Das größte Interesse am Nichtraucherschutz gibt es demnach in Mittelfranken und der Stadt Nürnberg, wo sich schon 12,7 beziehungsweise 11,5 Prozent eingetragen haben. Auch in Oberbayern gibt es mit 10,3 Prozent eine überdurchschnittlich starke Beteiligung, die Landeshauptstadt München hinkt mit 8,9 Prozent jedoch etwas hinterher. Am geringsten ist die Beteiligung im Bezirk Schwaben, wo nur 7,7 Prozent der Bürger in die Rathäuser gingen.
Frankenberger will am Ende der Eintragungsfrist noch einmal möglichst viele Menschen erreichen. Die Unterstützer sollten Freunde und Bekannte mit SMS oder E-Mails zum Mitmachen bewegen, sagte er. "Viele Kommunen haben am Mittwoch bis 20.00 Uhr abends geöffnet."
"Es geht um ein Stück Gesundheit"
Auch Mediziner forderten einen Schlussspurt beim Volksbegehren. "Es geht um ein Stück Gesundheit, das so leicht zu haben wäre", erklärten die Ärzte des Münchner Universitätsklinikums in einer Mitteilung.
"Passiv-Rauchen ist nicht nur belästigend, sondern erhöht nachweislich das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben", betonte Professor Dennis Nowak, der Direktor des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des Klinikums.
Für die Uni-Mediziner ist klar: "Rauchen ist kein attraktiver Bestandteil der bayerischen Wirtshauskultur."
Das Volksbegehren wurde zunächst von der ÖDP initiiert. Später schlossen sich die SPD, die Grünen und etliche Verbände der Initiative an. Das Volksbegehren will ein komplettes Rauchverbot in allen Wirtshäusern und Kneipen sowie Volksfestzelten. Ausnahmen wie die einstigen Raucherclubs oder die jetztigen Raucher-Nebenräume soll es künftig nicht mehr geben.
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(sueddeutsche.de/dpa/rasa)
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Die neueste Antwort
Da hat wohl so ein Antirauchdiktaturfanatiker extra Urlaub genommen, um seitenweise marode Gedanken loszuwerden. Vom vielen rumschnüffeln nach Rauch bekommt man eben soe eine Nase. Was haben wir bloß für Mitmenschen. So etwas Kleinkariertes. Ich fasse es nicht. Vielleicht gar noch ein Mann.
"wo doch die jetzige Regelung soooooo toll ist und kein Niochtraucher belästigt wird... "
ähm... ja, oder? das sie schon mal das wort "regelung" verwendet haben: wenn sich ein nichtraucher in einem lokal belästigen lassen möchte, dann muß er dazu ein raucherlokal suchen. das ist die regelung.
wenn er sich in einem speiselokal von rauch belästigen lassen will, dann sollte ihm das nicht gelingen, dort ist das rauchen nämlich verboten (genau wie in bierzelten). diese tatsache steht übrigens nicht zur entscheidung oder zur diskussion.
wenn trotz des verbots zur zeit in verschiedenen lokalen unerlaubter weise geraucht wird, dann gilt es das verbot durchzusetzen, nicht auszuweiten. oder?
indiskutabel11, ich warte auf eine weitere poltisch fragwürdige Antwort
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Ihrem Kommentarfolgend tendiere ich eher wieder zu einer Diktatur mit Redeverbot.
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