Das Sammeln kann beginnen: Für einen Volksentscheid über den Nichtraucherschutz müssen etwa 940.000 Bayern unterschreiben. Von Donnerstag an liegen die Listen aus.
Vier Monate nach der Lockerung des Rauchverbots durch den bayerischen Landtag beginnt am Donnerstag (19.11.) die Eintragungsfrist für das "Volksbegehren Nichtraucherschutz".
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Werbung für das Volksbegehren Nichtraucherschutz in München. (© Foto: dpa)
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Bis zum 2. Dezember müssen sich landesweit zehn Prozent der Wahlberechtigten (etwa 940.000 Menschen) in Unterschriftenlisten eintragen, die in den Rathäusern ausliegen, damit es zu einem Volksentscheid aller Wahlberechtigten kommen kann.
Ziel des Volksbegehrens ist eine Wiedereinführung des strikten Rauchverbots in der Gastronomie - allerdings ohne das Schlupfloch, das bis Ende Juli Raucherklubs ermöglicht hatte. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von ÖDP, SPD und die Grünen, mehreren Organisationen aus dem Gesundheitsbereich, vom Bund Naturschutz und dem Bayerischen Leichtathletikverband.
Die gesundheitlichen Gefahren des Passivrauchens für Erwachsene und insbesondere für Kinder sind erheblich", warnte der ÖDP-Landesvize Klaus Mrasek. Für Kinder erhöhe sich das Risiko, an Infektionen der Atemwege zu erkranken, um 50 bis 100 Prozent.
Mrasek zeigte sich zuversichtlich, dass die "hohe Unterschriftenhürde" übersprungen werden kann: Die Menschen seien nach dem Hin und Her der Landtagsmehrheit "sauer" und wollten sich in den Gaststätten nicht länger "zuqualmen" lassen. "Es wird zwar wieder ein unglaublicher Kraftakt, aber wir haben eine wirklich gute Chance", betonte der ÖDP-Landesvize.
Seit 1998 hat laut ÖDP kein Volksbegehren mehr die nötigen Unterschriften zusammenbekommen.
Die Deutsche Herzstiftung rief am Dienstag dazu auf, beim Volksbegehren Nichtraucherschutz für eine rauchfreie Gastronomie ohne Ausnahmen einzutreten. "Schutz vor Passivrauchen bedeutet Schutz vor Herzinfarkt und zahlreichen anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen", sagt Werner Daniel, Kardiologe am Universitätsklinikum Erlangen und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Herzstiftung.
Unterstützung von den Apothekern
Eine kürzlich veröffentlichte Analyse mehrerer Studien aus den USA, Kanada und Europa habe ergeben, dass die Zahl von Herzinfarkten nach der Einführung eines strikten Rauchverbots in der Öffentlichkeit und damit in der Gastronomie drastisch zurückgegangen sei.
Auch die Psychotherapeutenkammer Bayern appellierte an die Bürger, sich in die Listen einzutragen. PTK-Präsident Nikolaus Melcop betonte, Ziel müsse sein, Nichtraucher uneingeschränkt zu schützen, die Rate der Raucher zu senken und die Zahl der Neu-Raucher vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu verkleinern: "Das verstehen wir unter Gesundheitsschutz", sagte er. Der besondere Schutz von Kindern und Jugendlichen werde von dem gelockerten Gesundheitsschutzgesetz unterlaufen.
Zu den Unterstützern des Volksbegehrens zählen laut ÖDP auch der Bayerische Apothekerverband, der Bayerische Hausärzteverband und die Landesärztekammer, die Deutsche Atemwegsliga, die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Atmungsmedizin, die Deutsche Krebshilfe sowie die Deutsche Lungenstiftung. Auch ein Bündnis aus mehr als 1000 Gaststätten, Bars, Kneipen und Diskotheken habe sich zusammengeschlossen, um für die Angestellten in der Gastronomie einen rauchfreien Arbeitsschutz einzufordern.
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(ddp-bay/bica/jab)
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Üblicherweise ist dies eher die Methode von Leuten, die vom aktuellen Problem ablenken wollen, weil es ihnen unangenehm ist.
Denn Sie tun es mit Ihrem Beitrag.
einverstanden bin, ist es insgesamt nicht hilfreich, wenn man bei einer Thematik/einem Problem darauf hinweist, es gäbe so viele andere wichtige Themenkreise, die noch dazu vorrangiger wären.
Üblicherweise ist dies eher die Methode von Leuten, die vom aktuellen Problem ablenken wollen, weil es ihnen unangenehm ist.
Klar, auch ich kannte einen starken Raucher im Alter von 80, der - in meinem Fall - seine 70-jährige ausschließlich passiv rauchende Frau mit Lungenkrebs beerdigt hatte, den er wahrscheinlich noch zu verantworten hatte. Erstaunlicherweise konnte er aber schlagartig mit dem Rauchen aufhören, als seine Beine gefährdet waren!
Aber ich habe auch einen sehr guten Freund, dessen langjähriges Sterben ich aus erster Hand mitbekomme. Zunächst hat er mit Mitte 40 seinen Kehlkopf verloren und gehörte dann zu den nur rund 30%, welche die Operation 5 Jahre überlebt haben. Vor etwa 3 Jahren hat er dann die Zunge durch Krebs verloren und ernährt sich seither über eine Sonde. Zunächst in den Magen, dann allerdings u.a. wegen eines der von Ihnen angesprochenen Multiresistenz-Keime nun in den Dünndarm, was nicht nur unangenehm, sondern täglich stundenlange Sitzungen am Tropf bedingt. Ach ja, ein paar Zehen hat er mittlerweile auch verloren. Letztlich ist er inzwischen austherapiert und bekommt für ein Minimum an Leben Morphium.
Daher mein Appell, keine Neben"kriegs"schlauplätze aufmachen, sondern beim Thema bleiben. Ein Problem nach dem anderen beseitigen und sich nicht verzetteln.
Ich hätte übrigens kein Problem mit "Raucherclubs", nur bekommen sie die Auflage, dass die Fenster und Türen nicht zur Lüftung geöffnet werden dürfen, sondern jeweils eine geeignete wirksame Anlage einzubauen ist, welche die Abluft reinigt.
Es fasziniert mich schon, dass Raucher immer behaupten, sie nehmen ihre Droge nur wegen des guten Geschmacks auf, ansonsten aber schnellstmöglich irgendwelche Fenster aufreißen, um auch die ganze Nachbarschaft mit ihrem Gestank zu beglücken.
Also bitte eifrige Teilnahme am Volksbegehren in allen Abschnitten!
Der Raucher geht dahin wo Rauchen erlaubt ist, der Nichtraucher dorthin wo es nicht Praktiziert wird es gibt genügend Nichtraucher Lokalitäten. Und das Personal, kann sich nach seinen Gewohnheiten frei entscheiden, arbeite ich im Raucher oder Nichtraucher Gewerbe.
Und dem der hier mit dem Argument kommt "gehen sie mal aufs Land wo es nur eine Gaststätte gibt" der sollte sich vielleicht in diesem Ort Selbsständig machen und ein Nichtraucher Lokal eröffnen, ist doch eine Marktlücke und den Provit hat er auch noch.
Aber er hat auch noch etwas anderes, er bekommt am eigenen Leib zu spüren wie schwer es für manchen Gastronom ist zu überleben.
Ich weiss eigentlich garnicht warum sich Nichtraucher so aufregen, die Gastronomen klagen schon seit jahren über Umsatzverluste, weil das Bier aus der Flasche welches die Nichtraucher zu hause Trinken ja viel billiger ist als das in der Kneipe.
In allen öffentlichen bereichen Ämter, Krankenhäusern, Bahnhöfen, am Arbeitsplatz etc... ist das Rauchen nicht getattet und auch in Speisegaststätten wird man heute keinen Raucher mehr finden, die gehen zwar Essen, aber zum Rauchen gehen Sie vor die Tür.
Nichtraucher gehen noch nicht mal zum Essen vor die Tür, die sind so geizig, die Essen lieber zu Hause, aber über Raucher in Gaststätten aufregen das können Sie sich noch.
Mein Vater ein kräftiger Kerngesunder Mann und Raucher ist ca. 10 Jahre nach "Tschernobyl" gestorben, an einem ziemlich heimtükischem Rückenmarkskrebs der laut aussagen der Ärzte nicht durch das Rauchen verursacht wird sondern eher durch Strahlenbelastung. Mein Vater war ein Natur und Gartenliebhaber und hat jede freie Minute in seinem Garten zugebracht, ich behaupte jetzt mal das sein Krebs durch die Radioaktive Wolke aus Tschernobyl verursacht wurde, die ist nämlich auch über uns hinweggezogen!
Und diese Tatsache beunruhigt mich als Nichtraucher viel mehr, bei unserer derzeitigen Atompolitik, ich lebe nämlich in der nähe von Kernkraftwerken!
Jetzt könnten ja die ganz schlauen Nichtraucher unter ihnen sagen " warum wohnst du da, zieh doch woanders hin?" was würde ich dann wohl Antworten...?
Es gibt wirklich dringendere Probleme in unserem Land, als den Nichtraucherschutz, worum man sich kümmern sollte. Wenn hier schon von Passivrauchertoten gesprochen wird, was ist denn mit denen die jedes Jahr an Sepsis(Keime) sterben, deren Zahl ist nämlich erschreckend hoch bei uns in Deutschland, viel höher als die, die an kaltem Rauch sterben!
Und warum sterben so viele an tödlichen keimen in deutschen Krankenhäusern, weil es bei uns lauter bornierte, besserwisserrische und alles wissende Politiker gibt, die von nichts eine Ahnung haben.
In den Niederlanden z.Bsp. wir jeder Patient der ins Krankenhaus eingeliefert wird zunächst isoliert und auf Keime getestet, eine wirklich gute Sache, dort gibt es nämlich fast keine Sepsis Toten.
Politiker hier zu lande beherzigen wahrscheinlich den Satz von Helmut Kohl vom "Sozial verträglichem Ableben" und das betrifft sowohl Raucher als auch jene die an keinem sterben.
Denn, je mehr Menschen vorzeitig versterben desto weniger wird die Rentenkasse belastet, ist doch so; oder Frau Merkel?
Die Nichtraucher sollten vorsichtig sein, wenn sie das Rauchverbot durchsetzen und immer weniger Menschen zur Zigarette greifen, denn auch Sie leben von den Steuereinnahmen.
Nur in den ausbau, die Moderniesierung von Krankenhäusern und unser Gesundheitswesen fliesst wahrsheinlich der kleinste Teil dieser Tabaksteuer, genau so wie die Mineralölsteuer nur zu einem geringen Teil für den Ausbau unserer Strassen verwendet wird, wie Makaber!
Meine Frau ist Krankenschwester die hat vor eineigen tagen eine Unterhaltung mit ihrer Kollegin gehabt, die sagte "ich finde es gut wenn in Restaurants nicht mehr geraucht wird, wenn man Essen geht wird man nicht mehr durch Rauch belästigt"
daraufhin hat meine Frau gefragt " wie oft gehst du denn mit deinem mann zum Essen" Antwort " wir gehen nicht Essen, das ist uns zu Teuer wir machen das lieber zu Hause"!
So ich galube das muss man nicht mehr Kommentieren.
Nun haben wir in Bayern also die Möglichkeit, den Vertretern der CSU deutlich zu machen, dass wir den ursprünglichen Gesetzentwurf zum Nichtraucher-Schutz garnicht so schlecht fanden ... diese Gelegenheit sollten wir nutzen.
Mich wundert nur, dass die von der Tabakindustrie gemästeten Liberalen noch keine "Anti-Nichtraucherschutz"-Initiative auf den Weg gebracht haben ... na ja, so mancher Arzt erfüllt die selbe Funktion.
Paging