Der bullige Bordin macht nach wie vor von sich reden. Zwischendurch war der 32-Jährige Vorsitzender der bayerischen Jungen Nationalen, im Oktober dieses Jahres wollte er offenbar als Eventmanager ins Immobiliengeschäft der NPD einsteigen. Vor allem mit dem Interesse am Traditionsgasthaus Gruber in Halsbach bei Altötting machte er Schlagzeilen.
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Mittlerweile kehren einige der mit Martin Wiese Verurteilten ins normale Leben zurück. Auch in ihr altes Münchner Umfeld.
Und noch einer spielt eine prominente Rolle in diesem Netzwerk aus gewaltbereiten, rechtsextremistischen Aktivisten: Es ist der verstorbene Altnazi Friedhelm Busse. Er gilt als eine Art Ikone unter den Freien Kräften, als Kämpfer für den Umsturz.
Wie die Wut steigt
Als 15-Jähriger hatte sich Busse freiwillig zur Waffen-SS gemeldet. Später war er Vorsitzender der verbotenen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP). Unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz saß Busse eine mehrjährige Haftstrafe ab. Im Knast lernte er Norman Bordin kennen: Ihn ernannte er zum Kronprinzen, zu seinem Nachfolger in der "Führung des Nationalen Widerstandes".
In den Jahren vor seinem Tod war Busse hager geworden. Die Wangenknochen eingefallen, die Haare zerzaust. Doch die Augen hatten nach wie vor ein fanatisches Glänzen. In diesem Sommer ist er gestorben - und für ihn kämpft nun die nächste Nazi-Generation, vielleicht auch Leute wie Sabrina und Manuel H.
Am 26. Juli kommen die Rechtsradikalen nach Passau - auch das Ehepaar. Sie treffen sich auf dem Friedhof hinter der Dorfkirche St. Korona, am Grab von Friedhelm Busse. Es kommt so viel Prominenz aus der Neonazi-Szene, dass die beiden kaum auffallen. Unter den Trauergästen sind alte Bekannte wie Norman Bordin, Philipp Hasselbach - und ein ehemaliges Mitglied der Wiese-Gruppe. Neonazi-Aktivist Thomas Wulff legt die verbotene Reichskriegsflagge mit dem Hakenkreuz auf das Grab - für den Rechtsstaat eine Provokation.
Wenig später lässt die Passauer Polizei, geleitet von Alois Mannichl, das Grab öffnen. Die Polizei wollte klären, ob es sich bei der Fahne um die verbotene Version der Reichskriegsflagge handelt.
Der Hass der Kameraden am äußersten rechten Rand steigt. Zu ihrer verqueren Ideologie gehört auch die Verklärung der Vergangenheit, die Ehre der Gefallenen. Die Aktion der Passauer Polizei überhöht die Märtyrerfigur Busse zusätzlich.
Der Streit zwischen den Passauer Beamten und der rechtsextremen Szene hat jedoch schon eine längere Vorgeschichte. Besonders deutlich wurde der Konflikt im Januar 2007: Rechtsextreme luden damals zu einer Reichsgründungsfeier nach Passau - mit Altkader Busse als Redner. Doch als dieser vor dem Lokal aussteigen wollte, hinderte ihn ein Polizist daran. Für die NPD ein Akt "mit brutaler Gewalt", der für hitzige Debatten auf rechtsextremen Internetportalen sorgt. Nutzer fordern: "Rache für Busse."
Der Polizist damals war Alois Mannichl.
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- Haftbefehle im Fall Mannichl Münchner Nazi-Ehepaar in Haft 17.12.2008
- Fall Mannichl Puzzlearbeit der Polizei 16.12.2008
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- Passau Oberstaatsanwalt fordert NPD zur Mithilfe auf 16.12.2008
(sueddeutsche.de/jja/gba)
Vor dem ESC-Finale in Aserbaidschan
Die neueste Antwort
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Einer schrieb am 19.12.2008 09:06:30
anasemanini: @ Tioz "es gibt Demos und Aktionen die von links und von rechts zusammen organisiert werden"
und genau das ist ein Problem: Anti-Amerikanismus, Anfälligkeit für Verschwörungstheorien um die Wektherrschaft, gewisse Sympathien für islamistischen Terror -
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Was heißt "Antiamerikanismus", wenn man gegen Bush ist?
Bush hat zig Millionen Amerikaner in Grund und Boden gerammt. Er ist Antiamerikaner!
Was heißt "Verschwörungstheorien" ? Immer diese Allergien vor diesem Begriff. Offenbar trifft diese Bezeichnung bei der Bushclique ins Schwarze.
Es sind Seilschaften, Logenbrüder, die sich einander so mögen, daß man sie nicht greifen kann.
Wie realitätsfern muß man sein, wenn man die Existenz von Seilschaften leugnet?
Das nennt man in diesen Kreisen "Schaffung befreiter Zonen"! Zitat aus dem Schulungsmaterial der Internetseite von. P. Hasselbach: "Wir müssen Freiräume schaffen, in denen wir faktisch die Macht ausüben, in denen wir sanktionsfähig sind, d.h. wir bestrafen Abweichler und Feinde, wir unterstützen Kampfgefährtinnen [...]. Wir sind drinnen, der Staat bleibt draußen." Ziemlich krank das Ganze...
Dann wurde der Polizist zu Recht niedergestochen?!?! Eine seltsame Einstellung. Ich glaube, so etwas nennt man Selbstjustiz. "Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein."
Ich kann mich noch gut daran erinnern, welch Aufschrei durch die Republik ging, als ein Brief von Christian Klar in der Öffentlichkeit diskutiert wurde - wenn sich aber der Neonazi Wiese mit Sprüchen wie "Weiterführung des nationalpolitischen Kampfes" aus dem Gefängnis zu Worte meldet, dann heißt es wieder mal die "braune Gefahr wird überschätzt" ... was muss denn noch alles passieren, dass diesen Feinden von Toleranz, Freiheit und Menschenrechten die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wird?
@Northerer: Und wie ich die Zeit im Westend genossen habe mit den angehmen Griechen und Türken, die schon länger in München leben als ich. Nicht auszudenken, wie es wäre neben so einem Glatz.kopf vom "Nationalen Widerstand" (braune Sosse) zu leben, der weder Hi.rn noch Verstand hat!
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