Nach Sturmtief "Kolle" Staatsforsten stoppen Fällen von Nadelbäumen

Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) wollen kein Nadelholz mehr fällen, um nach dem zurückliegenden Unwetter einem Überangebot und einen weiterem Preisverfall auf dem Holzmarkt entgegenzuwirken. Der Einschlagsstopp gelte vorerst bis Ende November und betreffe Fichte, Tanne, Kiefer und Lärche, teilten die BaySF in Regensburg mit. Die Situation auf dem Holzmarkt ist nach dem Borkenkäfer-Befall der vergangenen Monate und dem Unwetter am 18. August angespannt. Ausgenommen von dem Stopp sind Laubholz und Holz von Borkenkäferbäumen. Sie werden weiter aufgearbeitet, um eine Ausbreitung des Schädlings zu verhindern. Die BaySF fällen pro Jahr 4,7 Millionen Festmeter Holz, vier Millionen oder 85 Prozent sind Nadelholz. Sturmtief Kolle traf auch den Staatsforstbetrieb Neureichenau, der die Staatswälder in Passau und Freyung-Grafenau bewirtschaftet. Der Schaden dort beträgt einen Jahreseinschlag von 170 000 Festmetern Holz.