Nach Abi-Pleite Schweinfurter Privatschule schließt

25 von 27 Prüflingen sind durchs Abitur gefallen, nun wird die private Fachoberschule in Schweinfurt geschlossen. Den Schülern hat das Kultusministerium angeboten, auf eine staatliche Schule zu wechseln.

Die private Fachoberschule in Schweinfurt, in der 25 von 27 Prüflingen durchs Abitur gefallen sind, wird geschlossen. Die 2011 gegründete Schule habe dem Kultusministerium am Freitag per Mail mitgeteilt, dass es im Schuljahr 2013/14 keinen Unterricht gebe, bestätigte Ministeriumssprecher Ludwig Unger. Zuvor hatten die Main Post und der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

"Wir haben nach der Zukunft der Schüler gefragt, und daraufhin diese Information bekommen", sagte Unger. Die Schule wollte auf dpa-Anfrage keine Angaben machen. Das Kultusministerium hat den Schülern der Jahrgangsstufen 11 und 12 angeboten, auf eine staatliche Fachoberschule zu wechseln.

Die Abi-Pleite war am Donnerstag Thema im Bildungsausschuss des Landtags gewesen. Demnach hatte über die Hälfte der Schüler schon bei der Aufnahme in die Fachoberschule Schwarz einen sehr schwachen Notenschnitt. Außerdem hätten die Lehrer es nicht verstanden, die Schüler zu motivieren.

Die Schule habe keine ausreichenden Konsequenzen aus dem mangelhaften Verhalten der Schüler gezogen, erklärte Ministerialrat Günter Liebl. Außerdem wurden die Schüler erst zu Beginn der 12. Klasse über die Anforderungen der Abiprüfung informiert.

Im schriftlichen Abitur, durch das alle 27 Schüler gefallen waren, hatte es vor allem in den Fächern Mathe, BWR (Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen) und Technologie Probleme gegeben. In Technologie hatten alle 27 Abiturienten Fünfer oder Sechser, in BWR gab es eine einzige Vier, alle anderen waren schlechter. In Mathe schnitten vier Schüler mit Note vier ab, ansonsten gab es nur Fünfer oder Sechser. Zwei Schüler konnten ihre Noten in der mündlichen Prüfung so aufbessern, dass das Abitur insgesamt als bestanden gilt.