Der Bundesverkehrsminister fordert, dass Bayern einen höheren Beitrag zum Bau des Transrapids leistet - und droht mit einem Scheitern des Projekts.
Der Bund und das Land Bayern ringen weiter um die Finanzierung der geplanten Transrapid-Strecke in München. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) fordert von Bayern eine deutliche Erhöhung seines Beitrags für den Bau. Andernfalls könne das Projekt scheitern, warnte er in der Berliner Zeitung.
Die Finanzierung des Tranrapids auf der Münchner Strecke ist keineswegs gesichert (© Foto: AP)
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Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber in der ARD eine höhere Beteiligung des Bundes gefordert und ebenfalls mit dem Aus des Projekts gedroht. Tiefensee sagte, der Bund wolle zwar die Technologie der Magnetschwebebahn entwickeln und "am Ball bleiben bei diesem Projekt - aber nicht um jeden Preis".
Stoibers jüngste Zusage reiche "bei weitem nicht aus, um die Finanzierungslücke zu schließen". Annahmen, der Bund werde die Hälfte der Baukosten tragen, erteilte Tiefensee eine Absage.
Stoiber hatte vergangene Woche bei einem Gespräch der Berliner Koalitionsspitzen rund 460 Millionen Euro für die Transrapid-Strecke von der Innenstadt zum Flughafen in Aussicht gestellt. Die Bundesregierung hat 550 Millionen Euro zugesagt. Die Gesamtkosten werden jedoch auf mindestens 1,85 Milliarden Euro veranschlagt.
- Interview "Ich will ihn gerne haben" 24.08.2007
(dpa)
Rekord in Deutschland
Die neueste Antwort
Da schießt ein Transrapid mit 250km/h wie eine Kanonenkugel in einem 40 km langen Kanonenrohr hin und her. Dafür braucht er dann 10 min.
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Und das gleiche noch einmal auf einer Parallelbahn.
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Für die Feinverteilung im Hbf. München wie auf dem Flughafen muss dann ein Vielfaches dieser Zeit aufgewendet werden.
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Das soll Perspektiven haben?
Diese Drohung ist zu schön um ernst genommen zu werden - ich wäre aber echt begeistert, wenn sich das Projekt Transrapid zum MUC endlich erledigt.
Es ist doch irr: die Jedermann-Bahn wurde privatisiert, hat nun einen Mords-Investitionsstau und soll dennoch an die Börse. Der Crash ist vorprogrammiert. Den Transrapid will die Wirtschaft offenbar selbst nicht haben, also sollen die Kosten für dieses Politikerdenkmal dafür vom Steuerzahler aufgebracht werden. Das kommt davon, wenn in Politik und Wirtschaft nach "Management by Jeans" verfahren wird - an den wichtigsten Stellen sitzen Nieten...
Na hier scheinen einige TR-Feinde schon zu frohlocken, nur weil der Tiefensee ein paar (uralte) Bedenken bezüglich der Finanzierung anbringt, sei der TR jetzt auf einmal gestorben. Wer ernsthaft meint, der Stoiber lässt sich sein bay..., äh, unser deutsches Prestigeobjekt kurz vor der Ziellinie vermasseln, der wird sich noch wundern. Notfalls werden da noch ein paar 100 Millionen draufgelegt, egal woher sie kommen, oder es kommt eine Wischiwaschi-Zusage aus Bayern, man werde sich großzügig an den unvorhergesehenen Kostensteigerungen beteiligen. Und während der Stoiber dann bald als Ruheständler seine Blumen im Garten hinrichtet, werden sich andere weiter ums Geld für den TR streiten. Weil das doch klar ist...
Hoffentlich ist nun bald Schuss mit dem Irrsinn.
Aber vielleicht legt ja Herr Stoiber noch 'ne Schippe drauf, für sein "Gedenkbähnle" (Stoiber-Blitz zum FJS-Airport). Wo kommt nur die Kohle dann plötzlich her? Nächste Aufgabe: Wir basteln uns wieder einen ausgeglichenen Staatshaushalt - Bildung, Infrastrukturverbesserungen für alle, etc., - brauch ma ned, mir san mir!
Das wär ja mal was, wenn zur Abwechslung mal Anzeichen intelligenten Lebens aus dem "Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung" kämen.
Der Herr Tiefensee ist ja schließlich (eigentlich) nicht für Industriesubventionen zuständig, sondern für die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland. Das konnte nach bisherigen der Politik Tiefensees ja schon fast in Vergessenheit geraten.
Bisher wird ja nur in Groß- und Größtprojekte "investiert", ohne die Spur eines Konzepts für einen flächendeckend optimierten Schienenverkehr. Die Schieneninfrastruktur besser nutzbar zu machen, bevor man Geld für Sackgassenprojekte verbrennt, das wär schon mal eine schöne Abwechslung.
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