Barnabas Bögle kommt "der dringenden Bitte" der Erzdiözese nach und übernimmt die Verantwortung für den Umgang mit den Missbrauchsfällen im Internat.
Im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen im Internat des Benediktinerklosters Ettal tritt Abt Barnabas Bögle mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Er komme damit "der dringenden Bitte" der Erzdiözese von München und Freising nach, wie das Erzbischöfliche Ordinariat München am Mittwoch mitteilte.
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Kloster Ettal im oberbayrischen Landkreis Garmisch-Partnekirchen. (© Foto: dpa)
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Abt Barnabas übernehme mit diesem Schritt die Verantwortung dafür, dass in der Abtei gegen die bischöflichen "Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche" verstoßen worden sei.
Die Leitlinien sehen bei Verdachtsfällen eine Meldepflicht an den Beauftragten der Erzdiözese für die Prüfung der Vorwürfe sexuellen Missbrauchs vor. Das Kloster war dieser Meldepflicht nicht nachgekommen.
Die Benediktinerabtei habe Generalvikar Peter Beer am Mittwochmorgen über den Regelverstoß in Kenntnis gesetzt. Beer habe den Abt daraufhin umgehend um seinen Rücktritt ersucht.
Die Erzdiözese München und Freising sehe in dem Rücktritt "einen respektablen und richtigen Schritt, um den guten Ruf der Schule und des Internats zu schützen und eine umfassende Aufklärung sowie eine positive Weiterentwicklung sicherzustellen", hieß es.
(ddp-by/gba)
OB-Kandidatin Nallinger
Die neueste Antwort
Bitte lesen Sie meinen Text gründlich.
Zur Sicherheit hier: Weder teile ich Ihren Standpunkt zur Justizministerin, ganz im Gegenteil
noch
und das noch weit massiver bin ich mit Ihnen uneins zu Abt Barnabas.
Ich stimme Ihnen nur an einem Punkt zu: es ist sicher richtig, dass es "im Durchschnitt" in der "Katholischen Kirche" nicht zu mehr Missbrauchshandlungen gekommen ist, als überall sonst.
Ich stimme Ihnen aber überhaupt nicht zu, wenn Sie es zurückweisen, dass der Staat - und niemand sonst - die Hoheit über die Ermittlung, Verfolgung und Ausurteilung einer solchen Straftat hat.
Wo ich Ihnen massivst entgegentrete: Sie rühmen Marx und dass jener "der Vertuschungsmentalität des Ettaler Abtes" entgegentritt. Wie meinen? Welchen Abt meinen Sie? Doch nicht etwa Barnabas?
Ich kenne den Mann persönlich, ich kenne den Schulbetrieb und den Internatsbetrieb persönlich und gerade Barnabas in diesen Vorwurf zu bringen, ist schlankweg daneben.
Da braucht es die FDP nicht. Die Kirche schadet sich durch Menschen wie Mixa und die vielen Duckmaeuser und Feiglinge, die trotz Wissen den Mund halten, wegschauen und eben nichts tun, um die Institution zu erhalten.
Wie kann ich einer Institution, die die notwendigen Selbstreinigungskraefte nicht (naemlich Straftaeter anzeigen und aufklaeren) hat, vertrauen?
Was macht die Kirche HEUTE, damit diese Faelle NIE wieder vorkommen? Wo ist die institutionelle Antwort?
Was wir sehen sind: Bauernopfer, Verunglimpfungen von Opfern, der Gesellschaft, Politikerschelte und klamheimliche Freude, dass die Evangelen auch ihren Skandal haben.
Ich kenne Pater Barnabas persönlich und kann überhaupt nicht verstehen, dass man ihn mit "dringender Bitte" zum Rücktritt auffordert. Das hört sich, da kann ich andere Kommentare nur bestätigen, wirklich nach einem Bauernopfer an, auf Druck eines Medien-Bischofs, dem es in erster Linie um sein gutes Bild in der Öffentlichkeit geht. Es hätte schon zuvor geeignetere Fälle gegeben, Entschlossenheit zu beweisen. Die Kirche wird so ihre Probleme nicht lösen, so viel ist sicher.
Um Pater Barnabas, der sich um Offenheit und die Auflösung verkrusteter Strukturen bemüht hat, ist es jammerschade. Aber das wird ein Selbstdarsteller wie der Verfasser der "Kapitals" im fernen München nicht begreifen.
...trifft es wirklich den am letzten Verantwortlichen! Er war und ist ein integrer Mensch und gehört der "jungen" Generation Priester an, nicht denen der Ettaler "Tätergeneration". Es tut mir leid um dieses Bauernopfer!!!
Und so seltsam es klingt, jener Pater M. war ein allseits beliebter Erzieher, um den es sehr wohl damals (Anfang/ Mitte der Achtziger) Gerüchte gab ("ging immer so grinsend an uns beim Duschen vorbei..."). Von einem wirklichen Mißbrauch war aber niemandem damals etwas bekannt.
Keine Frage, die Täter gehören verfolgt und bestraft und eine kirchliche Deckung darf es nicht geben!
Ich habe aber durch meine Erfahrungen als Schüler in Ettal schon sehr früh die Feststellung gemacht, daß diese "Instanzen" in schwarzen Roben auch nur Menschen sind und lernte, diese Vertreter der Kirche und den Katholizismus sehr wohl zu trennen.
Paging