Im Fall des mutmaßlich pädophilen Ex-Pfarrers von Riekofen erhebt die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage. Sie wirft ihm 20 Übergriffe auf Messdiener vor.
Gegen den mutmaßlich pädophilen Pfarrer aus der oberpfälzischen Gemeinde Riekofen ist Anklage erhoben worden. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller war wegen des Falls bundesweit unter massiven Druck geraten.
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Wirkungsstätte des pädophilen Priesters:Die Pfarrkirche von Riekofen bei Regensburg. (© Foto: dpa)
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Nach Informationen von sueddeutsche.de muss sich der 39 Jahre alte Geistliche wegen sexueller Übergriffe auf einen Messdiener verantworten.
Laut Anklage soll der Geistliche in Riekofen bei Regensburg in 20 Fällen einen 13-jährigen Jungen missbraucht haben. Dies bestätigte der Anwalt des Geistlichen. In einem Gutachten werde dem Priester "homoerotische Kernpädophilie" attestiert.
Der Mann wurde im August 2007 festgenommen. Bereits im Jahr 2000 war er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er als Kaplan in Viechtach zwei Kinder missbraucht hatte.
Der Regensburger Bischof Müller hatte ihn im Jahr 2004 wieder eingesetzt, obwohl die Deutsche Bischofskonferenz wenige Monate zuvor Richtlinien erlassen hatte, wonach pädophile Priester nicht mehr an Stellen eingesetzt werden dürfen, an denen sie mit Kindern oder Jugendlichen in Kontakt kommen. Unter Berufung auf ein Unbedenklichkeits-Attest von K.s Therapeuten hatte Müller die Richtlinien außer Acht gelassen.
(sueddeutsche.de/SZ/maru)
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Bischof Müller ist nicht das, was ich mir unter einem Bischof vorstelle. Kardinal Meisner ist von der selben Sorte. Sie sind von sich und ihrer Weisheit eingenommen und nicht dialogfähig. Müller sagt, er läßt sich nur vom Papst kritisieren. Er keistet der Kirche keinen guten Dienst.