Seit Monaten macht sich der DGB für die Einführung eines Mindestlohns in Bayern stark. Nun hat das Innenministerium den Antrag auf ein Volksbegehren abgelehnt.
Das bayerische Innenministerium hat den Antrag des Gewerkschaftsbundes auf ein Volksbegehren zur Durchsetzung eines landesweiten Mindestlohns abgewiesen. Jetzt müsse der Bayerische Verfassungsgerichtshof über die Zulassung des Volksbegehrens entscheiden, teilte das Ministerium mit. Es bestünden Zweifel, ob ein bayerisches Mindestlohngesetz mit Bundesrecht vereinbar sei, hieß es zur Begründung. Zudem würde damit auch in die verfassungsrechtlich geschützte Tarifautonomie eingegriffen.
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In der bayerischen Forstwirtschaft arbeiten viele zu Dumpinglöhnen. (© Foto: ddp)
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Der DGB hatte im September die notwendigen Unterschriften für die Zulassung des Volksbegehrens "Mindestlohn jetzt!" beim Innenministerium eingereicht. SPD, Grüne und Linke unterstützen die Initiative. Sie wollen erreichen, dass die Bayern bei der Bundestagswahl 2009 zugleich über einen Mindestlohn von etwa 8,14 Euro im Freistaat abstimmen.
Der bayerische Verfassungsgerichtshof hat nun drei Monate Zeit, um zu entscheiden, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulassung des Volksbegehrens gegeben sind.
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hatte die Zulässigkeit eines bayerischen Volksbegehrens bestritten, weil der Bund für das Arbeitsrecht zuständig sei, nicht die Länder. Dagegen hatte der DGB erklärt, ein Arbeitsrechtler habe dem Gewerkschaftsbund in einem Gutachten bescheinigt, dass ein Mindestlohn auf Landesebene zulässig sei.
(AP/dafü/gdo)
Probleme beim Berliner Flughafen lange bekannt
Die neueste Antwort
Diese Leute haben ja Ihr Geld, mehr als genug....
Inmobilien und Diäten und Spesen und Auto und und..
In der nächsten Wahl können wir das regeln....
Plädiere für eine Ergänzung des Grundgesetzes um Volksbegehren oder -entscheidungen. Was in einzelnen Biundesländern mögliuch ist, sollte auch im Bund zu praktizieren sein.
Pro mehr Volkseintscheide. Find ich gut. Die Gegner behaupten, das geht nicht, weil das Volk keine Ahnung hat. Das stimmt doch bedenklich, oder? Wer mehr Verantwortung bekommt, wird sich mehr engagieren. Aber wahrscheinlich haben viele eine falsche Vorstellung von Demokratie. Eine Wunschvorstellung, das diejenigen, die ein Mandat erhalten, auch die Interressen vertreten, von denen sie es bekommen haben. Die Krux ist sie vertreten die Interessen, von denen sie ... ich weiß es nicht gewiss. Warum soll es gut sein, des Menschen für weniger als 6 in der Stunde arbeiten müssen. Soll doch der Herr Glos mal überlegen, wie weit er damit kommen würde.
Gottseidank kommt es auf Ihr (seltsames) Demokratieverständnis nicht an.
Ich geh davon aus, dass ein gewählter Volksvertreter den Bevölkerungswillen repräsentieren soll. Wenn er das aus Ihrer Sicht nicht tut, brauchen Sie ihn beim nächsten Mal ja nicht wählen und können hoffen, dass die Mehrheit dies auch so sieht.
Alles andere führt in einen Unrechtsstaat - wer lauter schreit hat dann wohl nach Ihrer Auffassung Recht?
Mehr Volksabstimmungen sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss - da droht die Diktatur der Minderheit. Es funktioniert m.E. in Bayern ganz gut...
Was sind denn das bitte für demokratiefeindliche Gesetze, die es einem ernannten Minister erlauben, sich dem Willen des Volkes in dn Weg zu stellen?
Nach meinem Demokratieverständnis besitzt die Entscheidung eines Ministers gegenüber dem Willen des Volkes keine Beduetung.
Es sollten mehr Volksabstimmungen abgehalten weden.
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