Mehr Zuwanderer aus der EU Finanzkrise treibt Griechen nach Bayern

Die Schuldenkrise führt deutlich mehr Zuwanderer aus der EU nach Bayern. Vor allem aus Griechenland, Spanien und Italien sind 2011 viele Menschen in den Freistaat gekommen. Auch das Interesse an Einbürgerung scheint hoch zu sein.

Deutlich mehr Menschen aus den Euro-Krisenländern Griechenland, Italien und Spanien orientieren sich nach Bayern. Mit diesem Trend hinterlasse die Schuldenkrise "auch in der Zuwanderungsstatistik deutliche Spuren", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag bei der Vorstellung neuer Zahlen für 2011.

Migrantenkinder lernen deutsch.

(Foto: ddp)

So stieg vor allem die Zahl der aus Griechenland nach Bayern Zugewanderten - sie hat sich mit 6790 mehr als verdoppelt. Zudem sei bei den Griechen auch das Interesse an einer Einbürgerung besonders hoch, erklärte Herrmann. Ebenfalls gestiegen ist erneut der Zuzug aus Osteuropa, vor allem aus Polen.

Insgesamt wuchs laut Herrmann die Zahl der Ausländer in Bayern um 46 000 auf 1,13 Millionen (neun Prozent der Bevölkerung). 12 498 wurden eingebürgert, ein Plus von vier Prozent.