Dass Ministerpräsident Beckstein kurz vor der Landtagswahl einen Kongress zur Inneren Sicherheit veranstalten will, sorgt bei der Opposition für Ärger. Jetzt drohen sie sogar mit einer Klage.

Die Landtags-Grünen drohen Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) wegen ihrer Ansicht nach unlauterer Wahlkampfmethoden mit dem Verfassungsgerichtshof. "Wir erwarten, dass sich der Regierungschef an den rechtlichen Rahmen hält. Sollte er hier keine Einsicht zeigen, werden wir den Verfassungsgerichtshof einschalten müssen", teilte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Margarete Bause, in München mit.

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Dass Beckstein noch im September, wenige Wochen vor dem Wahltermin, einen Kongress zur Inneren Sicherheit in seiner Heimatstadt Nürnberg plane, verstoße gegen demokratische Gepflogenheiten. "Nach geltender Verfassungsrechtsprechung gilt in Wahlkampfzeiten für die Öffentlichkeitsarbeit von Regierungen ein Gebot der äußersten Zurückhaltung", sagte Bause.

Die Grünen-Fraktion habe Beckstein in einem Brief aufgefordert, nach der Sommerpause keine Kongresse mehr zu veranstalten. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Maget kritisierte die "Serie von Kongressen und Fachkonferenzen der CSU-Staatsregierung" zu unterschiedlichen Themen. "Die CSU lässt sich ihren Wahlkampf auch noch vom bayerischen Steuerzahler finanzieren", sagte er.

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(dpa/bica)