Die CSU muss sich sorgen, 50 Prozent aller Stimmen zu erreichen. Das ist kein Luxusproblem, das Selbstverständnis der Partei steht auf dem Spiel.
Jahrzehntelang war es für die CSU sehr einfach, ihren Wahlerfolg zu definieren. Beim üblichen Wahlziel "50 plus x" ging es immer nur darum, wie groß das "x" ausfallen würde. Bei der Landtagswahl im September ist das völlig anders: Zum ersten Mal muss die Partei, die Bayern seit 1962 allein regiert, fürchten, die 50-Prozent-Marke zu verfehlen, das "x" ist vollkommen nebensächlich.
Das ist das Ziel: "50 + x". CSU-Chef Huber wird sich nach der Wahl daran messen lassen müssen. (© Foto: dpa)
Anzeige
In allen Umfragen pendelt die CSU seit Monaten um diese Marke, mal liegt sie knapp darüber, mal knapp darunter. Auch der bisherige Wahlkampf hat der CSU keinen Mobilisierungsschub gebracht, das Führungsduo Beckstein/Huber konnte keinerlei Euphorie entfachen.
Das beschert der CSU auf den ersten Blick ein Luxusproblem, bei näherem Hinsehen steht aber das Selbstverständnis der Partei auf dem Spiel. Es geht bei dieser Wahl nicht um die absolute Mehrheit, es geht um die Einzigartigkeit der CSU. Denn natürlich könnte die CSU auch mit 49 Prozent unangefochten weiterregieren, selbst 47 Prozent würden wohl schon reichen. Und wenn nicht, stünden mit der FDP, den Freien Wählern und der SPD die Koalitionspartner gleich reihenweise parat.
Aber der Nimbus der CSU wäre dann dahin. Und da liegt CSU-Vize Horst Seehofer, der die Messlatte für Huber und Beckstein gerade hinterfotzig auf 52 Prozent gelegt hat, völlig richtig: Wenn dieser Nimbus erst mal weg ist, ist er wahrscheinlich nie mehr zurückzugewinnen. Dann kann der CSU das Gleiche passieren wie der SPD in Nordrhein-Westfalen. Die hat auch erst ihre Einzigartigkeit verloren, und danach in mehreren Stufen die Vormachtstellung im Land. Für Bayern wäre das zwar kein Drama, für die CSU hingegen schon.
- CSU vor der Landtagswahl Die neue Bayernpartei 10.09.2008
- Unterhaching: Kerstin Schreyer-Stäblein Auf sozialem Kurs - auch abseits der Parteischiene 11.09.2008
- Umfrage in Bayern CSU 49, SPD 19 09.09.2008
- Änderungen in der Schulpolitik Die Schüler haben die Wahl 28.04.2010
- Parteitag der Linken Gysis Machtwort 18.04.2010
- Reisen in Deutschland Servus, Watzmann! 09.04.2010
- Ausflugstipp: Altmühltal Fossilien für jedermann 06.04.2010
(SZ vom 11.09.2008/woja)
Probleme beim Berliner Flughafen lange bekannt
Die neueste Antwort
Die SPD oder andere Parteien kommen in diesem Wahlkampf irgendwie gar nicht vor.
Keine Themen, keine Kandidaten, keine Konzepte.
Und von den generellen Miesmachern hier wagt sich auch keiner aus der Deckung um zu sagen, wer denn besser ist. Ist ja auch klar - was schon in anderen Bundesländern nicht klappt soll ausgerechnet in Bayern gelingen? Nein Danke! Da wähle ich lieber CSU und weiß was ich habe, nämlich das:
Bayern
* Spitzenplatz im nationalen und internationalen Vergleich
* In vielen Regionen Vollbeschäftigung Geringste Arbeitslosigkeit in Deutschland der Höchstwert in Bayern (6,8%) ist niedriger als der Bundesdurchschnitt (7,2%)
* Bundesweit solideste Haushaltspolitik
* Geringste Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland. Staatsschulden werden einzigartig in Deutschland zurückgezahlt und der Schuldendienst verringert.
* Herausragendes Wirtschaftswachstum
* Höchste Selbständigenquote
* Sozialstes Bundesland
* Führend in Umwelt- und Klimaschutz
* Wissenschaftsstandort Nummer 1 in Deutschland
Danke CSU!
Mittlerweile langweilen mich diese in parlamentarischen Ehren ergrauten alten Kämpen und Gerontokraten in der CSU.
Ihre Jungen (z.B. Schüttelschorsch) schicken sie in den Wahlkampf, damit die bis zur letzten Patrone ihrer Wahlkampfmunition, bis der Lauf des rhetorischen Maschinengewehrs rot glüht, um den Nimbus dieser sagenhaften absoluten Mehrheit kämpfen.
Und selber legen sie ihr Haus in Schutt und Asche, weil sie meinen, sie müßten Bierseligkeit auch noch als bayerische Tugend in der CSU inkorporieren, damit man sich demnächst mit "zwoa Maß" im Kopf auf die Allmacht des Bayerischen Ministerpräsidenten, des obersten Dienstherren der Polizei, berufen kann. Vor allem dann, wenn vorne am Kühlergrill des SUV ein möglicherweise migrationshintergründiger Linksaußen klebt, der nicht mehr rechtzeitig der Alkoholfahne hat ausweichen können.
Und jetzt hubert es dem Beckstein es ganz blümerant, dass das gestoiberte "+X" hinter der 50 weg ist. Und zwar ganz weg.
Aber das "+ X" hat sich nur woanders versteckt. Nämlich bei den Milliarden, bei den 4.900.000.000,00 Euro "+X" Abschreibungsbedarf der Bayerischen Landesbank, für die der bayerische Steuerzahler gradestehen muss, weil der Herr Huber und der Herr Beckstein als Aufsichtsräte dieser Bank zugesehen haben, dass ihre Spezln dort mit hochriskanten Papieren gehandelt haben, ohne wirklich zu verstehen, was die da eigentlich tun.
Verantwortungsvolle Wahrnahme eines Aufsichtsratsmandats oder eines Regierungsmandats sieht anders aus - vor allem von Menschen, die geschworen haben, dem Volk zu dienen, seinen Nutzen zu mehren und Schaden fernzuhalten - so wahr mir Gott helfe!
Christsoziale Scheinheiligkeit - ein Nimbus fürs Geschichtsbuch!
Wählt sie nicht, diese scheinheiligen christsozialen Amtswürdenträger, diese ergrauten Schulhof-Rowdies, die da in den Bänken des Landtags überlegen, wenn sie als nächsten mobben können.
Wählt nicht CSU!
...muas no da FC Bayern jedes Jahr Deutscher Meister wern (weil eh alle anderen Vereine schlechter san, woas ma ja) und dann is uns da Resd doch wuaschd! (Für Nichtbayern: Hurrah! Wir sind ein glückliches Volk!)
diese würden doch lediglich für Verschlechterungen sorgen.
Außerhalb Bayerns bewundert man uns um unsere Entwicklung und Erfolge. Nur in Bayern wird auch das kleinste Haar in der Suppe gesucht.
Auch wenn die CSU natürlich auch einige kleine Fehler gemacht hat, was man ja auch zugibt, kann doch kein vernünftiger Mensch irgendeine "Alternative" erkennen (wer oder was soll das denn sein?) oder das Nichtwählen wollen.
CSU. Forever Number One.
führen zu einer Diversifizierung des Parteiensystems. Das ist nicht schlecht. Aber die CSU wird schon genügend Wähler für 50,1 % mobilisieren.
Paging