Der Wille, die Kinder daheim zu unterrichten, kommt einem Ehepaar aus Otting teuer zu stehen. Jetzt werden Bußgelder in Höhe von mehreren tausend Euro zwangsvollstreckt.
Das Landratsamt Donau-Ries hat gegen ein Elternpaar aus Otting (Landkreis Donau-Ries) die Zwangsvollstreckung von Bußgeldern in Höhe von etwa 9000 Euro wegen Verstoßes gegen die Schulpflicht eingeleitet.
Seit Jahren weigert sich ein Ehepaar aus Otting, seine Kinder in die Schule zu schicken. (© Foto: ddp)
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Die Eltern boykottieren das staatliche Schulwesen und haben die Zahlung der Zwangsgelder bislang verweigert. Sollte die Maßnahme nicht zum Erfolg führen, werde das Amt das Familiengericht zur Prüfung weiterer rechtlicher Schritte einschalten, hieß es in einer Mitteilung.
Das Elternpaar weigert sich seit Jahren, die beiden Buben in die Schule zu schicken, und unterrichtet sie zu Hause. Dafür hatten die Eltern eine Ausnahmegenehmigung erbeten, die ihnen nicht gewährt wurde. Dem Ehepaar war anhand einschlägiger Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts mehrfach dargelegt worden, dass sowohl die Schulpflicht wie auch die Inhalte des Unterrichts an bayerischen Schulen nicht gegen Verfassungsrecht verstoßen.
Die von dem Paar kritisierten Richtlinien für die Familien- und Sexualerziehung und deren Umsetzung im Unterricht seien im Einvernehmen mit den Kirchen erlassen worden, hieß es im Landratsamt.
(dpa/bica)
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...die eltern auch wirklich sämtliche fächer abdecken können? ich kenn niemanden, der geschichte, sport, mathe, deutsch, physik, chemie, literatur,.... so gut beherrscht, dass er eine komplette 10 jährige (oder 12?) schulkarriere lehren kann.
schwer vorstellbar.
folgt dann auch anschließend das hochschulstudium durch die eltern? damit die kinder auch im freundeskreis nicht mit sexualthemen konfrontiert werden, sollten auch alle zukünftigen freunde erstmal vorsprechen und vielleicht eine 6 monatige probezeit absolvieren....
Fahren Sie auch immer schön 70, wo "70 "steht?
Im GG steht, daß die "Erziehung der Kinder ... das natürliche Recht der Eltern ist (also nicht vom Staat zuerteilt), und die zuvörderst ihnen oblliegende Pflicht".
Leider versucht der Staat, dieses Gesetz umzubiegen, um genormte Untertanen zu erhalten - wo bleibt denn da die Pluraltät?
Keine Bange, der Staat setzt seine Erziehungsziele schon genügend durch. Seit der Einschulung meines Sohnes habe ich festgestellt, daß es zunehmend Egozentriker gibt, die in den Schulen herangezüchtet werden - man kommt in der kurzen Zeit, die man noch mit seinen eigenen Kindern verbringen darf, gar nicht mehr dagegen an, was die Kinder annehmen in Schule und peergroups, die ihre induviduelle "Freiheit" über die gemeinschaftlichen Regeln eines geordneten Zusammenlebens stellen wollen.
Die staatlichen Erziehungssziele werden irgendwann dazu führen, daß wir gar keine den Staat tragende Mehrheit mehr haben werden.
Regeln eines geordneten Zusammenlebens lernt man nunmal primär in der Familie.
Diese Kinder haben gar kein Interesse daran, zu "sagen das sie gerne in eine "normale" Schule gehen wollen." Sie lernen zuhause viel besser. Gerade diese Kinder hier haben einen Test in der öffentlichen Schule absolviert und den Stempel bekommen: "...wenn alle Kinder so wären wie diese, könnten wir zufrieden sein...
Bevor Sie das nächste Mal von armen Kindern reden, die sich nicht wehren können, erkundigen Sie bitte die Situation genau. Es könnte sonst peinlich werden, wenn man immer nur nachschwatzt.
Soll es doch weltweit Bildungsfreiheit geben, sollen deutsche Eltern halt nach Großbritannien, Dänemark oder Österreich auswandern, wo ja bildungsmäßig bekanntlich längst Soddom und Gomorrha herrschen, weil Heimunterricht erlaubt ist.
Aber bei uns in Deutschland? Nein, aber schon mal gar nicht. Seit den 1940er gibt es die staatliche Bildungspflicht, und die behalten wir dann auch. So wissen wir wenigstens, das unsere Kinder "normal in der Gesellschaft" aufwachsen, und die vorzügliche soziale Wärme an unseren Schulen kennen lernen.
Weil da lassen wir uns doch nicht von religiösen Minderheiten sagen, was die über Kindererziehung denken. Denn was gut für Kinder ist, das ist immer noch Staats- und nicht Familiensache! Genau? Genau!
Und was "normal" ist, das ist immer noch am besten. Und was am besten ist, dass weiss der Staat schon.
Und jetzt schlaft gut.
Paging