Jeder soll sich engagieren: Die Opposition im bayerischen Landtag kritisiert die Verkürzung der Wehrpflicht - und fordert ein verpflichtendes soziales Jahr.
Die Opposition im Landtag hat die Verkürzung der Wehrpflicht kritisiert und vor den Auswirkungen auf das soziale Zusammenleben in Bayern gewarnt. Die Freien Wähler, die das Thema in einer Aktuellen Stunde diskutieren ließen, forderten ein verpflichtendes soziales Jahr.
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Rekruten beim Gelöbnis: Die Opposition im Landtag warnt vor einer weiteren Verkürzung der Wehrpflicht. (© ag.dpa)
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Hubert Aiwanger, der Chef der Freien Wähler, warnte vor den Auswirkungen, die eine weitere Verkürzung oder gar die Abschaffung der Wehrpflicht und des Zivildienstes auf die Gesellschaft haben würden. Die Leidtragenden einer solchen Reform seien die Kommunen als Träger vieler Sozialverbände.
Wenn Zivildienstleistende fehlten, dann stiegen die Kosten, und "parallel dazu sinkt die Betreuungsqualität", sagte Aiwanger. Zudem gehe das Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft verloren. "Dazu gehört der Wehrgedanke, dass junge Leute bereit sind, ihre Sozialordnung zu verteidigen", sagte Aiwanger. Es sei wichtig, "dass auch Sohnemann und Töchterchen vom Herrn Direktor" sich eine Weile sozial engagierten.
Der Wegfall des Zivildienstes würde überdies zu erheblichen Einschränkungen in sozialen Einrichtungen führen, sagte auch Thomas Beyer, der Fraktionsvize der SPD und Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt. Er warnte vor einer ersatzlosen Streichung. Er betonte aber gleichzeitig: "Zivildienstleistende sind keine billigen Arbeitskräfte, und das dürfen sie auch nicht sein." Es sei bedauerlich, dass über die Abschaffung des Wehrdienstes und damit auch des Ersatzdienstes letztlich nur aus finanziellen Gründen debattiert werde.
Maria Scharfenberg von den Grünen kritisierte die "chaotische Wehrpflichtdiskussion". Die Verkürzung sei ein "fauler Kompromiss", die für niemanden einen Vorteil bedeute.
CSU und FDP verteidigten dagegen die Pläne der Bundesregierung. Der CSU-Sozialexperte Oliver Jörg kritisierte Aiwangers Darstellung als Schwarzmalerei. "Sie skizzieren einen Freistaat, in dem die gesamten sozialen Leistungen von Zivildienstleistenden erbracht werden", sagte Jörg. "Das ist völliger Quatsch."
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(SZ vom 14.07.2010/hai)
Entspannter Vierbeiner
Die neueste Antwort
Ein Pflicht soziales Jahr aber nur für Bayern.Das können die dann im Atomkraftwerk abdienen und die Kinder der Abgeordneten sind befreit!Von denen kriegt eh keiner einen Einberufungsbescheid weil der Papa einen Professor kennt der den Kinderchen eine Befehlsallergie Attestiert!Als Befehlsgeber ginge gerade noch so aber als Ausführer,nein!
Das gemeine Volk soll als billige Arbeitskraft und als Befehlsempfänger zur Verfügung stehen!Das wäre ja noch schöner wenn die Jungen ihr eigenes Leben leben würden!Ein paar Kannisterköpfe brauchen Kanonenfutter!
Okay, damit ist schon mal klar, dass man die Freien Wähler nicht wählen kann. Ein verpflichtendes soziales Jahr wäre wirtschaftlicher Wahnsinn und steht im Widerspruch zu unserer Verfassung und dem Völkerrecht. Egal wie man es nennt, es wäre ein Zwangsdienst und dieser ist nun einmal mit Ausnahme des Wehrdienstes und seines Ersatzdienstes verboten. Allein darüber zu diskutieren ist also reine Zeitverschwendung.
Die Grünen sind zudem nur neidisch. Was haben die denn schon für die jungen Männer erreicht. Die SPD hat sie doch permanent auflaufen lassen. Dagegen hat die FPD die Ausbeutung und Diskriminierung der jungen Männer um 33 % verringert und der Wehrpflicht den Todesstoß versetzt.
Zitat:
"Dass Frauen keine Dienstpflicht haben wird auch damit begründet, dass sie durch die Geburt von Kindern und dem immer noch größeren Anteil an deren Erziehung einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Wer also bei der Dienstpflicht Gleichberechtigung fordert, muss auch die gleichen Pflichten für Väter bei der Erziehung bejahen, auch im zeitlichen Umfang."
Sie schlagen also vor, Frauen gesetzlich und unter Strafandrohung dazu zu verpflichten, sich 6 - 18 Monate (der Wehrdienst war mal länger und mal kürzer) der Kindererziehung zu widmen? Erst dann hätten wir nämlich eine "Gerechtigkeit".
Und was ist dann mit Frauen, die gar keine Kinder erziehen? Oder bei denen der Mann den Goßteil der Erziehung übernimmt?
Statt der sinnlosen Verkürzung der Wehrpflicht auf ein halbes Jahr sollte tatsächlich ein
ein verpflichtendes soziales Jahr für Männer und Frauen eingeführt werden.
Eine entsprechend kleinere Berufsarmee sollte, auch aus Kostengründen, nur für internationale Verpflichtungen vorgehalten werden.
Dagegen hat ein verpflichtendes soziales Jahr, nicht nur für die jungen Männer und Frauen persönlich, sondern auch für unsere immer älter werdende Gesellschaft große Vorteile.
Die Wehrpflicht sollte nur ausgesetzt werden, damit sie, was niemand hofft, bei Bedarf wieder eingeführt werden kann. Die geopolitische Lage kann sich im Hinblick auf Rohstoff- und Wasserknappheit sowie Überbevölkerung und Seuchen schnell ändern, so dass sich die Erfordernis der Fähigkeit zu Landes- und Bündnisverteidigung ergeben kann.
Für den Moment aber, sollte die Dienstpflicht nicht vollzogen werden, weil sie die Bundeswehr in der derzeitigen Auftragslage nur behindert. Die Jobs der Zivis könnten ebenso reguläre Arbeitsplätze werden. Da sie meist durch öffentliche oder Sozialkassen finanziert werden, dürfte sich das mit den Ersparnissen bei ALG II gefühlsmäßig als Nullsummenspiel ergeben. Lasse mich aber gern mit Fakten überzeugen.
Dass Frauen keine Dienstpflicht haben wird auch damit begründet, dass sie durch die Geburt von Kindern und dem immer noch größeren Anteil an deren Erziehung einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Wer also bei der Dienstpflicht Gleichberechtigung fordert, muss auch die gleichen Pflichten für Väter bei der Erziehung bejahen, auch im zeitlichen Umfang.
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