Ein Mädchen ist am Schildenstein schwer verletzt aufgefunden worden. Wie die junge Münchnerin sich die Verletzungen zugezogen hat, bleibt ein Rätsel.
Ein 15-jähriges Mädchen aus München ist am Schildenstein (Gemeinde Kreuth) schwer verletzt aufgefunden worden. Warum das Mädchen alleine zum Bergsteigen kam und wo es sich seine Verletzungen zuzog, bleibt vorerst ein Rätsel. Denn die 15-Jährige wurde wegen eines Schädelhirntraumas in ein künstliches Koma versetzt.
Anzeige
Die Polizei konnte nur so viel feststellen: Ohne das Wissen ihrer Eltern fuhr das Mädchen schon am Vortag mit dem Bus Richtung Wildbad Kreuth. Ihre Eltern alarmierten die Polizei, als die Tochter nachts nicht nach Hause kam.
Als Wanderer sie am Tag darauf am Berg ansprachen, blutete das Mädchen. Außerdem waren deutlich Schürfwunden zu erkennen. Dennoch wollte sich die 15-Jährige nicht helfen lassen.
Gegen ihren Willen stiegen die Ersthelfer mit ihr ab und alarmierten die Bergwacht. Der Rettungshubschrauber brachte die Verletzte in die Klinik nach Murnau. Wo die 15-Jährige die Nacht verbrachte, ist bisher nicht bekannt.
- Berg Der Mörserturm ist abgebaut 06.09.2011
- Todesfälle in den Alpen Gefährliche Gratwanderung 29.08.2011
- St. Martin in den Stubaier Alpen Berg mit Werk 21.08.2011
- Zillertal: Berliner Hütte Das hohe Haus der Hauptstadt 16.07.2011
- Wandern über Almweiden "Wenn eine Kuh angreift? Rennen Sie!" 10.07.2011
- Die Brut der Blutsauger Forscher zählen Stechmücken 08.07.2011
- Gedenkfeier für Ludwig II. "Wir sehen unsere eigenen Träume" 13.06.2011
(SZ vom 30.07.2010/heff/sonn)
Die neueste Antwort
Wenn es Ironie sein sollte, dann ist sie so schlecht gemacht, dass die Qualität des Beitrags ebenso dürftig ist, wie wenn er ernst gemeint wäre, also ist es müßig, das klären zu wollen. Dass Leute frei herumlaufen, die allen Ernstes so denken, muss Ihnen klar sein.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Kommentar von Ihnen ernst gemeint oder nur sarkastisch ist (wie immer das Problem mit der Ironie im Internet). Ganz sicher ist er aber unangebracht. Ich freue mich jedenfalls, dass es noch Menschen gibt die ihre geplante Bergtour abbrechen um zu Helfen. Das mit dem Willen ist nämlich so eine Sache, gerade wenn schwer verletzt ist und offensichtlich Blut verloren hat.
Es ist schwer nachvollziehbar, dass in einer Leistungsgesellschaft, in der Jugendlichen immer mehr abverlangt wird, gerade diese zunehmend in ihrer Entwicklungsfreiheit und in Ihrem Streben nach Leistung gehindert werden. Man denke nur an die 14-jährige Laura Dekker, der monatelang ihr Weg um die Welt per Segelschiff verwehrt wurde. Und jetzt das: ein 15-jähriges Mädchen wird gegen ihren Willen vom Berg gekratzt, ohne dass man weiß, was sie dort gemacht hat. Die Antwort ist so klar, wie Kloßbrühe: offensichtlich hatte sie höhere Ambitionen und trainierte für ihre ersten 8000er Besteigungen. Ein Einschreiten gegen diese "Rettung" durch den DAV wäre dringend notwendig gewesen!