In Dachau hat sich Amtsinhaber Peter Bürgel (CSU) klar gegen Herausforderer Volker C. Koch (SPD) durchgesetzt.
Wahlergebnis der Stichwahl:
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Als Bürgermeister bestätigt: Peter Bürgel (CSU) 59,07 % Unterlegen: Volker C. Koch (SPD) 40,39 %
Wahlergebnis der ersten Runde:
CSU: Peter Bürgel: 49,78 % (in der Stichwahl) SPD: Volker C. Koch: 18,14 % (in der Stichwahl) Grüne: Thomas Kreß: 10,05 % ÜB: Rainer Rösch: 17.71 % FDP: Alfred Stelzer: 4,33 %
Analyse zur ersten Runde:
SPD zwingt Bürgel in Stichwahl -
Dachauer CSU-OB scheitert mit 49,78 Prozent knapp an absoluter Mehrheit
Eine faustdicke Überraschung ist es auf jeden Fall: Der Dachauer Oberbürgermeister Peter Bürgel (CSU), der als klarer Favorit in die Wahl gegangen war, muss in die Stichwahl: Er blieb mit 49,78 Prozent knapp unter der absoluten Mehrheit und muss am 16. März gegen den SPD-Bewerber Volker C. Koch sein Amt verteidigen.
Koch lag mit 18,14 Prozent knapp vor Rainer Rösch (ÜB) der 17,71 Prozent schaffte. Der Grünen-OB-Kandidat Thomas Kreß kam auf 10,05 Prozent, Alfred Stelzer (FDP) landete bei 4,33 Prozent. Die Wahlbeteiligung war mit 48,98 Prozent um fast zehn Prozent niedriger als vor sechs Jahren (2002: 58 Prozent).
"Es bleibt spannend bis zum letzten Wahlbezirk", meinte Bürgermeisterin Christa Keimerl (SPD), die die Auszählung der Wahl auf einem Bildschirm im Rathausfoyer verfolgte: Spannend war in der Tat, ob Bürgel vielleicht doch noch die 50-Prozent-Hürde überspringen würde.
Das Ergebnis änderte sich ständig, wenn weitere Ergebnisse ausgezählt waren. Bürgel lag zwischen 48,60 und 49,93 Prozent und landete am Ende bei 49,78 Prozent. Der OB nahm es äußerlich gelassen, dass er in die Stichwahl muss. "Es ist keine Enttäuschung.
Dass es knapp wird, war jedem klar", sagte er auf der Wahlparty der CSU im "Kochwirt", wo eher gedämpfte Stimmung herrschte. Bürgel machte in erster Linie die niedrige Wahlbeteiligung dafür verantwortlich, dass er nicht gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit geschafft hat. "Jetzt machen wir noch mal 14 Tage volle Pulle Wahlkampf", kündigt er an.
Eitel Freude herrschte gestern Abend in der "Schranne" auf der SPD-Wahlparty: Volker C. Koch sieht es als Riesenerfolg an, den Amtsinhaber in die Stichwahl gezwungen zu haben: "Die SPD hat es seit 1966 nicht mehr geschafft, so weit zu kommen." Zwei Gründe nannte er, warum es zu einer Stichwahl kommt: "Erstens der schwache OB Bürgel, zweitens die Teamleistung der gesamten SPD."
Auch Grünen-Kandidat Kreß, der mit seinem Ergebnis zufrieden ist ("im Rahmen des Erwarteten"), machte den OB selbst verantwortlich, dass er gestern keine 50 Prozent erzielte: "Seine Vorgänger waren in der Öffentlichkeit deutlich präsenter als Bürgel."
Enttäuscht war ÜB-Kandidat Rösch, der selbst gehofft hatte, in die Stichwahl zu kommen: "Ich hätte a bisserl mehr erwartet." Ob die ÜB eine Wahlempfehlung aussprechen werde, mochten gestern weder Rösch noch der ÜB-Fraktionsvorsitzende Claus Weber sagen.
(SZ vom 03.03.2008)
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