Nach einem Besuch auf der Zuspitze mahnt Bundespräsident Köhler zum Kampf gegen den Klimawandel - auch in der Wirtschaftskrise.
Gipfeltreffen der besonderen Art: Deutschlands "höchster" Mann besuchte am Dienstag den höchsten Punkt der Bundesrepublik, die 2962 Meter hohe Zugspitze.
Bundespräsident Horst Köhler bereist Bayern. (© Foto: Reuters)
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Fünfeinhalb Wochen vor der Bundesversammlung am 23. Mai, auf der das Staatsoberhaupt wiedergewählt werden will, informierte sich Köhler zusammen mit seiner Frau Eva Luise in der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus über die dramatischen Klimaveränderungen.
35 Millionen Liter Wasser verliert der Schneeferner-Gletscher an einem trockenen Tag, so viel wie der Wasserbedarf einer Stadt wie Augsburg, wie Projektleiter Michael Bittner dem aufmerksam zuhörenden Köhler erläuterte. "Es ist höchste Eisenbahn, dass die Politik global reagiert", appellierte der Wissenschaftler an den Bundespräsidenten.
Auf die Frage Köhlers an Bittner, was dieser der Politik rate, sprudelte es aus dem Fachmann geradezu heraus: das Roden der Wälder einstellen, auf erneuerbare Energien umsteigen und Energie einsparen zählte Bittner als Sofortmaßnahmen auf. "Wissenschaft ist wichtig für gute Politik", bilanzierte Köhler die Lehrstunde in Sachen Klimawandel. Der Bundespräsident rief zum Kampf gegen den Klimawandel auch in der Krise auf: "Die Krise ist kein Anlass, da nachzulassen. Ich wünsche mir, dass sie ein Anlass ist, zusätzlich Gas zu geben", sagte Köhler.
Begleitet wurde der Bundespräsident von seiner Frau Eva und dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer sowie dessen Frau Karin. Seehofer hatte Köhler zuvor bei strahlendem Sonnenschein "auf bayerischem Boden bei Kaiserwetter, das durch einstimmigen Kabinettsbeschluss ausgerufen wurde" begrüßt.
Auf der Zugspitze suchte er auch das Gespräch mit Bürgern und fragte sie nach ihren Sorgen. Auf die Frage ob er angesichts der bevorstehenden Bundespräsidentenwahl Wahlkampf betreibe, erklärte Köhler: "Ich mache hier keinen Wahlkampf, sondern ich versuche herauszufinden, wie ich den Menschen helfen kann."
Am Dienstagnachmittag war ein Besuch in der Mittenwalder Fachschule für Geigenbau und Zupfinstrumentenmacher geplant, am Abend besucht Köhler in München das Champions League-Spiel FC Bayern gegen FC Barcelona. Am Mittwoch will der Bundespräsident zum Abschluss seines zweitägigen Bayern-Besuches Schwaben besuchen. In Donauwörth steht ein Besuch beim Hubschrauber-Bauer Eurocopter auf dem Programm, in Nördlingen ist unter anderem ein Bürgergespräch geplant.
(dpa/AP/bavo/bosw)
Die neueste Antwort
Unser Grüßaugust kennt den Zusammenhang zwischen CO² und Klimaveränderung offenbar nicht: "Ich wünsche mir, dass sie ein Anlass ist, zusätzlich Gas zu geben"
NEIN, gerade einsparen, nicht Gas geben!!!!!
. . . macht er ja nicht, sagt er.
Na ja, vielleicht will der gute Mann einfach nur ein paar Tage Urlaub im schönen Bayern machen. Kostet ja nix. Wenigstens ihn nicht.
Wann schafft man dieses höchst überflüssige (Kaiserersatz-) Amt endlich ab?
"Schüler der Grainauer Grundschule waren zur Begrüßung Köhlers mit Fähnchen und Blumen abgeordnet worden"
Das wäre doch ein Ansatz zu freiem Journalismus?
Man muss es nicht gleich übertreiben wie auf
ostate.org?
Zitat: "Es ist höchste Eisenbahn, dass die Politik global reagiert"
Eine weitere Stimme im Chor der Mahner, der dieser ominösen Politik, wer auch immer das sein mag, versucht, die Leviten zu lesen.
jetzt klingt er nach einem Pennäleraufsatz aus der 10ten!
Und was ist jetzt mit der Abordnung der Grundschüler aus Grainau?
Darf nicht mehr erwähnt werden, dass diese "Jubelperser" ( nix gegen Perser- ich wünsche, dass Busher ans Netz geht!) auf den Berg geschafft wurden?
Paging