Wer sich von den Vorträgen klare Handlungsanweisungen erhofft hatte, wurde enttäuscht. Für Misshandlungen und Missbrauch gibt es keine eindeutigen Symptome und Diagnosen. Es gibt nur Anzeichen, die mit Vorsicht zu deuten sind. Ob eine Verbrühung, ein Bruch oder ein blauer Fleck bei einem Sturz oder durch Schläge entstanden sind, lässt sich nur mit aufwendigen Untersuchungen und Verhaltensbeobachtungen herausfinden; manchmal auch nie.
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Die meisten Kinder, die in den Notfallambulanzen behandelt werden, können zudem selbst noch nicht berichten, was ihnen widerfahren ist. Sie sind jünger als drei Jahre; mehr als die Hälfte sind sogar noch Säuglinge. Anders als es die Berichte über sexuellen Missbrauch in den Kirchen vermuten ließen, fänden 80 Prozent der körperlichen und seelischen Misshandlungen zu Hause statt, betonte Hermann Gloning, Vorsitzender des Arbeitskreises Frühe Hilfen des ÄKBV. Diesen Expertenrat hatte der Verband eingesetzt, um der gestiegenen Verantwortung gerecht zu werden, die Ärzten künftig bei der Missbrauchprävention zukommt.
Noch hilfloser als dem Verdacht der körperlichen Gewalt begegnen Mediziner dem sexuellen Missbrauch. Der Nachweis fällt hier weit schwerer. Wie schwer, berichteten Rechtsmedizinerin Elisabeth Mützel und Gynäkologe Nikolaus Weissenrieder.
Es bedürfe großer Erfahrung, um Erkrankungen des Genitalbereiches, Verletzungen, die etwa beim Spielen passieren können, sowie sichtbare Anzeichen sexuellen Missbrauchs voneinander zu unterscheiden. "Die meisten Kinder weisen nach sexuellem Missbrauch rein körperlich einen Normalbefund auf", sagte Mützel. Die Täter wüssten, wie weit sie gehen könnten, ohne eindeutige Spuren zu hinterlassen. Auch die psychischen Symptome bei den Kindern seien unspezifisch, sagt Weissenrieder.
Die Vertreterin des Sozialministeriums, Isabella Gold, zeigte Verständnis, dass Ärzte verunsichert seien, wann sie sich über den Willen der Eltern hinwegsetzen können, um womöglich ein Kind zu schützen. Ärzte sollten es aber wagen, einen begründeten Verdacht den Jugendämtern zu melden. "Das Elternrecht hört dort auf, wo das Kinderrecht gefährdet ist", sagte Gold.
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(SZ vom 26.04.2010/kfb)
Gewalt in Syrien
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@ " MyDocAngel: oft erlebt und gesehen: Bas Beinchen eines 18 monatigen Babies blutig petzen
diese Brutalität erkennt man als Aussenstehender nicht, nicht einmal als Familienmitglied, das 1 m entfernt sitzt, weil verdeckt unter dem Tisch - sogar in einem Restaurant) . "
Noch einmal: Wenn Außenstehende das nicht erkennen, Sie selbst das "aber oft erlebt und gesehen" haben, so stellt sich doch unweigerlich die Frage, warum Sie nicht sofort und konsequent eingegriffen haben. Wie gesagt: Es gibt wohl keinen Arzt, der nicht erkennen könnte, wie ein durch Kneifen verursachte Verletzung aussieht und wenn Sie dann eine entsprechende Aussage machen, kann dem Kind geholfen werden. - So weit aber scheint Ihre Kinderliebe dann offensichtlich doch nicht zu gehen und hier im Netz meinen sie wohl, sich von jeglicher Beteiligung frei sprechen zu können. Das ist eine Ungeheuerlichkeit.
Noch etwas: Ermittler arbeiten bei der Polizei oder bei den Sozialämtern bzw. der ARGE. Das sind die, die zu HartzIV-Empfängern geschickt werden, um in den Schränken nachzuschauen, ob sich nicht neben den Slips von Frau Müller ein Paar Unterhosen von Herrn Meier befinden, was den Schluss nahelegt, dass die beiden hier miteinander wohnen. Ist Herr Meier berufstätig, kriegt Frau Müller ihr HartzIV gestrichen.
Ist schlimm, hat aber nichts mit Jugendamt zu tun.
@teaki:
Sie haben - so ihre Behauptung - eine Bekannte, die da arbeitet und ich bin selbst jemand, der da arbeitet. Es würde mich interessieren, in welcher Funktion ihre Bekannte tätig ist.
Ein "Überwachungsverein, mit der Aufgabe, was zu finden" aber ist das Jugendamt ganz bestimmt nicht, sondern eine Behörde, die bei auftretenden Problemen in der Familie hilft, diese zu bearbeiten und Lösungen zu finden. Wenn sich allerdings Verdachtsmomente in Richtung Kindesmisshandlung und/oder Kindesmissbrauch ergeben, so muss es denen nachgehen und das ist auch richtig so. Darüber muss man doch wohl nicht diskutieren! Oder würden Sie das dann einfach übergehen oder wie habe ich ihre Aussagen zu verstehen?
die bewusst das Feindbild Eltern aufbauschen machen mir Angst. Wann werde ich verhaftet weil mein Kind sich die Nase beim Fussballspielen gebrochen hat? Wann lande ich im Gefaengnis weil ich mit meiner Tochter in der Badewanne nackt gebadet habe?
Das Jugendamt ist - und eine gute Bekannte arbeitet dort - ein Ueberwachungsverein mit der Aufgabe was zu finden. Ich widerspreche Aeusserungen hier im Forum deutlich, dass man lieber ein paar Eltern zu viel verdaechtigen sollte als ein paar Faelle nicht zu finden. Wer das schreibt hat keine Ahnung von sogenannten Ermittlern und ihrem Weltbild.
Gruss teaki
@MyDocAngel:
Wenn Sie das mit eigenen Augen gesehen haben,so frage ich mich, warum Sie dann nichts getan haben? Ein Arzt kann sehr wohl diagnostizieren, wenn ein Kind gekniffen wurde und Sie können vor Gericht Ihre Aussage machen.
Paging