Kiefersfelden Tirol kritisiert Bayern wegen Güterverkehr

Staus bei der Einreise gehören mit den Grenzkontrollen auf der A 93 bei Kiefersfelden zum Alltag. Doch für Mittwoch waren Staus bei der Ausreise angekündigt, denn die Tiroler ließen bis 9.30 Uhr maximal 300 Laster pro Stunde ins Land. Damit reagierten sie auf die Lage vor Pfingsten, als der Verkehr bis zum Brenner stand, weil so viele Lastwagen vor dem Feiertags-Fahrverbot durchs Inntal drängten. Auf Blockabfertigung haben die Tiroler nun verzichtet und die Laster per Tempolimit dosiert. Auf bayerischer Seite blieb es bei zwei bis drei Kilometern Rückstau. Tirols Landeshauptmann Günther Platter hatte die Aktion mit der Kritik verbunden, Bayern tue zu wenig, um den Güterverkehr über die Alpen auf die Schiene zu bringen. Ein zweiter Teil dieses "Pilotprojekts" soll am 27. Oktober folgen, dem Tag nach Österreichs Nationalfeiertag. Dann rechnet Bayerns Polizei mit größeren Problemen, denn 2016 hat es auch ohne Blockabfertigung und die aktuellen Bauarbeiten auf der A 93 Rückstaus bis auf die A 8 gegeben.