Von Peter Schmitt, Zirndorf

Mit ihrer Ankündigung, für den CSU-Vorsitz zu kandidieren, macht Gabriele Pauli dem scheidenden Edmund Stoiber zum Abschied noch einmal das Leben schwer.

Gabriele Pauli hat es wieder einmal geschafft: Eigentlich wollte der bayerische Ministerpräsident und Noch-CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber am Freitagmittag die Aufmerksamkeit der Medien in Bayern ganz auf sich ziehen.

Gabriele Pauli steht wieder einmal im Mittelpunkt des Medieninteresses (© Foto: dpa)

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Auf der Nürnberger Kaiserburg hatte er zu einem Empfang für die Mannschaft des 1. FC Nürnberg, die im Juni deutscher Pokalsieger wurde, eingeladen. Doch die Kameras in Franken schwenkten wieder einmal auf die Fürther Landrätin.

Im 20 Kilometer Luftlinie entfernten Zirndorf, Paulis Wohnort und Sitz des Landratsamtes, kündigte sie eine Erklärung dafür an, weshalb sie jetzt sogar Stoibers Nachfolge als Parteivorsitzende werden möchte. Ihre Kandidatur hatte die 50-Jährige überraschend am Donnerstag angekündigt.

Beim Parteiestablishment war sie einhellig abgeblitzt. Im Hotel "Goldener Löwe" am Hauptmarkt von Zirndorf wolle sie trotzdem begründen, warum selbst eine als aussichtslos eingestufte Kandidatur Sinn macht.

Noch vor Beginn der Pressekonferenz hatte Stoibers designierter Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten, Günther Beckstein, Paulis Bewerbung als sinnlos abgetan. Für ihn steht fest, dass Erwin Huber das Amt im Herbst übernehmen werde.

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(sueddeutsche.de)