Wie teuer der Transrapid wirklich wird, kann auch das Kabinett nicht beantworten. Doch Wirtschaftsministerin Müller warnt bereits vor einem Scheitern.
Die Kosten für das umstrittene Münchner Transrapid-Projekt bleiben laut Landesregierung noch mindestens für ein weiteres halbes Jahr unklar. Wie Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller (CSU) mitteilte, wird die Industrie erst im Sommer den Festpreis nennen.
SPD-Fraktionschef Franz Maget : "Die Kosten sind unkalkulierbar und werden deutlich über zwei Milliarden Euro liegen" (© Foto: dpa)
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Bislang wird mit Kosten von rund 1,85 Milliarden Euro gerechnet. Damit steht fest, dass vor der bayerischen Kommunalwahl Anfang März nicht mehr geklärt wird, wie teuer die geplante Magnetschwebebahn vom Hauptbahnhof zum Flughafen tatsächlich wird. Im März werde eine Schätzung vorliegen, auf deren Basis dann der mit der Industrie vereinbarte Festpreis errechnet werden soll, sagte Müller nach einer Kabinettssitzung.
Grund der neuerlichen Verzögerung ist unter anderem, dass sich das Planfeststellungsverfahren für den Transrapid bis zum Sommer hinziehen wird.
Der endgültige Preis war vom ehemaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) für Anfang 2008 in Aussicht gestellt worden. Müller sagte dazu, Stoiber habe wahrscheinlich die Kostenschätzung gemeint. Die Staatsregierung will den Transrapid mit 490 Millionen Euro unterstützen.
Müller warnte, ein Scheitern des Projekts werde zu Lasten des Nahverkehrs in Bayern gehen. Der Bundesanteil von über 900 Millionen Euro stehe nur für die Magnetschwebebahn zur Verfügung, nicht für andere Projekte. Die vom Münchner Oberbürgermeister Christian Ude geforderte Express-S-Bahn für München würde nach Müllers Angaben allein den Freistaat 900 Millionen Euro kosten. "Udes Express-S-Bahn wäre das Todesurteil für viele Verkehrsprojekte in ganz Bayern", sagte sie.
SPD-Fraktionschef Franz Maget hält den Transrapid für nicht finanzierbar. "Die Kosten sind unkalkulierbar und werden deutlich über zwei Milliarden Euro liegen", sagte er. "Deswegen muss es ja auch misstrauisch machen, wenn die Industrie diesen berühmten Festpreis jetzt doch erst für nächstes Jahr im Sommer ankündigt."
(dpa/bica/cga)
Entspannter Vierbeiner
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wenn express-s-bahn ueber die 2 stammstercke faehrt, wie lange brauche ich denn dann vom zum umsteigen? die expresssbahn wird ca 15 min schneller sein als die alte s-bahn. der tr wird kritisiert und fuer unnoetig erklaert weil er nur 15 min schneller ist als die womoegliche expres-s-bahn. macht die express-s-bahn dann sinn fuer fast genauso viel geld? warum fahren auf u-bahntrassen auschlieslich u-bahnen und keine ice's? warum fahert auf die zugspitze kein ice? und weil ein transrapid einmal nicht von irgendwelchen oelscheichs geordert wurde wird sich garantiert nie wieder iregend jemand dafuer interresieren? wie alt ist die technik des ottomotors? der eisenbahn? des fahrrads? wie aufwendig und teuer ist eine ice-neubaustrecke? warum fahren viele menschen mercedes, audi ect. und nicht opel - der ist viel billiger und man kommt auch von a nach b? wieviele arbeitsplaetze stellt siemens? was werden wir tun wenn wir dem nachbarn nicht mehr die suppe versalzen koennen? (wir vergiften unseren eigenen brunnen...)
Der Preis für den Transrapid war definitiv vom ehemaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) für Anfang 2008 in Aussicht gestellt worden.
Stoiber konnte sehr wohl noch zwischen Preis und Kostenschätzung unterscheiden, was Emilia Müller ihm jetzt absprechen und uminterpretieren will. Sie war es doch, die in Stoibers Kabinett saß und 20006 als Europaministerin den Transrapid in den Emiraten vergeblich angepriesen hat.
Das bedeutet, dass Stoiber sie nicht unvorbereitet auf den Weg geschickt hat und Stoiber war nicht der Mann, "der wahrscheinlich gemeint hat", sondern wußte,was er wollte.
Weder Stoiber noch Huber haben jemals auf eine Kostenschätzung beim Transrapid hingewiesen sondern immer nur und unbeirrt an den 1,85 Milliarden festgehalten, wie an einem Geburtsdatum. Auch wenn sie dabei wußten, dass die 50 Mio bei der EU gar nicht beantragt waren, die sie dafür brauchten.
@ qube
1. Selbstverständlich ist der Preis des Transrapid bekannt. Schauen Sie in die Fachliteratur, schauen Sie in die Machbarkeitsstudie. Und dieser Preis liegt um einen Faktor 3-4 über dem eines ICE-Triebwagens. Ist auch logisch, angesichts der äußerst aufwändigen Schwebetechnik.
2. Eisenbahnen sind immer Kleinserie. Sie erreichen selten Stückzahlen über 100. Echte Serien-Effekte, wie etwa im Automobilbau, gibt es da nicht. Vergleichen Sie mal die Kosten verschiedener Stadt- oder U-Bahnen, Sie finden keine nennenswerte Korrelation mit der Stückzahl.
3. Der Zusammenhang von Preis und Geschwindigkeit ist schnell erklärt: Der Aufwand steigt etwa mit dem Quadrat der Geschwindigkeit (Faustregel: doppeltes Tempo=vierfache Kosten!), der Fahrzeitgewinn wird aber immer kleiner.
Wenn Sie also 450 statt 320 fahren, haben Sie z.B. den doppelten Energieverbrauch, sparen aber pro Kilometer nur gut 3 Sekunden! Gigantischer Aufwand für wenig Effekt. Es hat also seine Gründe, warum man weltweit Hochgeschwindigkeitsbahnen im Bereich 250-300 Km/h betreibt.
4. Sie sollten wirklich mal ICE fahren, bevor Sie solche Aussagen treffen. Ich kann bei 300 Km/h immer wunderbar schlafen oder am Notebook arbeiten. Höchstens die Durchsagen nerven manchmal...
Es hat seine Gründe, warum der Transrapid 16 Jahre(!) nach Einsatzreife immer noch ein Ladenhüter ist. Die Frage ist, wie lange wir an diesem Irrweg noch festhalten wollen.
Ihr Beitrag strotzt mal wieder von unsachlichen Argumenten, den der Preisunterschied von ICE zu TR entspricht definitiv nicht "3". Des weitern:
1. Der Preis für die TR-Züge steht noch garnicht fest, woher dann dieser Faktor?
2. Der ICE ist in fast jeder Ausführung (ICE1, ICE 2, ICE 3, ICE VT, ICE ET) ein Serienfahrzeug, der TR ist noch ein Vorserien bzw. ein Kleinserienfahrzeug.
3. Der Zusammenhang von Preis und Geschwindigkeit, den sie offensichtlich nicht wahrhaben wollen:
Eine S-Bahn ist schneller und teurer als Tram,
Der ICE ist schneller und teurer als die S-Bahn.
der TR ist schneller und teurer(?) als ein ICE.
4. Der Reisekomfort bei ICE-Fahrten schneller als 250 ist gleich Null, bei TR-Fahrten über 400km merken sie nahezu keinerlei Bewegungen. Es fühlt sich an wie im Wohnzimmer.
@ Pflo777:
Ich korrigiere mich: Da eine Transrapid-Sektion das dreifache(!) eines ICE-Triebwagens kostet, enthält sie offensichtlich sehr viel "mehr" Hightech.
Aber eben kein moderneres Hightech. Keine neue Schlüsseltechnik, die einer Technologienation neue Impulse verleihen könnte. Bei "Zukunftstechnik" denke ich an Nanotechnologie, Gentherapie oder Geoinformation. Aber doch nicht an eine Alukiste, die an einem Elektromagneten schwebt.
Und bei der Wirkung bringt der Transrapid auch nichts neues: Etwas schneller, etwas leiser, sonst keine Vorteile. Er ist im Grunde genommen nur eine sehr viel teurere Eisenbahn. Entsprechend unbedeutend ist die Magnetbahn-Idee auf dem Weltmarkt.
Paging