Wenn es um den Kampf gegen Kinderpronos geht, weiß Merk, was sie will: Die umstrittene Online-Durchsuchung. Doch so einfach ist das nicht.
Die umstrittene Online-Durchsuchung ist nach Auffassung von Bayerns Justizministerin Beate Merk auch im Kampf gegen die Kinderpornografie unverzichtbar. Die CSU-Politikerin verlangte erneut eine gesetzliche Grundlage für Online-Durchsuchungen nicht nur zur Prävention, sondern auch zur Strafverfolgung.
Justizministerin Beate Merk will die Online-Durchsuchung im Kampf gegen die Kinderpornografie einsetzen. (© Foto: ddp)
Anzeige
"Die Kinderpornografie muss mit allen verfassungsrechtlich möglichen Mitteln bekämpft werden." Auch in der Terrorabwehr sei die Online-Durchsuchung unerlässlich.
Terroristen träfen nicht nur Verabredungen online, sondern auch die Rekrutierung laufe über das Internet. "Sie nutzen alle Kommunikationstechnologien."
Mit Blick auf die Forderungen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zu einer Verschärfung der Terrorgesetze verlangte Merk, auch Sympathie-Bekundungen für Terrorgruppen wieder unter Strafe zu stellen.
Es würden keine Computer unbescholtener Bürger durchsucht. Für jede Aktion müsse ein Anfangsverdacht bestehen und ein Antrag beim zuständigen Richter gestellt werden. Erst dann könne auf dem entsprechenden Computer ein so genannter Trojaner eingesetzt werden, der die Überwachung von Inhalten und Online-Kontakten ermögliche.
Der Richter müsse wie bei der Telefonüberwachung auch entscheiden, welche Inhalte privat seien und welche für Ermittlungen verwendet werden dürften. Die Ministerin wollte sich nicht festlegen, ob der Staat für eventuelle Schäden an dem betroffenen Computer aufkomme, falls sich der Verdacht nicht bewahrheite. Dies müsse im Einzelfall entschieden werden.
Die Online-Überwachung sei auch notwendig, um Netzwerke aufzudecken. Hierfür müsse eine Zeit lang ermittelt werden, die Beschlagnahmung einer Festplatte führe nicht zum Ziel. Im Bundestag wird derzeit der Entwurf des Telekommunikations-Überwachungsgesetzes beraten. Da darin die Online-Durchsuchung nicht verankert ist, will Bayern dazu ein separates Gesetz.
(dpa)
OB-Kandidatin Nallinger
Die neueste Antwort
"Für Bayerns Justizministerin Beate Merk sind die präventiven Online Durchsuchungen auch im Kampf gegen die Kinderpornografie unverzichtbar"?
Wie dumm muss ein Mensch sein um soviel (Schwachsinn) von sich zu geben? Kein Krimineller wird mit einen Computer in das Internet gehen auf denen sich auch nur annähernd Kinder pornografisches Material befunden hat! Das wird mit einen sauberen PC gemacht, und die Festplatten mit dem beschriebenen Material kommen nie an das Netz!
Da werden Server genutzt die in sehr fragwürdigen Ländern betrieben werden. Von dort wird es nie eine Rückantwort auf irgendwelche Staatliche Anfragen geben. Oh ja, so etwas gibt es und das noch nicht einmal selten!
Anonymisierungsdienste wie zum Beispiel einen Proxy aus dem Iran oder Nord Korea oder irgendwelchen ehemalige und abgelegene GUS Staaten. Den deutschen oder europäischen Staatsanwalt möchte ich kennen lernen der hier jemals einen Erfolg hatte??? Hier wir nicht einmal ein Log File gespeichert ...
Die Macht des Geldes wird in den genannten und auch anderen Staaten seine Wirkung nicht verfehlen, egal wie die Herren vom BKA sich den A**** aufreißen!!! Was zum Beispiel Brüderliche Russische Freundschaft bedeutet könnte ich Ihnen einmal aufzeigen!?
Ein Aushebeln der Grundrechte und der Verfassung ist hier gegeben und nichts anderes! Präventiv und ohne Verdachtsmomente sollen die Bürger der EU ausspioniert und überwacht werden. Wer sich hier hinstellt und erklärt wir bräuchten eine Totale Protokollierung und eine Online Durchsuchung mittels Trojanischer Pferde oder Keylogger ist in meinen Augen ein Krimineller Cyber Gangster mit Staatlicher Vollmacht!
Am 22. September ab 14.30 Uhr wird es in Berlin am Pariser Platz (Brandenburger Tor) eine Kundgebung geben - Aufruf zur Demo "Freiheit statt Angst" !!! Hierüber sollte die Presse mal mehr berichten. Außerdem hat der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung den Eingang der 5.000sten schriftlichen Vollmacht zur Erhebung einer Verfassungsbeschwerde gegen die von CDU/CSU und SPD geplante Protokollierung der Telefon-, Handy-, E-Mail- und Internetnutzung der gesamten Bevölkerung (sog. Vorratsdatenspeicherung) vorsorglich bekannt gegeben.
Davon betroffen wären ungefähr 460 Millionen Bürger. Was glauben die Bürger wer diesen Speicher Wahnsinn finanzieren wird? Und diese Datenflut wird keiner mehr beherrsche, ins
gegen Schäubles et al. Sicherheitsgesetze am 22.09.2007 - .FreiheitstattAngst.de
Es rufen auf, die Junge Richtervereinigung e.V., humanistische Union, Attac etc.
Zeit zum sammeln, Energien zu bündeln .....
Gründe zu finden, wie sie den Bürgern auf die Finger auf der Tastatur schauen können.
Sie kämpfen stellvertretend gegen Terroristen, jetzt werden noch die Pädophile als große Gefahr ausgemacht, wer fällt ihnen als nächstes ein?
Der Staat ist wie ein Versicherungsvertreter, der ins Haus kommt und einen erklärt, wie gefährlich doch dieses Leben ist, auf wieviele verschiedene Arten man zu Tode kommen kann, sein Hab und Gut verlieren kann, die Kinder zu Schaden kommen können etc., um einen dann eine untaugliche Police zu verkaufen, wie z.B. eine Onlinedurchsuchung. Und wenn es dann zum Schadensfall kommen sollte, zahlt er nicht, bzw. behauptet dann, der Versicherungsschutz hat diese Gefahr nicht eingeschlossen, hätte man verstanden, wenn man das Kleingedruckte gelesen hätte.
Wir zahlen halt mit Freiheit und kriegen dafür eine völlig wertlose Police, die uns verschiedene Politiker täglich aufs Neue andrehen wollen.
das ist eine ganz perfide art, um das grundgesetz zu ändern, menschenrechte einzuschränken und einen polzei- und überwachungsstaat zu installieren
ganz genau, das brauchen wir alles wegen ein paar terroristen [(bei autounfällen passiert mehr, als durch den terror in europa), besser alkohlproduzenten strafen und die autohersteller, die immer schnellere und leistungsstärkere autos produzieren] und wegen der sexualstraftäter
und so etwas hat einen akademischen titel erwerben können
Der zitierte Heise-Artikel ist vielleicht etwas oberflächslich, etwas fundierter ist dieser Artikel:
http://www.heise.de/security/artikel/86415/1
Da aus verständlichen Gründen keine technischen Angaben zum Bundestrojaner gemacht werden, ist man auf Spekulationen angewiesen. Egal, wie der Bundestrojaner verbreitet wurde, es ist ein krimineller Weg.
Zu Virenskannern: Witzig wäre, wenn ein Virenhersteller damit werben würde auch den Bundestrojaner zu finden :) Auch eine interessante Frage, ob sie - insbesondere wenn es sich um ausländische Firmen handelt - gezwungen werden könnten, ihn durchzulassen.
Zu netstat: Prozesse können auch vor netstat verborgen werden. Aber es besteht die Möglichkeit - wenn der Rechner in einem lokalen Netzwerk steht - den Netzwerkverkehr und Verbindungen zu überwachen und den Bundestrojaner zu enttarnen.
Durch den Bundestrojaner wendet die Regierung kriminelle Mittel an und macht die IT Infrastruktur in Deutschland unsicher - und das für einen Grundgesetzbruch.
Paging