Franziska Mittermüller und Martin Breitenlohner sind beide 18 und engagieren sich als Ministranten. Ein Gespräch über Glaube, Sex vor der Ehe und Hänseleien von Mitschülern.
Am Wochenende haben sich 52.000 Ministranten aus ganz Europa auf den Weg nach Rom gemacht. Was treibt die jungen Leute, fragte sich Viktoria Großmann, die ohne Religion aufgewachsen ist. Sie traf sich mit zwei Ministranten, Franziska Mittermüller und Martin Breitenlohner, beide 18, aus Putzbrunn und Grasbrunn bei München. Die gaben Großmann erfrischende Antworten: über das Wesen des katholischen Volksglaubens und bayerischer Ministranten.
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Ministranten in München: Am Wochenende sind 52.000 Ministranten aus ganz Europa nach Rom aufgebrochen. (© Alessandra Schellnegger)
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SZ: Seit wann seid ihr Ministranten?
Martin Breitenlohner: Direkt nach der Kommunion haben wir angefangen, so mit neun Jahren ungefähr.
SZ: Warum macht ihr das?
Franziska Mittermüller: Für mich war es beeindruckend, dass die Großen mit vorn beim Pfarrer stehen. Das hat immer ganz besonders ausgeschaut und dann hab ich gedacht, das möchte ich mal ausprobieren.
SZ: Was hat deine Mutter dazu gesagt, dass du Ministrantin wurdest?
Mittermüller: Die fand das total gut. Meine zwei Omas auch. Die haben sich gefreut, dass ich das mache.
SZ: Ministrieren bereitet ja eigentlich auf den Priesterberuf vor. Macht ihr daraus auch eine Profession?
Breitenlohner: Pfarrer zu werden, kann ich mir gar nicht vorstellen. Der Zölibat schreckt mich wirklich ab. Ich habe im Moment eine Freundin und bin sehr glücklich. Und das Gehalt ist ja auch nicht so toll. Ich möchte irgendwas Technisches studieren. Da sind Gehalt und Aufstiegschancen einfach besser.
Mittermüller: Ich möchte schon gern Religionspädagogik studieren. Auf alle Fälle was Soziales und das, wenn's geht, mit dem Kirchlichen verbinden.
SZ: Franziska, stört es dich nicht, dass du als Frau in der katholischen Kirche kaum Aufstiegschancen hast?
Mittermüller: Doch, schon. Aber ich habe immer noch die Hoffnung, dass sich das in den nächsten Jahren ändert. Allerdings möchte ich auch nicht Priesterin werden. Lieber Gemeindereferentin. Wir hatten eine, und die fand ich super.
SZ: Am Dienstag seht ihr den Papst. Was ist das Faszinierende an ihm?
Breitenlohner: Für mich ist nicht faszinierend, dass der Papst da ist. Der Papst ist kein Superstar. Und ich glaube auch nicht, dass das seine Rolle ist. Ich gehe ja auch nicht zum Bundespräsidenten und will von ihm ein Autogramm. Der Papst ist eben Vorsitzender der Kirche, der Aufgaben übernimmt. Für mich ist der Papst nicht so sehr der Grund, nach Rom zu fahren. Sondern ich kann dort mit 40000 anderen Menschen Spaß haben. Wir feiern aus demselben Grund. Und da ist mir egal, ob da oben ein Papst oder eine Päpstin steht.
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Wirbel um Obama-Biographie
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Eigtl hatte ich mir von dem Interview Interessantes erhofft. Aber da wird ja null Information vermittelt. Sehr schade. Da ist ja jedes Schülerzeitungsinterview interessanter. Und wo es dann mal interessant wurde, wurde nicht nachgehakt. um Beispiel auch bei der Antwort des Einen zu Missbrauchsfällen.
Alerdings ist sein Vergleich nicht soooo abwegig. Ich formulier das mal ein bisschen um:
Wenn ich erfahre, dass im Sportverein des Nachbarorts Kinder vom Trainer missbraucht wurden, dann trete ich doch auch nicht aus meinem Sportverein aus. Und so ist es eben hier auch.
pure Indokdrination, wer es so haben will, soll es machen, aber andere gefälligst nicht mit seinen obskuren Ansichten belästigen, basta... Was den Vergleich zwischen Sporttrainern und Geistlichen, die sich Kinder ran machen der ist ja völlig daneben.
Die Sache mit dem Gymnasium fand ich sehr interessant.
Ich hab selbst Kinder in Gymnasium und Realschule und den direkten Vergleich.
Das Weltbild, das im Gymnasium vermittelt wird ist manchmal schon sehr fragwürdig.
Oft sehr weltfremd und idealistisch. Eigentlich genau das, was man den Kirchen immer vorwirft.
Da prallen wohl zwei idealistische Welten aufeinander.
Kein Wunder, wenn es da innerliche Konflikte gibt.
Die Realschule eifert dem Gymnasium Weltbild zwar hinterher, ist aber -wie der Name schon sagt-
immer noch viel realer, und bodenständiger.
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Die Kirchen sind zu Unterhaltungsvereinen verkommen. Wir haben dies im schlimmsten Leid erleben müssen. Keine Hilfe, keine Betreuung. Wer Leid erlebt, wird ausgeschlossen. Lustige Ausflüge, Männerabende, Frauenfrühstück.
Den Kirchen geht es nur um den Erhalt der Institution, um die Sicherung der hohen Gehälter, um Ehre und Reichtum. Der Glaube wurde nebensächlich. Wir haben trotz allem, oder vielleicht gerade wegen des Leides zum Glauben gefunden u. sind ausgetreten aus der "Gemeinschaft der Namenschristen".
Die nachfolgenden Verse aus der Bibel-Lutherübersetz. werden von den Kirchen nicht verkündet.
Keine hohen Gehälter, für die Kirchenoberen. Jesus sagt in Matth.10,8:
"Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch."
Keine Zwangs-Kirchensteuer, keine großen Karossen u. Leibgarde.
Paulus schreibt in 2.Kor.2,17:
"Wir sind ja nicht wie die vielen,
die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen;
sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott reden muss,
so reden wir vor Gott in Christus."
Gott ist auch nicht in den Kirchen zu finden, denn...
"Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist,
er, der Herr des Himmels und der Erde,
wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind."
Apg.17,24
denn...
"Gott ist Geist, und die ihn anbeten,
die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten."
Joh. 4,24
Wen wohl meinte Paulus als er schrieb:
"Er ist der Widersacher,
der sich erhebt über alles,
was Gott oder Gottesdienst heißt,
sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt,
er sei Gott."
2.Thess.2,4
und im 2.Kor. 11,12-15 schreibt Paulus:
"Was ich aber tue, das will ich auch weiterhin tun und denen den Anlass nehmen,
die einen Anlass suchen, sich zu rühmen, sie seien wie wir.
Denn solche sind falsche Apostel,
betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi.
Und das ist auch kein Wunder;
denn er selbst, der Satan,
verstellt sich als Engel des Lichts.
Darum ist es nichts Großes,
wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit;
deren Ende wird sein nach ihren Werken."
"Wahre Christen" suchen und brauchen keine Schriftgelehrten in den langen Gewändern, vor denen Jesus in Matth.Kap.23 warnte und die er als Heuchler bezeichnete.
"Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt,
in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit;
denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
Gott ist Geist,
und die ihn anbeten,
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