Horst Seehofers Äußerungen werden in seiner Partei oft misstrauisch verfolgt. Doch derzeit zeigt er sich lammfromm - trotz des Umfragetiefs der CSU.
CSU-Vizechef Horst Seehofer unterstützt trotz schlechter Umfragewerte den Kurs seines Parteivorsitzenden Erwin Huber. Seehofer sagte der Passauer Neuen Presse: "Ich bin zufrieden, wie wir im Moment aufgestellt sind." Die jüngste Umfrage, die nur 44 Prozent für die CSU ergeben hatte, halte er "nicht für realistisch".
Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) zeigt sich genügsam: "Ich bin zufrieden, wie wir aufgestellt sind." (© Foto: dpa)
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Auf die Frage, ob er aufgegeben habe, selbst einmal CSU-Chef zu werden, antwortete Seehofer: "Soll ich jetzt eine Aussage für den Rest meines Lebens machen? Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass diese Frage jedenfalls für die nächsten Jahre aus meiner Sicht nicht ansteht."
Seehofer bekräftigte seine Ansicht, dass die CSU in Bayern "ein Potenzial von 60 Prozent" habe. Naturgemäß weiche jedoch bei Wahlen "das Ergebnis vom Potenzial ab". Der Bundesagrarminister betonte: "Laut seriösen Umfragen sind das derzeit etwa zehn Prozent. Die zurückzugewinnen, ist das Ziel des Wahlkampfs."
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(ddp-bay/gal/bica)
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Die neueste Antwort
Seehofer hat allen Grund, mit der derzeitigen Aufstellung der csU zufrieden zu sein, kann er sich doch an fünf Fingern ausrechnen, daß das Gespann Huber/Beckstein bald abdanken muß und er doch noch zum Zuge kommt.
Hubers Rückhalt beginnt innerhalb der Partei schon zu bröckeln.
Und der planlose Zauderer Beckstein wird bei der Wahl im September der csU ein miserables Wahlergebnis bescheren, sofern er noch so lange durchhält. Spätestens dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem der Rest der Partei auf Distanz zu Beckstein gehen wird.
Beckstein und Huber fahren eine Blamage nach der anderen ein (Dilettieren in der Steinzeit des Internets, Hin- und Her und schliesslich Umkippen beim Rauchverbot, Mrd.-Verluste der BayernLB ...). Derzeit kuriert Beckstein seine Blamage bei der Nürnberger Protestkundgebeung zur verfehlten Bildungspolitik der CSU aus. Zuerst wollte sich Beckstein durch eine ganz offensichtlich nur vorgetäuschte Parallelveranstaltung in der Staatskanzlei entziehen und lud dazu die Veranstalter der Nürnberger Protestkundgebung ein, um diese zu blockieren. Als er aber die Blamage "Beckstein bei Parallelveranstaltung alleine zu Hause" auf sich zukommen sah, ist er doch in Nürnberg als Redner erschienen und wurde dort ausgepfiffen - für ihn die geringere Blamage.
Die völlig unerfahrene Emilia Müller, die Beckstein zur Wirtschaftsministerin ernannte, hat dann gemeinschaftlich mit Beckstein das Münchner Transrapid-Projekt kampflos zu Grabe getragen.
Söder wurde ins Amt des Europaminister befördert, weil Beckstein dies mit Stoiber abgemacht haben soll und Stoiber im Gegenzug dem empfänglichen Beckstein keine Steine auf dem Weg ins MP-Amt legte.
Christine Haderthauertritt meiner Meinung nach auch nur als Hubers Sekretärin bzw. Marionette auf, jedenfalls kann sie keinerlei Impulse geben. Lediglich Seehofer liess sich bisher von Haderthauer püber den Mund fahren.
Jetzt soll auch noch die vor 3 Jahren zurückgetretene Monika Hohlmeier wieder politisch in der CSU durchstarten, obwohl oder besser gesagt weil ihr aus den eigenen Reigen die Eigenschaft "Abgrund der Lüge und Täuschung" nachgesagt wurde.
Aus meiner Sicht ist Seehofer weit gesunken, wenn er sich damit zufrieden gibt, wie die CSU aufgestellte ist. Er würde sich jetzt wohl auf seinem Namensschild mit dem Pseudotitel "für gehobene Aufgaben innerhalb der CSU geeignet" abgeben.
Ob ein bürokratischer Lobbyist wie Seehofer mit sich oder seiner Partei oder mit sonst irgend etwas zufrieden ist, dürfte wohl niemanden wirklich interessieren und ist das Papier nicht wert, auf dem diese news abgedruckt wird.
Diese, von eigentlichen Problemen, ablenkende Meldung, hat mit neutraler, verantwortungsvoller Berichterstattung nichts zu tun.
Vielleicht realisiert Herr Seehofer bei den nächsten Wahlen, die Zufriedenheit oder besser die Unzufriedenheit der Bürger über seine, auf Parteieninteresse bezogene, Politik?
Hier seine Nebentätigkeiten:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin,
Mitglied des Aufsichtsrates
Funktionen in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Recht
Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt/Main,
Mitglied des Verwaltungsrates
Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt/Main,
Stellv. Vorsitzender des Verwaltungsrates, jährlich, Stufe 3
Quelle: Deutscher Bundestag, Biografien der Abgeordneten.
...wenn er in der derzeitigen Situation etwas anderes sagen würde.
Er sitzt schön hinterm Ofen, reibt sich die Hände und wartet ab, bis ihn die Partei ruft.
Und da kann er beruhigt sein. Angesichts des Münchener
Kathastrophenduos Huber / Beckstein wird die Partei bald rufen ;-))
Lieber Herr Seehofer,
auch ich bin mit der derzeit blassen, engerlingfarbenen CSU unzufrieden.
Schauen Sie auf ihre "Führungsriege" und sie wissen warum.
Vergelt' s Gott.