"Veränderungen nötig": Die Grünen dringen auf Korrekturen bei den neuen Hochschulabschlüssen Bachelor und Master.
Die Grünen im Landtag fordern an den Universitäten eine "Reform der Reform": Die neuen Hochschulabschlüsse Bachelor und Master, die soeben erst an Bayerns Hochschulen eingeführt worden sind, sollen gleich wieder korrigiert werden.
Studenten leiden - nicht nur aus Sicht der Grünen - unter einer zu hohen Arbeits- und Prüfungsbelastung. (© Archiv-Foto: AP)
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"Wir unterstützten die Reform, aber es sind eine Reihe von Veränderungen nötig", sagte die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion, Ulrike Gote. Deshalb tourt sie nun drei Wochen lang mit Kollegen von Hochschulort zu Hochschulort, um mit Professoren, Studenten und Assistenten über Probleme zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
1999 wurde die Einführung des neuen Studiensystems von den Kultusministerien der EU-Mitgliedstaaten mit dem Ziel beschlossen, einen einheitlichen Hochschulraum zu schaffen. Studenten sollten mobiler, gleichzeitig jedoch auch in kürzerer Zeit berufsbezogener ausgebildet werden.
Doch wie SPD und Freie Wähler kritisieren auch die Grünen, dass die Reform nahezu all ihre Ziele bislang verfehlt habe. Gote etwa klagt über zu spezialisierte und gleichzeitig zu verschulte Studiengänge. Studenten litten unter einer zu hohen Arbeits- und Prüfungsbelastung. Infolgedessen fehle es an Zeit für einen Auslandsaufenthalt. "Die Mobilität hat eher ab- als zugenommen", sagte sie.
Jüngst ist auch die Kultusministerkonferenz zur Einsicht gelangt, dass bei der Reform nachjustiert werden muss. Die Appelle an die Hochschulen, etwa die Studiendauer von zurzeit sechs Semestern für den Bachelor zu verlängern, greifen für Gote jedoch zu kurz.
Sie fordert darüber hinaus, Prüfungsdruck und Spezialisierung zurückzunehmen. Auch soll die Staatsregierung mehr Geld in die Hochschulen investieren, um die Betreuungsverhältnisse zu verbessern. "Wir brauchen vor allem mehr Personal beim Mittelbau." Die "Hochschultour" will zudem Unis dabei helfen, individuelle Verbesserungskonzepte zu entwickeln.
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(SZ vom 3.11.2009/plin)
Die neueste Antwort
Dream on !!!
Ja es wäre dringend angesagt die Predigten des Turbokapitalismus der Betriebs- und Wirtschaftslehre an den Unis wieder auf den Boden des Grundgesetzes zu bringen und die echte soziale Marktwirtschaft zu lehren.
Aber Hallo,
schon lange nicht mehr Zeitung gelesen, so von Pisa und so!
Wieviele Atomreaktoren haben das Saarland, Berlin, Bremen, MacPom, Sachsen Anhalt, Brandenburg, Thüringen? Null, absolut Null! Allein die TU München hat 2 eigene, nur für die Ausbildung bayerischer Wissenschaftler.
G8 bringt uns weiter nach vorne und die Hauptschule wird weiter gebraucht, weil es immer Schüler geben wird, die nicht an sich selber arbeiten und auch geistig leider von den Eltern nichts mitbekommen haben.
Verstanden!
Früher sagte man Studienabbrecher dazu. Mal im Ernst, den Bachelorstudiengang mit sechs Semestern als ein Vollstudium begreifen zu wollen, kann doch wohl nur ein Scherz sein... und ein ganz schlechter dazu.
Selbst wenn der Studierende danach noch den Masterstudiengang belegt, den man eigentlich als Pflichtveranstaltung auch konsequent machen müßte, kann man wenigstens ansatzweise von im jeweiligen Fach gebildeten Menschen sprechen. Wer allerdings promovieren will, darf anschließend noch ein Doktorandenstudium draupacken, ob das den gesamten Ausbildungsweg verkürzt, sei einmal dahin gestellt.
Mit einem Bachelor in Geiseswissenschaften kann man sich allenfalls den H... abwischen, aber geistige Lehre wird ja nicht mehr so hoch angesiedelt, denn sie dient ja nur sehr begrenzt der Wirtschaft.
Der absolute Witz ist allerdings die Wirtschaftsethik...
Nach dem Gewurstel der letzten Jahre (G8, Hauptschule, Bologna) kann es mit dem Verständnis für Bildung in der CSU auch nicht gerade weit her sein!
Paging