Laut Verbandschef befindet sich das Land bereits in einer Rezession. Die Finanzkrise verschärft die Lage noch zusätzlich.
Die Konjunktur droht abzustürzen und die bayerische Wirtschaft in Mitleidenschaft zu ziehen. "Wir befinden uns bereits in der Stagnation und stehen am Rande einer Rezession", sagte Randolf Rodenstock, Präsident der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, bei der Vorstellung des Herbstindex'. Dieser Index beschreibt die wirtschaftliche Entwicklung im Freistaat, er ist von 133 Punkten im Frühjahr auf 103 Punkte gefallen. Positiv fiel noch das Wachstum aus, während der Beschäftigungsindex zurückgegangen ist.
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Der Präsident der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft Randolf Rodenstock sieht Bayern am Rande einer Rezession. (© Foto: ddp)
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Schlechter fallen die Prognosen aus. Der Wachstumsindex hat sich von 104 auf ein Fünf-Jahres-Tief von 50 Punkten fast halbiert. Ebenfalls spürbar sanken die Erwartungen bei der Beschäftigung. Als Gründe nannte Rodenstock den Abschwung der Weltwirtschaft. Der Konjunkturzyklus gehe zu Ende und führe zu einer globalen Nachfrageschwäche. Eine hohe Inflation wegen hoher Rohstoff-, Energie- und Nahrungsmittelpreise dämpfe das Wachstum. Verschärft werde der Abschwung durch die Immobilienkrise in den USA sowie die Banken- und Finanzmarktkrise.
Mit ihrer starken Orientierung auf den Export sind bayerische Unternehmen nach Rodenstocks Angaben in erheblichem Ausmaß betroffen, besonders die Investitionsgüterhersteller und die Automobilindustrie, aber auch baunahe Bereiche. Direkte Auswirkungen der Bankenkrise auf Unternehmen anderer Branchen hielten sich derzeit in Grenzen.
Wegen des rasanten Abschwungs nannte Rodenstock die Forderung der IG Metall nach acht Prozent mehr Lohn und Gehalt unverantwortlich. "Das passt nicht in die Landschaft." Zum Desaster der BayernLB meinte der VBW-Präsident, es sei ein Fehler, dass sich die Politik eine solche Bank leiste. "Wir brauchen keine Bank in öffentlichen Händen, weder im Bund noch in Bayern."
(SZ vom 24.10.2008/lawe)
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...reicht nicht mehr!
Die Chiffren sind zunehmend entzifferbar, mit denen die Zauberlehrlinge des Neoliberalismus seit 40 Jahren Sand in die Augen gestreut haben. Die gerechte Beteiligung der Mitarbeiter an dem Mehrwert, den sie erwirtschaften, ist mit den Begriffen "Rationalisierung" und "Globalisierung" argumentiert und mit den Mitteln der "Kalten Aussperrung" und "Freistellung" verhindert worden.
Allerdings ist die Konterrevolution des Neoliberalismus an ihr Ende gekommen - ihre ersten Kinder werden langsam gefressen.
Allerdings befürchte ich, dass jetzt erstmal die "Krise" dazu benutzt wird, dass die Besitzer sich konsolidieren, die Armen sich aber nicht solidarisieren.
Eine Gelegenheit der Politik, sich ihr Primat für die Regelung des Gemeinwesens zurückzuerobern ist das, aber welche Politikerinnen und Politiker tun dies? Mit welcher Aussicht auf welchen Erfolg?
Tja, Herr Rodenstock wer hat denn immer Lohnzurückhaltung gefordert und damit den Binnenmarkt abgewürgt. Selbst jetzt sollen sich die Metaller in Lohnzurückhaltung üben, obwohl in den letzten Jahren extreme Gewinne erwirtschaftet wurden (von den Arbeitnehmern !).
Also die "Analyse" des Herr Rodenstock lautet:
1. Schwacher Binnenmarkt
2. Lohnzurückhaltung
3. Dann kommt die Wirtschaft wieder in Schwung.
So nach dem Motto, wenn es im Winter zu kalt ist, dann drehen wir die Heizung ab und reißen das Fenster auf. Supi - bei solchen "Experten" (deren Lebensleistung darin besteht, zufällig in der "richtigen" Familie geboren zu sein) brauchen wir uns über die weitere wirtschaftliche Entwicklung ja überhaupt keine Sorgen zu machen.
Mit welchen unternehmerischen Großtaten hat sich der Herr Randolph Rodenstock denn hervorgetan, dass er als "Experte" ein so großes Gewicht zu haben scheint. Gibt es da noch etwas, außer der Veräußerung des Großteils seines Erbes und der Verlagerung der Produktion nach Fernost?