Bayern spart - doch nicht bei Lehrern. Im kommenden Jahr sollen zahlreiche zusätzliche Pädagogen an bayerischen Schulen eingestellt werden.
Bayern muss sparen - doch an einem spart das Land nicht: den zusätzlichen Lehrern, die die neue Regierung seit ihrem Amtsantritt versprochen hat. Bereits im Herbst haben CSU und FDP im Nachtragshaushalt 1000 neue Lehrer bewilligt. Nun kommen noch mehr dazu.
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An Lehrern soll es in Bayern künftig nicht mangeln. Selbst wenn die Schülerzahlen sinken, sollen ihre Stellen erhalten bleiben. (© Foto: AP)
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Nach Abschluss der Etatverhandlungen stehen in den Jahren 2009 und 2010 Mittel für weitere 2280 Lehrer zur Verfügung. Das soll helfen, kleinere Klassen zu schaffen, mehr Ganztagsschulen einzuführen und Migrantenkinder besser zu fördern.
Noch vor Ostern soll der Haushalt verabschiedet werden. Fast alle Ressorts müssen sparen, doch Investitionen in neue Studienplätze, Stellen für Polizisten und Lehrer haben Priorität. Das Kultusministerium schnitt bei den Etatverhandlungen mit 1230 Stellen für 2009 und weiteren 1050 für 2010 über die Erwartungen gut ab.
Darüber hinaus gelang es Kultusminister Ludwig Spaenle seinem Parteikollegen, Finanzminister Georg Fahrenschon, das Versprechen abzuringen, im Zuge des demographischen Wandels keine Stelle abzubauen. Das bedeutet, auch wenn es weniger Kinder gibt, sollen keine Lehrerstellen gestrichen werden.
Denn wegen rückläufiger Geburtenzahlen in strukturschwachen Regionen wie Oberfranken könnten rein rechnerisch in den beiden nächsten Jahren 1300 Stellen wegfallen. Zudem will sich Spaenle dafür einsetzen, dass keine Hauptschule mehr schließen muss.
Der Präsident des bayerischen Lehrerverbands, Klaus Wenzel, begrüßte die Entwicklung als "wichtiges Indiz dafür, dass die Staatsregierung mit Veränderungen Ernst macht". Auch der Vorsitzende des Philologenverbandes, Max Schmidt, sprach von einem "richtigen Signal".
Ganztagsschule stärken
Konkret sollen die Stellen genutzt werden, um übergroße Klassen zu verhindern. Besonders betroffen sind davon Berufs- und Realschulen sowie die Gymnasien. Die schwarz-gelbe Koalition setzt sich zum Ziel, an den weiterführenden Schulen binnen fünf Jahren überall nur noch Klassen von höchstens 25 Schülern zu erreichen. Philologenchef Schmidt rät, am achtjährigen Gymnasium mit kleineren Gruppen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen zu beginnen.
Darüber hinaus soll die Ganztagsschule gestärkt werden. Die zusätzlichen Lehrer werden zunächst in Hauptschulen eingesetzt, in denen der Anteil von Migrantenkindern hoch ist. Mittel stehen hierfür auch durch das Investitionsprogramm "Bayern 2020" bereit.
Ein Konzept für den Einsatz der neuen Lehrer will das Ministerium bis zum Kommunalgipfel am 11. Februar vorlegen. Die Ganztagsschule an Realschulen und Gymnasien wird hingegen auf sich warten lassen. Hier will Spaenle vorerst nur in einzelne Vorbildprojekte einsteigen.
Generell gab sich der Kultusminister mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden: "Wir können einhalten, was wir im Koalitionsvertrag versprochen haben." Tatsächlich liegt sein Ressort beim Doppelhaushalt 2009/10 im Plan. So versprach die Staatsregierung, noch vor der Landtagswahl im Verlauf der jetzt angebrochenen Legislaturperiode insgesamt 5000 Lehrerstellen zusätzlich zu schaffen, was jährlich in etwa 1000 entspricht.
Während der Koalitionsverhandlungen waren sogar 9000 zusätzliche Stellen im Gespräch. Doch angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise distanzierten sich CSU und FDP schnell wieder von den hochfliegenden Plänen.
Düster schaut es für die bayerischen Schulen jedoch von 2011 an aus. Denn dann wirken sich die Belastungen aus der Landesbank-Krise direkt auf den Staatsetat aus. Spaenle wäre froh, wenn er "die Rendite aus dem Wegfall der 13.Gymnasialklasse retten kann". Im Sommer 2011 läuft der neunjährige Gymnasialzug aus, wodurch zwangsläufig Lehrerstellen frei werden.
(SZ vom 08.01.2009/gal)
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Die neueste Antwort
Dass ich in den Beruf bzw. Bereich, für den ich durch mein Studium qualifiziert bin und den ich machen möchte bisher nicht untergekommen bin, heißt nicht, dass ich nie gearbeitet hab.
Ich hab mit 14 begonnen neben der Schulde zu jobben und mir seitdem mein Taschengeld selbst verdient.
Während des Studiums hatte ich einen Nebenjob und nach dem Studium hab ich auch gearbeitet. Ich habe noch nie staatliche Leistungen empfangen. Weder BaföG noch Arbeitslosengeld noch Hartz IV.
Stempeln Sie andere Leute nicht so leichtfertig ab.
Die 2000 Lehrer müssen die erst mal finden!
Nachdem zur Zeit nicht nur jeder eingestellt wird, der mit 4,0 gerade so durchs Examen kommt, sondern auch Studenten, Förster und anderswo abgebaute Verwaltungsleute (demnächst vielleicht RaumpflegerInnen) an bayerischen Gymnasien dilettieren, habe ich da so meine Zweifel...
Ich war nicht grad der Hellste in Mathematik, also Naturwissenschaften waren nicht meine Stärke.
Da ich "nur" auf einer FH studieren durfte, weil ich "nur" das Fachabi gemacht hab, kann ich nicht promovieren.
Ich hab 5 Jahre bis zum Diplom gebraucht und man kann nicht sagen, ob die Qualifikation in 5 Jahren gebraucht wird. Herr Sinn schaft nicht mal eine Vorhersage über 3 Monate.
Es ist nicht nur ein Herkunftding, ich glaub auch nicht, dass der ausländische Name eine Rolle spielt, die Politik hat den Arbeitsmarkt kaputt regiert, vor allem Schröder. Wenn man jemanden kennt, der jemand kenn, hat man es einfacher, aber das war früher auch nicht anders.
Was vor allem anders ist, ist der Arbeitsmarkt. Wenn ich bei Vorstellungsgesprächen mit Bruttogehältern um die 1000 Euro konfrontiert werden, frage ich mich, wars das wert?
Auch wenn Sie nicht glauben, dass eine Leistung ist und Anstrengung erfordert, wenn man gegen den Ratschlag der Lehrer, der Elter und Bekannter 3 Schulabschlüsse macht und dann studiert und jobbt, weil man ein Ziel vor Augen hat, ein sorgenfreieres Leben als die Eltern führen will, Geld ist mir nicht wichtig, ich will nur würdig leben, ich denke anders.
Die Politiker heucheln, dass Bildung vor Armut schützt und lügen was von eine Akademikermangel, aber wer auf dem Arbeitsmarkt ist denkt anders.
Hätten Sie Physik, Chemie oder Chemieingenieurwesen studiert und optimalerweise darin promoviert, ich wüsste nen Job für Sie. Ich bekäme sogar eine Prämie wenn ich einen qualifizierten Absolventen empfehle und dieser genommen wird.
Ich musste während des Studium jobben und ich habe bis heute nie ein Auto besessen.
Es gibt eine Fachkräftemangellüge, 600 000 Praktikanten, Bildung allein sichert einen nichts mehr.
Ich habe nicht Psycholigie, sonder BWL studiert.
Der Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen ist einfach mies, nicht nur für mich...
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