Gewerkschaft sammelt Unterschriften Protest gegen Abschiebungen

Die Bildungsgewerkschaft GEW protestiert mit einer Unterschriftenaktion in Nürnberg gegen Abschiebungen aus Schulen. "Wir Lehrer und Lehrerinnen wollen uns nicht als Abschiebehelfer instrumentalisieren lassen", heißt es in dem Aufruf an die Staatsregierung.

Unterzeichnet haben nach GEW-Angaben Pädagogen und Mitglieder des Landesvorstands. Der bayerische GEW-Chef Anton Salzbrunn erinnerte an den jungen Berufsschüler Asef N., der im Mai aus seiner Klasse in einer Nürnberger Berufsschule nach Afghanistan abgeschoben werden sollte. Solche Aktionen verunsicherten Lehrer, Schüler und Flüchtlinge massiv. Die GEW fordert eine sichere Aufenthaltsperspektive für Jugendliche und junge Erwachsene über den Abschluss ihrer Ausbildung hinaus. In einigen Ausländerbehörden gebe es aber - entgegen den Beteuerungen der Staatsregierung - Planungen für vermehrte Abschiebungen aus Schulen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte stets betont, Abschiebungen aus Schulen müssten die absolute Ausnahme bleiben.