Der Gesundheitsfonds kommt die bayerischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber offenbar weit teurer zu stehen als bisher angenommen.

Der Gesundheitsfonds wird Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Bayern nach einer neuen Studie weit teurer zu stehen kommen als bisher angenommen. Der einheitliche Beitragssatz von 15,5 Prozent werde im Freistaat zu Mehrbelastungen von 700 Millionen Euro führen, prognostiziert das Münchner Institut für Gesundheitsökonomik in einer bisher unveröffentlichten Untersuchung für die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw).

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Die 7,5 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen in Bayern werden nach Schätzung des Instituts 200 Millionen Euro mehr zahlen müssen, ebenso viel die Arbeitgeber. Die restlichen 300 Millionen Euro entfallen vor allem auf erhöhte Belastungen für freiwillig gesetzlich Versicherte und höhere Beiträge von Rentnern und Arbeitslosen.

vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt kritisierte die Bundesregierung: "Wir befinden uns mitten im Wirtschaftsabschwung." Die ganze Welt mache sich Gedanken darüber, wie man die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stützen könne. "Gerade in dieser Situation bürdet die Bundesregierung den Arbeitnehmern und den Unternehmen in Bayern durch eine vermurkste Gesundheitsreform Zusatzkosten in dreistelliger Millionenhöhe auf. Das passt nicht zusammen."

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(sueddeutsche.de/dpa/aho/mel)