Georg Volkert: Mein Ansbach ...und plötzlich schaute der "Club" vorbei

Nach vielen Jahren ist der ehemalige Nationalkicker Georg Volkert nach Ansbach zurückgekehrt. Im Fragebogen stellt er seine Heimatstadt vor - und weint einer verpassten Chance nach.

Von Tobias Dorfer

Jeder Ort hat kleine Geschichten und große Geheimnisse. Und wer könnte diese Geheimnisse besser lüften, als jemand, der dort wohnt - oder der dort zumindest eine ganze Weile gelebt hat? Auf sueddeutsche.de präsentiert jede Woche ein Prominenter "sein Bayern". Heute stellt der ehemalige Fußball-Nationalspieler Georg Volkert seine Heimatstadt Ansbach vor.

Georg Volkert (rechts, im Bild mit dem damaligen Nürnberger Trainer Felix Magath) hat in Stuttgart, Hamburg, Nürnberg und Zürich gewohnt. Jetzt genießt er das Leben in seiner Geburtsstadt Ansbach.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Fußballer müssen mobil sein. So zog es den gebürtigen Ansbacher Georg Volkert in seiner Profikarriere nach Hamburg, Stuttgart, Nürnberg und Zürich. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn arbeitete er als Manager in Hamburg (FC St. Pauli) und beim 1. FC Nürnberg. Inzwischen ist der ehemalige Nationalspieler in seine Heimatstadt Ansbach zurückgekehrt. Dort betreibt er heute eine Sportagentur.

Sie leben bei Ansbach. Warum hier und nicht woanders?

Ich bin in Ansbach geboren. Als Fußballprofi habe ich bei vielen Vereinen in tollen Städten wie Nürnberg, Zürich, Stuttgart und Hamburg gespielt. Nach meiner Profikarriere haben wir uns als Familie für Hamburg als Standort einschieden. Seit fast 15 Jahren lebe ich wieder in meiner Heimat. So schließt sich der Kreislauf des Lebens, sozusagen "zurück zu den Wurzeln - back to the roots". Hier schlägt mein Herz, hier gehöre ich hin.

Das Schönste an Ansbach ist...

Ansbach ist eine übersichtliche und gemütliche Kleinstadt, die sich im Laufe der Jahre sehr geöffnet und positiv entwickelt hat.

Am meisten geärgert habe ich mich in Ansbach über...

...die Entscheidung der Stadt, in den 60er Jahren die Firma Siemens nicht nach Ansbach zu lassen. Eine Ansiedelung hätte der Stadt ein enormes Wachstum gebracht. Die Erfolgstory schreibt nun Erlangen...

Ihr schönstes Erlebnis in Ansbach?

Als 18-jähriger spielte ich bei der SpVgg Ansbach gegen den großen 1. FC Nürnberg. Mein Traum war schon immer Fußballprofi zu werden. Bei diesem Spiel wurde der "Club" auf mich aufmerksam und schickte am nächsten Tag eine Delegation zu meinen Eltern. Ab da war ich dann ein "Cluberer" und gewann schließlich auch 1968 die bis dato letzte Deutsche Meisterschaft für den Verein.

Welches ist ihr liebster Platz in Ansbach - und warum?

Der Martin-Luther-Platz. Hier trifft Tradition auf Moderne: Kirchen, alte Gebäude und Plastiken der Modernen Kunst.

Wo sollte jeder Besucher mal ein Bier trinken, wo schmeckt das Essen besonders gut?

Das Gasthaus "Zum Mohren" hat einen wunderschönes Biergarten und typisch fränkische Spezialitäten wie Bratwürste, Schäufele oder Karpfen.

Und wo gefällt es Ihnen in Bayern besonders gut? Schicken Sie uns Ihr schönstes Bayern-Foto und gewinnen Sie! Weitere Informationen gibt es hier.