Stabwechsel bei den bayerischen Genossen: Der 35-jährige Bundestagsabgeordnete Florian Pronold soll Nachfolger von Ludwig Stiegler werden.
Der niederbayerische SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Pronold soll im nächsten Jahr neuer Landesvorsitzender der bayerischen Sozialdemokraten werden. In der Bayern-SPD werde 2009 der Generationenwechsel eingeleitet, sagte SPD-Landtagsfraktionschef Franz Maget im Gespräch der Nachrichtenagentur dpa: "Wir müssen uns in den bayerischen Regionen neu aufstellen und zum Teil auch Aufbauarbeit leisten."
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Er soll die bayerischen Genossen künftig anführen: Der 35 Jahre alte Florian Pronold. (© Foto: ddp)
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An erster Stelle für den Posten des Landesvorsitzenden stehe Pronold. "Er ist aus meiner Sicht der Richtige. Ich hoffe und glaube, dass er sich zur Wahl stellt", sagte Maget.
2009 werden viele namhafte bayerische SPD-Politiker ihre politische Karriere beenden. Neben dem bisherigen Landesvorsitzenden Ludwig Stiegler treten auch der frühere Bundesinnenminister Otto Schily, die ehemalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt und Bundestagsvizefraktionchef Walter Kolbow ab.
"Diese Personen muss man ersetzen", sagte Maget. Seine eigene Zukunft als SPD-Fraktionschef im Landtag ließ Maget offen. Alle Ämter in der Fraktion seien für zwei Jahre vergeben. "Ich war zwei Mal Spitzenkandidat bei Landtagswahlen. Ob ein drittes Mal das Richtige wäre, kann man diskutieren." Die Entscheidung werde "rechtzeitig" getroffen.
Krise der BayernLB als Wahlkampfthema
Neben der Europa- und der Bundestagswahl wird die Landespolitik nach Magets Einschätzung im nächsten Jahr von der globalen Rezession und der Milliardenkrise der BayernLB geprägt werden. "Das sind die zwei größten Baustellen", sagte Maget. Die Krise der BayernLB sei nicht nur Ergebnis der Finanzmisere, sondern gehe auch auf große Fehlleistungen der Staatsregierung zurück.
Maget forderte ein klares Zukunftskonzept für die angeschlagene Bank. "Wir brauchen so schnell wie möglich den strategischen Ansatz, wie man mit der Bank in Zukunft verfahren und sie auf einen besseren Weg bringen will."
Um der Rezession zu begegnen, forderte Maget mehr und schnellere Investitionen des Freistaats. "Da gibt es sehr viele Möglichkeiten - den öffentlichen Personennahverkehr, den Ausbau der schnellen Internetverbindungen auf dem Land, die energetische Sanierung staatlicher Gebäude. Das muss so schnell wie möglich angegangen werden." Die Vorschläge der CSU/FDP-Koalition gingen in die richtige Richtung, seien aber nicht ausreichend.
(dpa/mati/woja)
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