Gabriele Pauli meldet sich zu Wort: Neben heftiger Kritik am Führungsduo glaubt sie, dass sie Zeit wieder reif für eine neue CSU-Rebellin ist.
Die als "CSU-Rebellin" bekanntgewordene Politikerin Gabriele Pauli hat die Doppelspitze ihrer früheren Partei attackiert. Die scheidende Fürther Landrätin sagte der Illustrierten Bunte, Ministerpräsident Günther Beckstein und CSU-Chef Erwin Huber seien "kein führungsstarkes Duo".
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Mit den gegenwärtigen Querelen in der CSU habe sie zwar nichts zu tun. Sie habe aber "manchmal den Eindruck: Manche warten wieder auf einen Rebellen oder eine Rebellin".
Die Kritik Paulis am früheren Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber hatte mit zu dessen Rückzug beigetragen. Inzwischen ist sie aus der CSU ausgetreten. Pauli sagte über Stoibers Nachfolger: "Da ist kein Gleichklang. Beckstein hat die Fraktion nicht im Griff und Huber repräsentiert Bayern in Berlin mehr schlecht als recht." Außerdem versuchten beide Politiker, "sich aus der Verantwortung zu stehlen".
Pauli wird Ende April aus ihrem Amt als Fürther Landrätin ausscheiden. Sie betonte, auch danach bleibe sie ein politischer Mensch. Pauli fügte hinzu: "Und ansonsten bin ich frei wie ein Vogel, ich vertraue auf meine Kraft und den Himmel."
(ddp-bay/bica/odg)
Die neueste Antwort
@Teranova
"Sehr gute und absolut sachliche Kritik von Pauli"
aha deswegen kommt die Kritik auch in einer der politischsten und angesehensten Plattformen die es in Deutschland überhaupt gibt, in der Illustrierten Bunte.
Das Handeln von Beckstein und Huber brauchte man eigentlich auch nicht erst beobachten um zu wissen, dass das nichts wird.
Gruß
Lzenz
wird immer sympatischer, so gnädig wie sie mit ihren Königsmördern umgeht ist schon bemerkenswert. Mir würden zu solchen Typen die nur Versagen und abkassieren ganz andere Sachen einfallen. Aber einen Trost haben wir ja, die beiden Amigos sind bald vergessen.
Bayer xy reloaded. Wann bringt uns die gute Frau Pauli denn nun endlich den Weltfrieden, die Lösung des Energieproblems sowie die Krebsheilung? Ihrer Laudatio zur Folge spätestens Ende nächster Woche?
Wie immer, besonders liebe Grüße.
nh100
Sie hat sich Zeit gelassen, das Handeln von Beckstein und Huber ganz offensichtlich genau beobachtet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die beiden "kein führungsstarkes Duo" sind. Bisher jedenfalls haben Beckstein und Huber nur Blamagen eingefahren - Huber lässt sich sogar wegen seiner Frisur aus den eigenen Reihen kritisieren und Beckstein hat die CSU-Fraktion als "Sauhaufen" bezeichnet. Genau genommen, ist die Kritik von Pauli sogar mehr als gnädig.
Ausserdem sagt Pauli "Da ist kein Gleichklang. Beckstein hat die Fraktion nicht im Griff und Huber repräsentiert Bayern in Berlin mehr schlecht als recht." Auch dies ist aus meiner Sicht absolut zutreffend - die beiden sind ganz einfach hoffnungslos überfordert und damit beschäftigt ihre Stühle zu halten. Ausserdem sollten sich Beckstein und Huber nicht aus der Verantwortung stehlen, denn die beiden haben Stoiber bei erster Gelegenheit in ihrer Postengeilheit in einem Kreuther Hinterzimmer intrigant aus den Ämtern gedrängt und es muss erwartet werden, dass sie zumindest zusammen das zu Wege bringen, was ein Stoiber alleine zu Wege gebracht hätte. Viel besser wäre natürlich gewesen, wie von Pauli vorgeschlagen, wenn Stoiber erst zur Landtagswahl 2008 nicht mehr als Spitzenkandidat angetreten wäre und bis dahin Nachfolger aufgebaut hätte. Beckstein und Huber sind klar und deutlich nicht einmal Übergangslösungen, sondern Untergangslösungen, die aber ewig an der Macht bleiben wollen.
Paulis "Und ansonsten bin ich frei wie ein Vogel, ich vertraue auf meine Kraft und den Himmel." ist wohl eher ein Ausdruck von strahlendem Selbstbewusstsein, das sie nicht in die Wiege gelegt bekam, sondern sich erarbeitet hat. Um so zu werden, muss man schon die Herausforderung lieben, an alles mit der Einstellung "bis zum Schluss durchziehen" herangehen und mit der Kraft der Wahrheit arbeiten, um unantastbar zu sein. Über dem von der CSU zelebrieten Mobbing ist Pauli stets drüber gestanden und hat ihre Linie bei der angestrebten Modernisierung der CSU ohne Rücksicht auf eigene Verluste durchgezogen. Leider hat sich dabei herausgestellt, dass es Parteien gibt, die schon zu sehr "mumifiziert" sind, um noch helfen zu können.
Lol - ja is denn scho wieder Murmeltiertag?
Paging