Nach mehr als 30 Jahren tritt Gabriele Pauli aus der CSU aus - weil sie sich unverstanden fühlt. Eine Entwicklung, an der die Fürther Landrätin selbst Schuld ist.
Eine Überraschung ist es nicht: Gabriele Pauli gibt ihr CSU-Parteibuch zurück, nach mehr als 30 Jahren. Unverstanden fühlt sie sich, sagt sie, missachtet von der Parteispitze und mit ihren Vorschlägen nicht ernst genommen. Eine Entwicklung, an der die Fürther Landrätin selbst Schuld ist. Denn Gabriele Pauli hat es innerhalb nur eines Jahres geschafft, sich selbst ins politische Abseits zu manövrieren.
Gabriele Pauli: Viele in der CSU werden sich jetzt schadenfroh die Hände reiben. (© Foto: dpa)
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Ihr selbstverschuldetes Ende hat etwas Tragisches. Denn sie hat beim erzwungenen Abschied von Edmund Stoiber die entscheidende Rolle gespielt. Pauli war es, die als Erste den Mut hatte, öffentlich auszusprechen, dass Stoibers Zeit vorbei ist und die CSU einen Führungswechsel braucht.
Damit hat sie der Parteibasis und auch vielen CSU-Spitzenpolitikern aus der Seele gesprochen, die sich nicht trauten, Stoibers überfälligen Rückzug offen zu fordern. Pauli stand noch Ende 2006 für die Katharsis der CSU. Das hat vielen imponiert.
Doch mit dem Mut kam auch der Medienrummel. Und mit dem Rummel begann der unaufhaltsame Untergang. Spätestens mit den Latex-Fotos in einer Zeitschrift hatte sie ihre politische Glaubwürdigkeit verspielt.
Als sie kurz vor dem CSU-Parteitag auch noch die bizarre Forderung nach einer Ehe auf Zeit erhob, war sie in der eigenen Partei schon längst abgemeldet. Ihre Kandidatur für den CSU-Vorsitz wurde nur noch als Provokation empfunden.
Paulis politische Karriere dürfte jetzt zu Ende sein. Zwar haben die Freien Wähler und die Grünen ihr bereits als potentiellem Neumitglied die Hand gereicht. Versprechen sich doch beide Parteien durch Pauli Popularität. Doch allein durch ein neues Parteibuch erhält sie keine politische Glaubwürdigkeit zurück. In der CSU werden sich jetzt viele schadenfroh die Hände reiben.
(sueddeutsche.de/lala)
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Die neueste Antwort
schade, dass es sie aus der Kurve wischte.
Wie war das nochmals mit Frauen in Fuehrungspositionen?
Quote oder was?
ich sie hatte schon recht der csu mehr oder weniger
ihre meinung offen zu legen
aber im nachhinein hat sie es einfach uebertrieben...
der rummel um ihre person is ihr einfach zu kopf gestiegen.
diese idee mit der ehe auf zeit war nur noch ein nachheuelen ihrer
zuendegehenden karriere....
ich frag mich, wieso um ihren Abgang jetzt so ein Theater gemacht wird. Ich habe zumindest die ganze Zeit ueber nichts wirklich produktives von ihr gehört, sondern nur Unsinn. Sollte man nicht froh sein, dass sies endlich einsieht, anstatt noch wochenlang ueber sie zu berichten?
ist das Verlöschen der Pauli'schen Strohfeuers ja auch nicht. Die Dame wird ja nicht exekutiert. Und dass sie zuletzt nicht mehr recht ernst genommen wurde ist ihre eigene Schuld.
Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli hat sich die exklusive Veröffentlichung ihrer CSU-Austrittserklärung von der Zeitschrift Vanity Fair bezahlen lassen. Ihren ursprünglich einige Tage früher geplanten Austritt habe sie gegen ein unwiderstehliches finanzielles Angebot des Blattes verschoben, zitierte sie das Magazin Der Spiegel. Vanity Fair-Chefredakteur Ulf Poschardt lehnte einen Kommentar dazu im Spiegel ab
Das war das politische Ende der Dame aus Zirndorf. Gottseidank !
Paging