Im Mai scheidet die 50-jährige Fürther Ex-CSU-Landrätin Pauli aus dem Amt. Nun stellt sich die SPD bei der Bewilligung ihrer Pensionsbezüge quer.

Die im Mai aus dem Amt scheidende Fürther Landrätin Gabriele Pauli soll nach Vorstellungen der SPD im Kreistag erst im Alter von 62 Jahren ihre Pension beziehen. Einen entsprechenden Antrag haben die Sozialdemokraten heute im Kreistag eingereicht. Die frühere CSU-Rebellin müsste damit noch rund zwölf Jahre auf ihre Versorgungsbezüge warten.

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Gabriele Pauli im September 2007 beim CSU-Parteitag in München (© Foto: dpa)

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Pauli hatte 18 Jahre an der Spitze des Landkreises Fürth gestanden, aber auf eine weitere Kandidatur verzichtet. In der Begründung des SPD-Antrags heißt es, einen Pensionsanspruch von Mai an habe Pauli dadurch verwirkt, dass sie sich ohne wichtigen Grund nicht mehr zur Wahl gestellt habe.

"Der Wunsch nach persönlicher Veränderung beim Ausscheiden aus dem Amt stellt keine ausreichende Begründung für den sofortigen Bezug der Versorgungsbezüge dar", argumentiert der Vorsitzende der SPD- Kreistagsfraktion, Michael Bischoff.

Nach den Worten des SPD-Fraktionschefs geht es nicht darum, Frau Paulis Leistung zu schmälern oder ihren Pensionsanspruch generell in Frage zu stellen. Es gehe allein um die Frage, ob eine Politikerin - anders als die Masse normaler Beschäftigter - bereits mit 50 Jahren eine Pension erhält. Schließlich wäre Frau Pauli schon mit einem Pensionseintritt ab dem 62. Lebensjahr gegenüber anderen Berufspolitikern und jedem normalen Arbeitnehmer privilegiert.

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(dpa/ihe/bavo)