Milch könnte bald knapp werden: Aus Protest gegen die Preispolitik der Molkereien haben die Bauern einen Lieferstopp beschlossen.
Aus Protest gegen die Preispolitik der Molkereien wollen deutsche Bauern von Dienstag an keine Milch mehr liefern. "Es bleibt uns nur noch die Möglichkeit, unsere Milch als Druckmittel einzusetzen. Milch ist Macht, und wir haben die Milch", sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Milchbauern (BDM), Romuald Schaber, bei einer Protestkundgebung vor der Molkerei Weihenstephan in Freising.
Den Bauern reichts - aus Protest gegen die Molkereien wollen sie keine Milch mehr liefern. (© Foto: dpa)
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An der Demonstration nahmen nach BDM-Angaben 9000 Bauern aus ganz Deutschland teil, die Polizei sprach von 7000 Demonstranten. "Durch den Preisverfall stehen wir mit dem Rücken zur Wand", sagte Schaber.
Die Bauern forderten die Molkereien auf, ihnen mindestens 40 Cent pro Liter Milch zu zahlen. Nach Angaben des BDM liegt der Milchpreis derzeit bei 27 Cent im Norden Deutschlands und 35 Cent im Süden.
In einer BDM-Befragung hätten 88 Prozent der deutschen Milchbauern sich zu einem Lieferstopp bereit erklärt. Durch die gestiegenen Energie- und Futterpreise wirtschafteten viele Milchbauern am Existenzminimum. "Um die Kosten voll zu decken, müssten wir den Liter Milch für mindestens 43 Cent an die Molkereien verkaufen", sagte Schaber. Den Verkaufspreis von 61 Cent pro Liter Milch nannte er einen "Skandal."
Er kritisierte Absprachen zwischen Molkereien und Handel und machte auch die Agrarpolitik der Europäischen Kommission dafür verantwortlich, die die EU-Milchquote angehoben hatte.
In Österreich koste der Liter Milch im Handel derzeit 79 Prozent, auch dieser Preis sei aber zu niedrig, sagte Ernst Halbmayr von der IG Milch, der österreichischen Partnerorganisation des BDM. "An dem Tag, an dem Deutschland nicht mehr liefert, schließen wir uns dem Lieferstopp an", sagte er.
Auch niederländische Bauern wollten die Protestaktion unterstützen und dächten darüber nach, die Milchlieferung einzustellen, sagte Sieta van Keimpema vom niederländischen Verband der Milchbauern.
(dpa/bica)
Die neueste Antwort
schon gar nicht die einer anderen Spezies. Die Aussage, Milch sei gut für die Knochen und schütze so vor Osteoporose, stimmt nicht, denn das enthaltene Calcium ist nur ein Bestandteil der Knochenmasse, die bei Osteoporose abnimmt. Osteoporose tritt in westlichen Ländern mit hohem Calcium- und Milchkonsum allerdings häufiger auf, als irgendwo anders in der Welt. Andere Faktoren, wie zu salzige Ernährung, Östrogenverlust in den Wechseljahren, Rauchen, Alkohol und zu wenig Bewegung spielen eine wesentlich größere Rolle als ein Mangel an Calcium.
Milch ist unbestritten eine Calciumquelle, aber lange nicht die beste. Grünes Blattgemüse, Samen und Nüsse, Sojabohnen, Tofu und hartes Leitungswasser enthalten manchmal sogar die vierfache Menge an Calcium. Pflanzliches Calcium kann mindestens genauso gut oder sogar besser aufgenommen werden. Außerdem ist unser Körper in der Lage, sich an eine geringere Calciumzufuhr anzupassen und seinen Bedarf zu verringern. Ein Calciummangel bei rein pflanzlicher Ernährung tritt also sehr selten bis gar nicht auf. Calciumverluste treten vor allem durch eine Ernährung mit viel tierischem Protein, also bei Fleischverzehr auf.
Da es keinen Sinn macht, die regionale Milchwirtschaft zu Grunde zu richten, muss die Politik die Molkereien verpflichten, ihre Mich aus der umgebenden Region zu beziehen und kostendeckende Preise zu zahlen.
Der Milch- und Butterpreis ist wieder reduziert worden weil der Milch- und Butterabsatz hierzulande dramatisch eingebrochen ist.
Also ein völlig normaler marktwirtschaftlicher Mechanismus wie der "erstaunliche" Mechanismus, dass Null- und Minusrunden bei Löhnen und Gehältern die Binnenwirtschaft killen.
Weshalb werden diese Wahrheiten nicht publiziert?
moderatoren - laut Ihrem eingestellten Artikel kostet der Liter Milch bei unseren Nachbarn 79 % - da hilft es nichts meinen Kommentar zu sperren grins ...
haben Recht was Ihre Forderung betrifft.
Doch das die Milch knapp werden könnte ist - sorry - absoluter Blödsinn - der Text
kommt sogar im Radio ...
Die genannte Zahl, 9000 Milcherzeuger - aus ganz Deutschland - noch nicht mal ansatzweise geballt aus einer Region von aneinanderliegenden Gemeinden. Einfach Abstrakt
erzwingen mit dieser halbherzigen Aktion - Nichts.
Der Verbraucher wird dabei so gut wie keinen Engpass mitbekommen - die Märkte
haben
sich mit Sicherheit auf Panikartige Hamsterkäufe eingestellt und selbst die, sollten
diese stattfinden gehen in der Masse unter.
Alle für einen ...
Und was bitte geschieht mit der Milch welche von den Erzeugern nun nicht geliefert
wird ?
Ab in den Gulli - oder über eine Hintertür doch zum Verbraucher.
Paging