Übertreiben die Anwohner? Oder tragen die Sendener Baggerseen ihren neuen Spitznamen "Porno-Island" zu Recht? Im Landratsamt Neu-Ulm heißt es, dass es gar nicht so einfach sei, liebestollen Badegästen beizukommen. Schließlich müsse die Ordnungswidrigkeit auch bewiesen werden - und bis die von Polizei am Ort der Erregung eintrifft, sind die Sexhungrigen schon verschwunden.
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Rathauschef Baiker gibt allerdings auch zu, dass sich bislang niemand so recht für die Seen verantwortlich gefühlt hat. Denn die Grenze zwischen Senden und dem Nachbarort Vöhringen verläuft direkt durch das Naherholungsgebiet.
Nun versuchen die Kommunen, dem sündigen Treiben in einer konzertierten Aktion ein Ende zu setzen. Am Dienstag haben sich die Bürgermeister von Vöhringen und Senden mit Vertretern des Landratsamts und der Polizei ertsmals zu einem runden Tisch zusammengesetzt. Das Ergebnis: In den kommenden Wochen sollen die Beamten an den Baggerseen verstärkt auf Streife gehen.
Außerdem solle die Gegend bis zum Sommer 2011 landschaftlich so umgestaltet werden, "dass das Baden erschwert wird", sagt Wolfgang Höppler vom Landratsamt Neu-Ulm. "Zwei Drittel der Badefläche stehen dann nicht mehr zur Verfügung", mutmaßt Sendens Bürgermeister Baiker. Die schmalen, mit Bäumen bewachsenen Kiesdämme zwischen den Seen sollen teilweise abgetragen werden, Torf könne aufgeschüttet - und das Ganze so zur Sumpflandschaft umgestaltet werden, überlegt Baiker.
Warnung im Internet
Gebadet werden darf künftig auch noch - in abgegrenzten Bereichen am Ufer. Selbst eine Stelle für FKK-Hungrige wird geschaffen. Wer sich jedoch außerhalb dieser Gebiete aufhalte, begehe eine Ordnungswidrigkeit, egal, ob nackt oder angezogen. Und Uneinsichtige werden zur Kasse gebeten: Bis zu 1000 Euro können die Behörden fordern.
Dass diese Maßnahmen das lustvolle Treiben an den Baggerseen vollständig beenden werden, glaubt allerdings selbst der Sendener Bürgermeister nicht: "Das ist der Zeitgeist. Wer sich der Öffentlichkeit so präsentieren will, wird das auch weiterhin machen." Im Internet haben sich die Bemühungen der Behörden jedoch bereits herumgesprochen: "Wir würden dort zu Vorsicht raten, da eventuell Anzeigen erfolgen könnten", schreibt ein "Experimentalpaar" in einem Forum. Ein gewisser Ralf weiß in eigenwilliger Diktion Rat: In der Nähe gebe es genug Plätze, "wo nicht überlaufen sind".
Davon geht auch Bürgermeister Baiker aus: "Ich bin sicher, dass sie einen neuen Ort finden werden."
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(sueddeutsche.de/tob/jja)
Wirbel um Obama-Biographie
Die neueste Antwort
... wo ist nun das mehrfach beschworene, tarnende Schilf an diesen "Seen"?
Mit 70 Lenzen nutzt solch Hintergundwissen nichts mehr! Das Zipperlein! Dem Herrn sei s geklagt.
Aber zur Sommerlochbekämpfung taugts allemal! Gell SZ? Sommer Wasserloch sozusagen. Mal was Anderes!
Grüß Gott, nach Bayern oder Schwaben?
Am Chiemsee macht's hundert mal mehr Spaß!
habe ich da an die Baden-Württemberger gedacht. Es sind keine 300 Meter von den westlichen Seeausläufern bis zum außerbayerischen Ausland. Und von Baden-Württemberg ist man nichts Gutes gewohnt. Da kommt sogar das schlechte Wetter her!
Emmpöööörend!!!!!! Bayrisches Schwaben - ein Sündenpfuhl! Was sagt da der Bischof Müller dazu?
Paging