Im Europawahlkampf setzen die Freien Wähler ihre Hoffnungen auf Gabriele Pauli. Doch die einstige CSU-Rebellin will sich noch nicht festlegen.

Die potenzielle Spitzenkandidatin der Freien Wähler (FW) und ehemalige CSU-Rebellin Gabriele Pauli hält ihre Entscheidung über eine Spitzenkandidatur offen. "Ich habe mich noch nicht entschieden", sagte sie der Financial Times Deutschland. Sie wolle erst wissen, wie groß das Abenteuer sei, auf das sie sich einlasse.

Bild vergrößern

Gabriele Pauli ist sich noch nicht sicher, ob sie für die Freien Wähler in den Europawahlkampf ziehen soll. (© Foto: seyboldtpress)

Anzeige

Damit spielt Pauli darauf an, dass es bisher weder Geld noch ausreichend Leute für einen Europawahlkampf der Freien Wähler gibt.

Pauli, die für die Wählergemeinschaft bereits im bayerischen Landtag sitzt, will sich bis Ende Februar entscheiden, ob sie das Zugpferd der FW wird. Am 28. Februar stellen die FW ihre Liste für die Europawahlen auf. Als Ort der Aufstellung haben die Freien Wähler sich bewusst für München entschieden, sagte Armin Grein der Zeitung, da sie in Bayern besonders stark seien.

Das Hauptproblem sei derzeit, die Finanzierung des Wahlkampfs in den Griff zu kriegen, sagte Grein. "Wir brauchen jetzt Mitgliedsbeiträge und Kandidatenspenden." Eine Bundespartei FW gibt es erst seit zwei Wochen, Parteimitglieder zahlen 100 Euro im Jahr.

Aus dieser Not heraus würden die FW einen "originelleren und billigeren Wahlkampf als die anderen Parteien führen", kündigte Grein an. Orientieren wolle man sich dabei am Mail- und Internet-Wahlkampf Obamas.

Leser empfehlen 

(ddp-bay/bica/bavo)