Erst vor ein paar Monaten hat Gabriele Pauli ihre eigene Partei gegründet. Doch jetzt hat die Freie Union genug von der einstigen CSU-Rebellin.
Die Spitze der Freien Union rebelliert offen gegen die Parteichefin Gabriele Pauli. "Wir fordern Frau Pauli zum Rücktritt auf", sagte der stellvertretende Bundesparteivorsitzende und sächsische Parteichef Peter Frühwald in Leipzig.
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Gabriele Pauli: Die Freie Union fordert ihren Rücktritt von der Parteispitze. (© Foto: ddp)
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Die Parteispitze sei nicht länger gewillt, diese Form der Parteiführung hinzunehmen. "Demokratie braucht auch demokratische Kultur", sagte Frühwald. Und diese sei bei Pauli kaum zu erkennen. Zudem fordere das Präsidium, dass die Finanzen der Partei offengelegt werden und ein Sonderparteitag einberufen wird.
Frühwald kritisierte im Namen des Präsidiums, dass sich Pauli in der Vergangenheit mehrfach antidemokratisch geäußert habe und die Partei autoritär führe.
Auf der Präsidiumssitzung am 14. November habe Pauli erklärt, sie sei die Partei, und nur sie entscheide, wer gebraucht werde und wer nicht. Zudem soll der Satz gefallen sein: "Ich will das Parteiensystem abschaffen." Dieses Verhalten werde man nicht länger hinnehmen, sagte Frühwald.
Zudem habe das Präsidium keinen Zugriff mehr auf die Parteifinanzen, seit Pauli an jenem 14. November auch den damaligen Bundesschatzmeister entmachtet und ihm sämtliche Dokumente abgenommen habe. Die Freie Union war am 21. Juni von der ehemaligen CSU-Rebellin Pauli gegründet worden.
Unterdessen hat Pauli beim Bundestag Einspruch gegen die Nichtzulassung ihrer Partei Freie Union zur Bundestagswahl im September eingelegt. "Das geht jetzt in das Wahlprüfungsverfahren", sagte sie in München. Der Bundestag müsse nun beurteilen, ob der Bundeswahlausschuss richtig entschieden habe. Pauli rechnet jedoch selbst nicht damit, dass der Bundestag das Votum des Wahlausschusses revidiert. "Die Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht wäre dann der nächste Schritt", sagte sie am Rande der Landtagssitzung.
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(ddp-bay/dpa/bica/dmo)
Die neueste Antwort
Bei Frau Dr. Pauli ist nichts mehr so wie es im November/Dezember 2006 war: Damals eine mutige Frau, die aussprach, was eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung dachte, nämlich dass MP Dr. Stoiber zu selbstherrlich und "abgehoben" von den Bedürfnissen der Bevölkerung im "Elfenbeinturm" agierte und deshalb 2008 nicht mehr für die CSU als Spitzenkandidat antreten solle. Dann hat sie nach dem nicht von ihr, sondern von Beckstein und Huber veranlassten "vorzeitigen Ende" des MP Amtes für Stoiber sich der Droge "Mediensucht" hingegeben und langsam, aber sicher, selbst den Bezug zur Alltagsrealität verloren. In jede ihr von medienerfahrenen CSU Repräsentanten gestellte Medienfalle fiel sie herein, das als Verriß konzipierte "Fotoshooting" mit Lackhandschuhen und Verkleidungsszenarien mit "St. Pauli" betitelt ebenso wie ein unsägliches, weil beleidigendes "Interview" der BR-Südwildredaktion mit "Purzelbaum" des Interviewers vor Pauli mit der Aufforderung, dies - mit Rock! - nachzumachen! Dann die Hervorhebung ihrer esoterischen Gedanken anstelle praktikabler Politik und nun - zum schlechtem Ende - die völlig undemokratische "Abwahl" von bei der Gründungsversammlung der FU ordnungsgemäß auf zwei Jahre gewählten Bundesvorstandsmitglieder! Ob "die Wechseljahre" für dieses unerklärliche Phänomen einer Persönlichkeitsveränderung die zutreffende Erklärung sein können, ist ungewiss. MIt Bedauern und Mitgefühl steht man da, gerade wenn man Frau Dr. Pauli früher gut gekannt hat. Für die Konsequenzen müssen nun andere in der Freien Union sorgen oder das Problem nimmt einen medizinischen Verlauf. Schade, aber wohl nicht zu ändern, da das Umfeld von Frau Dr. Pauli offensichtlich keine Verhaltensänderung bei ihr bewirken kann.
Das geht einem aber so was von am Dingens vorbei.
Bitte liebe SZ: Warum muss ich immer wieder von dieser Profilneurose auf zwei Beinen lesen.
Sie war mal sympathisch und wichtig, jetzt ist sie nur noch peinlich.
Beschützt die Frau doch vor sich selbst !
Wenn es das ist was Frauen sich vorstellen, wie Frauen in Führungspositionen sein sollen, dann muß ich mich in Zukunft dafür schämen eine Frau zu sein.
Nein, sowas brauchts nicht. Selbstverliebte Selbstdarsteller braucht niemand.
Es wird Zeit für Frau Pauli zu erkennen, das sie sich besser zurückziehen und mal eine Weile still sein sollte. Diese Frau ist unerträglich.
Da hat sie nun genau die "Sorte" von Angepassten in ihrer "Partei", sie sie nie haben wollte.
Es ist wahr: die Dominanz von Korruptionscliquen (häufig ident. mit Parteien) hat das Land zerstört.
Es ist zerstört. Man sehe es sich genau an: weniger von seinen Bauten her als von seinen Ökoflächen und vor allem von der Psyche und Geist seiner Bevölkerungsmehrheit.
Paging