Vermutlich sind weit mehr Tiere an H5N1 erkrankt, als anfangs angenommen wurde. Zudem ist unklar, ob verseuchtes Fleisch in den Handel gekommen ist.
Auf dem Geflügelhof im fränkischen Wachenroth waren möglicherweise weitaus mehr Tiere mit dem Vogelgrippevirus H5N1 infiziert als bisher angenommen. Ein Expertenteam habe bei der Untersuchung getöteter Enten aus zwei weiteren Ställen des Hofes Vogelgrippe-Viren entdeckt, von denen aber noch nicht klar sei, ob es sich um den gefährlichen Typ H5N1 handele, teilte der Leiter des Veterinäramtes Erlangen-Höchstadt, Ottmar Fick, mit. Möglicherweise sei das H5N1-Virus schon längere Zeit in dem Geflügelhof gewesen und dann aber nur in einem der 15 Ställe ausgebrochen.
Möglicherweise sind auf dem Geflügelhof in Franken mehr Tiere an H5N1 erkrankt, als angenommen. (© Foto: ddp)
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Die getöteten Tiere würden nun vom Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems näher untersucht. Bisher hatten Fachleute nur in einem Stall infizierte Enten entdeckt. Der neue Vogelgrippe-Fall hatte am Wochenende zur bundesweit größten Tötungsaktion von Tieren geführt.
Mit dem Vogelgrippe-Virus infizierte Wasservögel erkranken laut Fick keineswegs in allen Fällen akut. Bei ihnen könnten bis zum Ausbruch der Krankheit mehrere Wochen oder Monate vergehen, erläuterte Fick. Fachleute überprüften derzeit, seit wann das Virus bereits auf dem Geflügelhof ist und auf welche Weise es eingeschleppt wurde.
Völlig unklar sei, ob möglicherweise auch infiziertes Geflügel in den Handel gelangt sein könnte. "Solche Auslieferungen können wir nicht ausschließen", sagte der Behördenchef. Traditionell beliefert der Geflügelhof Supermarktketten und die Gastronomie.
Bereits in den Vortagen hatten die Behörden den Verkauf von Fleisch der Wachenrother Firma gestoppt, das nach dem 30. Juli ausgeliefert wurde. Nach dem Auftreten der Vogelgrippe am Freitag waren bis zum Sonntagabend alle 166.000 Enten und Jungtiere des Betriebes getötet worden.
(dpa/ddp-bay)
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Die neueste Antwort
170.000 Vogelgrippe-Enten in Bayern: Geflügelhof Wichmann im Ortsteil Warmersdorf, umgeben von ungezählten Teichanlagen in der Gemeinde Wachenroth im Landkreis Erlangen-Höchstadt gelegen.
Infiziert waren:
mehrere (mindestens 3) Ställe und
Enten von Lohnmästern aus dem Landkreis Schwandorf (2 H5N1-positive Proben), die in Warmersdorf kurzzeitig aufgestallt, dann geschlachtet und weiterverarbeitet wurden.
Ursache(n) der diversen (mindestens 4) Infektionsherde?
Bestimmt nicht die trockene und warme Einstreu in insgesamt mindestens 4 Ställen!
Es gibt wohl kaum mehrere Ursachen.
Wahrscheinliche Ursache: TRäNKWASSER DES HOFES!
Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann
eMail soddemann-aachen@t-online.de
Mehrere Ställe werden nicht parallel durch mit Vogelgrippe kontaminiertem Stroh verunreinigt worden sein. Enten erkranken oft unauffällig und ohne Symptome an der Vogelgrippe - werden aber trotzdem zu Ausscheidern des lebensgefährlichen H5N1-Vogelgrippe-Virus.
H5N1 Vogelgrippe durch Trinkwasser übertragbar: Die Risikobewertungen von BfR/FLI und UBA sind grundlegend falsch. Das lebensgefährliche H5N1 Vogelgrippe-Virus wird auch in Deutschland auf die Menschen via Trinkwasser übertragen werden, wie bei dem Geflügel. Jüngste Forschungsergebnisse müssen beunruhigen: Bisher musste das Virus die Bronchien und die Lunge der Menschen erreichen, um anzustecken. Jetzt infiziert es in Indonesien auch die oberen Atemwege (Schleimhäute des Rachens beim Trinken, Schleimhäute der Nase und vmtl. auch die Bindehaut der Augen sowie die Ohrtrommelfellmembran z.B. beim Duschen). In drei Fällen (Vietnam, Thailand) waren Magen und Darm durch das H5N1-Virus befallen, nicht jedoch die Bronchien und die Lunge. Das Virus muss also oral aufgenommen worden sein, z.B. beim Trinken von kontaminiertem Wasser. Das in Deutschland als Trinkwasser genutzte Grundwasser ist bei weitem nicht so unproblematisch, wie BfR/FLI und UBA falsch behaupten. Die Vireneliminationsleistung der Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Deutschland erfüllt regelmäßig nicht die Anforderungen der WHO und der USA. Herkömmliche Desinfektionsverfahren bringen wenig, weil Viruspartikel im Rohwasser nicht einzeln, sondern verklumpt vorkommen und deshalb von diesen nicht erreicht werden können.
Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann
Kontakt: soddemann-aachen@t-online.de
WELCHE Supermarktketten? Und WELCHE Gaststätten? Eigentlich habe ich keine Lust bei Aldi und co mir eine Volgrippen einzufangen!